~ Life is beautiful ~

Es stellte sich heraus, dass Ronnie, nachdem sie von Majestys Anreise erfahren hatte, noch verbissener und härter an dem Maskenball arbeitete als zuvor. Jackson schien sich ziemliche Sorgen zu machen und meinte einmal zu mir, dass das nur die Schuld ihrer nie zufriedenen Eltern sei. Immer musste sie sich beweisen. Und Majesty tat ihr Übriges dazu. Obwohl sie noch nicht einmal angekommen war, schien es so, als würden alle entweder gespannt oder fast schon etwas ängstlich auf den Tag warten, an dem sie durch die Eingangstür spaziert kam. Meine Bedenken, dass Reece sich irgendwie mehr für Majesty interessieren könnte, blieben unbegründet. Während Ronnie andauernd schimpfte und ihre Stifte mittlerweile alle in der Mitte durchgebrochen waren, schien ihn das völlig kalt zu lassen. Es wunderte mich, warum ich früher nichts über Majesty in Exposed gelesen hatte.

„Nachdem sie gegangen war, waren alle ziemlich erleichtert. Seitdem spricht man nicht mehr über sie. Ich korrigiere mich: sprach man nicht mehr über sie.", erklärte mir Ali am Dienstag vor der Schule.

„Waren Reece und sie...zusammen?", fragte ich meine Freundin vorsichtig. Irgendwie fürchtete ich mich ein wenig vor der Antwort. Es war seltsam. Wie konnte man sich vor jemanden ängstigen, der nicht einmal hier war. Also, wie schaffte es Majesty, dass man schon über sie sprach, bevor sie überhaupt angekommen war?

„Ich weiß es nicht genau. Nate meinte gestern zu mir, dass sie sich einen Spaß daraus gemacht hat mit Gefühlen zu spielen." Ich riss überrascht die Augen auf. War sie der Grund, warum er sonst niemanden an sich heran ließ? „Aber, du solltest ihn das lieber selbst fragen. Schließlich weiß er am besten Bescheid."

Kaum sprach sie es aus, spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und drehte mich um.

„Hast du heute schon was vor?", fragte Reece mich so leise, dass nur ich es verstehen konnte. Ali tat dabei so, als würde sie etwas in ihrem Spind suchen.

„Nein.", erwiderte ich und konnte ein Lächeln nicht unterdrücken.

„Um sechs. Ich hol dich ab!", antwortete er mir nur mit einem geheimnisvollen Zwinkern. Dann machte er auf dem Absatz kehrt und lief zu Nate, der ihn kopfschüttelnd musterte. Sein Blick glitt zuerst zu mir, dann zu Ali. Ich sah, wie sich seine Mundwinkel leicht hoben. Meine Freundin neben mir fing an albern zu kichern. Hoffentlich war ich nicht auch so wie die ganzen verliebten Weiber.

„Ein Date?", fragte Ali mich mit einem verschwörerischen Grinsen auf dem Gesicht.

„Ein Treffen unter Freunden.", log ich, da ich wusste, dass ich ihr was vormachte. Reece und ich waren keine Freunde. Wir waren besondere Freunde.

Verschmitzt lächelnd folgte ich Ali ins Klassenzimmer. Zurzeit war einfach alles super.

~

Ich kämmte mir hektisch meine Haare durch. Gerade, als ich mir meine Schuhe zuband klingelte es an der Wohnungstüre. Ich warf einen Blick zu meiner Mutter, die in der Küche stand und ein Glas Wasser trank. Sobald sie das Klingeln hörte, machte sie Anstalten sich ihn Bewegung zu setzen, um aufzumachen.

„Ich geh schon!", rief ich schnell, da ich wusste, dass es zu dieser Uhrzeit nur einer sein konnte. Und Reece auf meine Mutter treffen zu lassen war keine gute Idee. Ich würde wahrscheinlich vor Scham im Boden versinken.

Gerade, als ich die Tür aufriss, hörte ich meine Mutter sagen: „Wer ist es denn?"

Ich blickte mich angespannt um und sah sie in der Nähe des Sofas. Nur ein paar Schritte und sie wäre bei mir angelangt.

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