In einfachen Schritten zu einer Entführung

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Die beiden Mädchen liefen im Dunklen der Strassen entlang, mitten in der Nacht, mitten durch New York, dort wo um dieser Uhrzeit kein Schwein ist. Sehr schlau, erst recht, wenn man 16 Jahre alt ist. Wessen Idee das war? Vielleicht die des Mädchen mit den langen braunen Haaren, welche die andere gerade so überragte. In ihren braunen Augen funkelte etwas, der Wahnsinn und die unbändige Lust nach Fleisch. Neben ihr lief eine Blondine mit blauen Augen. Blondie hörte auf den Namen Noctura und Braunie auf den Namen Sakura. Wer ihnen diese scheiss Namen gegeben hat? Keine Ahnung, vielleicht waren ihre Eltern auf Drogen oder die Autorin war zu faul, um sich neue Namen auszudenken. Ja, definitiv die zweite Variante.

"Warum laufen wir mitten in der Nacht durch New York?" "Weil ich mich verirrt habe", erklärte Sakura ihrer Freundin Noctura. Diese zog bloss eine Augenbraue hoch, bevor sie antwortete: "Und warum lauf ich dir nochmal nach?" Darauf wusste Sakura keine Antwort. Ihre Freundin wusste doch eigentlich , dass Sakura keinen Orientierungssinn hatte. Oder wie Sakura sich immer vorstellte.

"Sehr erfreut, ich bin Sakura, habe den Orientierungssinn einer Topfpflanze, das Namengedächtnis einer Walnuss und die Reflexe von einem überfahrenem Eichhörnchen" Ihre Freundin stellte sich darauf immer vor mit " Und ich bin Noctura, ihre Babysitterin" vor. Man konnte sich nun auch fragen, woher die Mädchen sich kannten, dann gab es zwei Varianten, welche beide nur allzu richtig waren, Nummer Eins: Sie kannten sich aus einer anderen Zeit mit etwas mehr Drachen, Hobbits und Zwergen und auch einem verrückten, alten Zauberer. Nummer Zwei: Sie waren zusammen in London aufgewachsen und hatten dann ein Austauschjahr in New York begonnen. Ja, dass würde auch erklären, was sie in New York trieben.

"Wo müssen wir gleich nochmal hin?", fragte Noctura nach. "Du willst nach Hause und ich will in die nächste Bar", meinte Sakura darauf. Noctura sah sie von der Seite her an. " Wir gehen nach Hause, ich habe morgen Schule und du auch!" "Genau aus diesem Grund will ich meine Sorgen im Alkohol ertränken", seufzte Sakura. " Wir dürfen noch gar kein Alkohol trinken, wir sind in Amerika", meinte Noctura stirnrunzelnd. " Und das hier soll das Land der Möglichkeiten sein", fluchte Sakura. Noctura sah ihre Freundin ernst an. " Alkohol ist keine Lösung!" "Doch, hast du in Chemie nicht aufgepasst? Nein? Gut ich auch nicht, aber dass weiss ich", sagte Sakura stolz. Ihre Freundin sagte darauf: "Manchmal frage ich mich, warum zur Hölle ausgerechnet wir nach Amerika geschickt worden sind, wir sind beide nicht gerade sehr hell" "Die wollten uns doch bloss loswerden, damit wir aufhören das Schulhaus zu verwüsten", erkannte Sakura, sie schien schon öfter über das Thema nachgedacht zu haben. "Nur weil wir ein einziges Mal" "Es war nicht nur ein Mal!" "Meine Güte, du kannst doch nicht gegen uns aussagen! Auf alle Fälle war es nur eine einzige WC-Schüssel und dass auch nur, weil wir wissen wollten, wie das aussieht", verteidigte Noctura sich gegenüber eines nicht vorhandenen Anwalts.

Das ewige Gequatsche ging so weiter, das Niveau sank dabei stetig ab wie der Notendurchschnitt am Ende des Jahres. Es wurde erst unterbrochen, als aus einer Gasse ein seltsames Geräusch ertönte. Die Mädchen blieben sofort wie angewurzelt stehen und starrten in die Gasse hinein, was natürlich gewaltig viel brachte, da solche Gassen ja immer dunkel waren. Ich hoffe , ihr versteht was ich für eine Gasse meine, wisst ihr, diese wo in Filmen immer Entführungen und Vergewaltigungen stattfinden, halt diese Gassen, wo man nicht reinlatschen sollte, wenn man bei Trost war. Und was tun die Mädchen? Genau, sie latschen rein, also Sakura versuchte es, Noctura packte sie jedoch gerade noch so am Kragen

"Hier geblieben" "Warum?" "Haben deine Eltern dir nicht beigebracht, dass man nicht in dunkle Gassen reingehen sollte?" "Nö, sie haben mir beigebracht mich von Fremden in Acht zu nehmen" Noctura seufzte tief auf, ein Seufzer aus tiefster Seele, etwa so, als hätte jemand ihren Lieblingscharakter umgebracht, nein dass wäre zu tief, eher so, als hätte Sakura wieder etwas angestellt. Ja, das trifft es super! Ich bin eine sehr gute Autorin, wie gut ich Sachen beschreiben kann, nun aber wieder zurück. " Ach komm schon, was kann schon passieren?" "Wir könnten entführt werden" "Wer will uns schon entführen?" "Haste Recht, gehen wir in die dunkle Gasse!"

Sakura zog ihr Handy um in die Gasse zu leuchten. Und in der Gasse stand ein Vergewaltiger, also vermutlich ein Vergewaltigter, war ja nicht so, als würde er mit einem Schild auf der Brust umherlatschen wo drauf steht "Ich bin ein Vergewaltiger" Aber falls er so ein Schild umhatte, dann konnten sie es nicht sehen, da da Licht zu schwach war. Man bräuchte eben einen Scheinwerfer am Handy. "Du bist echt kein guter Vergewaltigter" , stellte Noctura fest. Der Mann drehte sich zu ihnen um und sie erkannten , dass er eine Uniform anhatte und auf seiner Brust war eine rote Krake abgebildet.

" Geht weg, das ist nicht eure Sache", meinte er. " Doch jetzt schon und warum zur Hölle hast du einen Kraken auf der Brust?", fragte Sakura neugierig. "Das geht euch nichts an und nun geht, ausser ihr wollt euch mit Hydra anlegen" "Hydra? Ist das dein Name?", fragte Sakura. " Nein, Hydra ist euer grösster Schrecken!" "Sind sie mein Mathelehrer?" "Sind sie der Metzger, welcher kein Fleisch mehr hat?", fragten die beiden Mädchen gleichzeitig. " Verdammt, Hydra ist eine Organisation und das ist unser Logo!" , schrie der Mann wütend und deutete auf seine Brust. " Habt ihr einen Kraken Hydra genannt oder was?" , fragte Noctura zum etwa tausendsten Mal. Der Agent verlor so langsam die Fassung "NEIN , verfluchte Scheisse, wir sind nach der Hydra aus der Mythologie benannt, die mit den Köpfen und Schlangenzeugs" Die beiden Mädchen sahen sich an, sahen den Mann an und sahen wieder sich an " Und warum zur Hölle habt ihr dann einen Kraken als Logo?", meinte Sakura vorsichtig. " WEIL WIR HYDRA, momentmal gute Frage, warum haben wir einen Kraken?", stellte der Mann fest. " Nun ja, wir haben halt einfach einen Kraken und nun geht endlich weg!", befahl der Mann. Er hatte offensichtlich genug von dem Gespräch, da die Mädchen sein Weltbild zerstört hatten.

Die Mädchen fanden den Mann nun auch nicht mehr so interessant, eher erbärmlich, ich meine, wer hat schon einen Kraken auf der Brust und nennt sich Hydra? Doch gerade als sie gehen wollten, hörten hinter sich noch eine Stimme, diese drang aus einem Gerät, welches neben dem Agenten auf dem Boden stand. " Haben sie Subjekte gefunden?" "Nein, noch nicht" "Und mit wem unterhalten sie sich?" "Mit zwei Mädchen" "Und warum schreien sie?" "Weil sie mich genervt haben" "Und warum laufen sie weg?" "Weil ich sie nicht ausgewählt habe" "Und warum nicht?" "Keine Ahnung" Die Mädchen schenkten dem Gespräch keine grosse Aufmerksamkeit, was an und für sich mehr als nur doof war, denn sie wurden soeben auserkoren , Versuchskaninchen zu spielen. Der Mann stürzte sich auf die beiden, welche bereits wieder auf der hellen Strasse standen. " Er will uns doch noch vergewaltigen!", kreischte Sakura, bevor sie niedergeschlagen wurde "Und das auch noch auf offener Strasse",ergänzte Noctura, bevor sie sich ebenfalls schlafen legte. Der Mann hingegen wartete auf die Verstärkung und trug die Mädchen in einen Bus, bevor alle verschwanden.

Wie wir die Avengers mobbtenLies diese Geschichte KOSTENLOS!