Leseprobe: Dana und die Suche nach dem vergessenen Kontinent

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»Und du glaubst, es wird funktionieren?«

Der jugendliche Magier neben ihm sah ihn zweifelnd an.

»Aber sicher!«

Der Angesprochene sah sich im weitläufigen Kellergewölbe um, bis sein Blick an dem schwarzen Monolithen, der das Zentrum des Raumes dominierte, haften blieb.

»Wir sind genug Magier, um das zu bewerkstelligen. Unsere Energie dürfte dafür ausreichen! Hole jetzt die anderen, wir können beginnen!«

Der junge Magier machte sich, wie befohlen, auf den Weg, um den Wunsch seines Meisters zu erfüllen..

»Was soll schon passieren ...!«, murmelte der alte Zauberer ...

"...In a single day and night of misfortune,

the island of Ατλαντίδα

disappeared into the depths of the sea."

Plato, Critias


Kapitel 1

Ehrungen sind nicht alles

Irgendwo, tief im Siebengebirge, gibt es einen Ort, der von Menschen seit langem vergessen wurde: das verschollene Gebirge. Erst vor Kurzem, aus dem Nebel der Zeit, aufgestiegen.

Ihm vorgelagert, erstreckt sich ein märchenhaftes, dicht bewaldetes weitläufiges Tal. In seinem Zentrum, kaum einzusehen, ruht versteckt eine traumhafte kleine Lichtung, durch die leise ein bescheidener schmaler Bach plätschert.

Wäre zufällig ein Wandersmann des Weges dahergekommen und hätte diese Waldwiese betreten, er hätte ein seltsam anmutendes Bild wahrgenommen. Dort saß ein junges, weißblondes, bildhübsches Mädchen, entspannt an einem Baum gelehnt, mitten auf der Lichtung. Was noch nicht verwunderlich wäre. Aber um sie herum saßen die Tiere des Waldes und für nicht Eingeweihte unsichtbar, auch einige Feen und Elfen. Der Wanderfreund hätte denken können, das junge Mädchen würde Hof halten.

Dana, so hieß das fast dreizehnjährige, sportliche Mädchen, saß oft auf dieser Waldlichtung und hörte sich die neuesten Geschichten aus der Welt des Waldes an. Im Gegenzug wollten die Tiere immer wieder von ihren Abenteuern hören. Sie und ihre Freunde waren es nämlich, die es geschafft hatten die Probleme des Zwergenvolkes, mit dem Gebirge, zu lösen. Und wie sie es geschafft hatten, die Abenteuer dazu, das musste sie immer wieder erzählen.

Doch es war kein Wanderer, der leise die Lichtung betrat. Ein jugendlicher, gutaussehender Zwerg, der eigentlich mehr von einem Menschen statt von seiner Art hatte, näherte sich vorsichtig dem Mädchen. Nun, Gomek, so hieß er, war kein Außenstehender. Er wusste, dass die junge Dame, immer wenn sie Zeit hatte, sich auf dieser Lichtung aufhielt. Er war auch, wie Dana, in der Lage, alle Wesen zu sehen. Bei ihrem gemeinsamen letzten Abenteuer, in der Welt der Feen und Elfen, hatten sie die Gabe des Erkennens der kleinen geflügelten Wesen erhalten.

Der junge Zwerg bewegte sich langsam und besonnen auf die Gruppe zu. Schließlich wollte er niemanden von der Versammlung verschrecken. Als er die kleine Zusammenkunft fast erreicht hatte, räusperte er sich leise, um auf sich aufmerksam zu machen.

»Setz dich Gomek ...«, sprach Dana den Überraschten an.

»Woher weißt du, dass ...«

Gomek war verblüfft.

Dana zeigte wortlos auf Shari. »Sie hat dich schon seit einiger Zeit im Auge und es mir mitgeteilt.«

Shari war Danas kleine Fee. Sie und das winzige Wesen bildeten eine Einheit und konnten sich, nur mit der Kraft ihrer Gedanken, verständigen.

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