~The game has started~

„Maddie, bitte, hör mir doch zu!" , rief Kate immer verzweifelter, während ich wie erstarrt auf die rote Karte vor mir blickte.

„Ich will nichts mehr hören! Du bist so widerlich! Wie konntest du uns das antun? Wie konntet ihr uns das antun?!" , schrie ich sie an. Ich versuchte vergeblich meine Tränen zurück zu halten. Aber es war einfach zu viel. Ich fühlte mich wie in einem verdammten Alptraum.

„I-ich weiß, dass das nicht richtig war, aber wir lieben uns!" , versuchte Kate sich zu recht fertigen, was aber alles noch schlimmer machte.

„Halt sofort die Klappe!" , brüllte ich, weil ich mir dieses demütigende Gerede nicht mehr anhören wollte. „Wie lange geht das schon?" , fragte ich sie und hoffte auf eine Antwort, die den Schmerz etwas lindern würde.

„Etwa ein Jahr..." , gestand sie mir nach einer gefühlten Ewigkeit. Ich schloss die Augen, als ich einen erneuten Stich der Enttäuschung und Wut spürte. Ein Jahr. Ein verdammtes Jahr hatte sie ihn gevögelt, während meine Mutter nichts ahnend zu Hause wartete. Während sie sich gefreut hatte, wenn er von seinen 'Dienstreisen' wiederkam. In Wirklichkeit hatte er sich mit Kate in irgendeinem dreckigen Motel vergnügt.

„Lass mich sofort raus!" , forderte ich Kate auf, während ich mich hektisch an dem Gurt zu schaffen machte.

„Maddie, bitte, sei vernünftig. Wir sind mitten auf dem Highway!" , redete sie auf mich ein, aber das interessierte mich nicht. Ich wollte nur von ihr weg. Von dieser verlogenen, hinterlistigen Frau, die ich dachte zu kennen.

Die ich in mein Herz geschlossen hatte, sie aber gleichzeitig mit meinem Vater gevögelt hatte.

„Lass. Mich. Gehen." , wiederholte ich nochmal, da ich wusste, dass mir bald der Kragen platzen würde. „Oder ich schwöre dir, dass ich aus dem fahrenden Auto springe."

Als Kate mit dem Kopf schüttelte und keinerlei Anstalten machen wollte anzuhalten, gurtete ich mich entschlossen los.

„Lass das, Maddie! Das ist verdammt nochmal viel zu gefährlich!"

Ich hörte nicht auf sie.

„Ich hasse dich! Ich hasse dich! Ich hasse dich!" , brüllte ich immer wieder, als sie nach meinem Oberarm griff und mich so davon abhielt die Türe aufzureißen und aus dem Auto zu springen.

„Beruhige dich, Maddie!" , rief sie noch.

Das letzte an was ich mich erinnerte war mein Schrei. Dann war alles ruhig.

Bis heute konnte ich mich an den Text erinnern, der auf der Karte geschrieben stand. Er hatte sich in meinem Kopf eingebrannt und ich würde ihn wahrscheinlich nie vergessen.

Meine geliebte Kate,

ich freue mich schon auf das nächste Wochenende mit dir. Es wird etwas ganz besonderes werden. Bisher habe ich diesen Ort noch niemanden gezeigt.

Ich liebe dich,

George.

Es war nicht der Fakt, dass er meine Mum betrogen hatte. Es war der Fakt, dass er Kate wirklich liebte. Und wenn Liebe im Spiel war, wurde es hässlich. Das hatte ich am eigenen Leib erfahren müssen.

-

„Morgen, Maddie!" , begrüßte mich meine kleine Schwester putzmunter. Es war Montagmorgen und ich fragte mich, warum sie so gut gelaunt war.

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