36.- Sterne

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•Jennifer's Sicht•

Die Antwort liegt in den Sternen hat man immer gesagt. Man muss sie nur abwarten.
Doch was ist, wenn ich keine Zeit zum Abwarten dieser Antwort haben?
Was ist, wenn die Liebe meines Lebens im Sterben liegt?
Es hängt nicht mehr von mir ab, denn niemand weiß, was passieren wird.
Die Ärzte nicht, ich nicht.
Doch das Schlimmste ist, in den Himmel zu schauen, wissend, dass wenn du jetzt in das Gebäude gehst, dir berichtet wird, ob er es geschafft hat oder nicht.

Ich hatte nie Angst vor dem Tod, denn darüber könnte ich mich auch lustig machen.
Doch vor einem Tod habe ich Angst – Und das ist seiner.

„Hey." Ich höre hinter mir Schritte und drehe mich um, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, dass ich aussehe wie eine Leiche.
Bleich, geschwollene Augen, Tränenüberströmt. Ich bin ein wandelndes Wrack.

„Bradley?" Ich schaue ihn verwirrt an. Was macht er denn hier?

„Ich lasse dich in dieser Situation nicht alleine, das machen Freunde nicht. Und schon gar nicht Seelenverwandte." Auf meinen Lippen bildet sich ein klitzekleines Lächeln, welches aber nicht mal ansatzweise meine Augen erreicht.

„Es wäre wirklich besser, wenn du gehst. Ich verbreite nur schlechte Laune."

„Siehst du diesen Stern?" Er zeigt nach oben in den dunklen Himmel und ich nicke.
„Das ist nicht Josh." Ich schaue irritiert zu ihm. Was will er mir jetzt sagen? „Denn weißt du was?" Kurz kratzt er sich an seinem Bart, den er wirklich mal abrasieren sollte. Schließlich drehen wir bald einen Film zusammen und ich möchte nicht gerne Wunden von seinen Bartstoppeln im Gesicht haben. „Du darfst nie die Hoffnung verlieren, egal, wie ausweglos die Situation erscheint. Du kannst dem Tod nicht entfliehen, Jen. Doch du kannst beten. Beten für deine Träume. Du musst nicht unbedingt einen Gott anbeten, denn ich weiß, dass es dir nicht liegt, etwas anzuhimmeln. Doch rede dich aus. Lass das alles nicht dein Inneres auffressen, denn du zerstörst nur deinen gesunden Geist. Das bist nicht du. Diese Person, die ich vor mir sehe ist nicht Jennifer Lawrence. Es ist Katniss Everdeen, mit ihrer zerstörten Psyche, die nicht zu heilen ist." Er gestikuliert wild mit seinen Händen.
„Doch weißt du, was der Unterschied an Katniss Everdeen ist?" Er wartet gar nicht meine Antwort ab. „Sie ist eine Kämpferin. Und diese bist du auch. Deine Hoffnung ist nie gestorben und du hast für eine Träume und Ziele gekämpft. Also verzweifle nicht sofort, wenn ein mal in deinem Leben etwas aus dem Ruder läuft." Meine Augen weiten sich.

„Du.. Du vergleichst den Unfall mit 'etwas aus dem Ruder laufen'?" Ich sehe ihn ungläubig an, doch in seinen Augen ist keine Reue vorzufinden. „Du versuchst hier alles schön und gut zu reden, doch siehst du den Ernst der Lage nicht, Bradley?! Mein Freund wie auch bester Freund liegt im Sterben und ich bin nur fünf Schritte davon enfernten, zu erfahren, was mit ihm passiert. Und du erzählst mir etwas von Hoffnung, Träumen und Missgeschicken? Du bist so ein Arschloch! Versetz sich erst in meine Lage!" Mittlerweile strömen mir unendliche Tränen über die Wangen und meine Stimme ist laut und unkontrolliert.

„Jen, das meinte ich doch nicht so, ich-"

„Es hat sich aber genau so angehört! Ich liebe ihn, doch du, der Mensch, der fast wie ein Bruder für mich ist, sagt, ich solle Hoffnung haben?! Wozu soll ich verdammt noch mal Hoffnung haben!? Wozu! Mein Leben existiert ohne Josh nicht und Hoffnung und ein fester Glaube können nichts an der Tatsache ändern, dass er wahrscheinlich gestorben ist!" Bradley schüttelt nur seinen Kopf und verschwindet wieder im Krankenhaus. Ich stehe immer noch im Garten des Gebäudes und starre wie gebannt auf die Tür.

Ich weiß, dass ich übertrieben habe. Doch in dieser Situation, helfen mir Bradley's weise Ratschläge nicht raus.
Ich sehe nur noch verschwommen. Meine Augen sind auf die Tür gerichtet, auf die gerade ein Arzt zu geht. Sein Blick ist wie versteinert und er hält ein Klemmbrett in der Hand.
In seinen Augen sehe ich nur eines: Mitleid.

Der Boden unter meinen Füßen sackt zusammen und ich falle auf meine Knie. Ein Anfall von Gefühlen übermannt mich und ich fange an zu schreien. Es ist nicht war, es ist nicht wahr.. Mir Strömen Tränen aus den Augen, als wären es Wasserfälle, die nie enden.
Ich nehme nichts als mein Schluchzen wahr, während mir unsere letzte gemeinsame Erinnerung in den Sinn kommt.

„Ist schon okay. Ich passe auf."

„Dann schnall dich an."  „Für mich."

„Jennifer, wir sind gleich da."

„Ich liebe dich aber und achte auf deine Sicherheit!"

„Ich liebe dich auch, Jennifer. Sogar über alles, und ich würde auch alles für dich tun, aber wir sind sowieso fast..-"

Und dann kam er. Der Mann, der zu schnell, ohne zu blinken anhielt und Josh sofort ebenfalls, um nicht in ihn reinzufahren.

Einzelne Wortfetzen wirren mir im Kopf rum, bis ich auf ein Mal die Tür aufgehen höre.

„Miss Lawrence."

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Wie lange war es schon her?
Wahrscheinlich ein paar Monate..
Doch ehrlich gesagt hatte ich einfach keine Lust gehabt, denn meine Joshifer Feelings haben geendet, als das Bieber-Fieber mich erreichte.. :D
Nun ja, es ist sehr kurz aber ich glaube, ich belasse es bei den kurzen Kapiteln, denn dann habe ich keine große Anspannung.
Tut mir jedenfalls leid für die, die sehnlichst auf ein Kapitel gewartet haben und nur dieses kleine Ding gekommen ist, welches nicht mal annähernd etwas aufklärt.
Danke für die vielen süßen Kommentare und danke an @sarahhutcherson . Danke, für deine Privatnachricht <3
Natürlich auch einen herzlichen Dank an ALLE und auf das nächste Kapitel solltet ihr wohl nicht so lange warten müssen ;)

Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson - Beste Freunde? - JoshiferLies diese Geschichte KOSTENLOS!