Krankenhaus

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"Wann wacht sie wieder auf?", fragte jemand direkt neben mir. 

"Das kann niemand sagen!", antwortete wieder jemand. 

Ich wollte meine Stirn runzelen, aber irgendwie gehorchte mir mein ganzer Körper nicht und das fand ich frustierend. Immer wieder versuchte ich es und immer wieder gelang es mir nicht. Nach einiger Zeit gab ich auf und versank wieder in der Dunkelheit. 

"Ich will verdammt nochmal meine kleine Schwester wieder! Ich will sie lachen hören und sie solange drücken, bis sie keine Luft mehr bekommt! Ich will Leo wieder!", schluchzte jemand wieder direkt neben mir. 

"Ganz ruhig Mats! Jeder will Leonie wieder, aber anscheinend braucht sie noch Zeit um gesund zu werden! Geduld mein Junge! Sie kommt schon wieder zurück zu uns! Geduld Mats!", sagte eine weibliche Stimme etwas weiter weg. 

"Sie ist scho schön warm und fühlt sich lebendig an, aber wenn ich sie ansehen sehe ich nicht meine lebendige kleine Schwester vor mir!", kam es wieder von jemand direkt neben mir und ich spürte wie jemand meine Hand streichelte. 

Ich nahm all meine Kraft zusammen und drückte diese Hand. Und dieses Mal gehorchte meine Hand und ich konnte die andere Hand drücken. 

"Sie ... sie hat meine Hand gedrückt! Mama, Papa sie hört uns!", sagte die Stimme. 

"Liebling! Bitte wach auf!", sagte wieder die weibliche Stimme, die anscheinend meiner Mam gehört. 

Ich nahm wieder meine Kraft zusammen und öffnete meine Augen. Zuerst sah ich die braunen Augen von meinem großen Bruder und dann die Augen von meiner Mam und am Ende die von meinem Daddy. Aber ein paar Augen fehlte und ich runzelte die Stirn. 

"Jonas?", fragte ich und sah Mats an. 

"Er hat die Kraft nicht hier rein zu kommen!", antwortete Mats und strich mir einige Strähnen aus dem Gesicht. 

"Ich ... will ... Jonas ... sehen!", beharrte ich und schloss wieder meine Augen. 

"Ich hol ihn aber schlaf ja nicht wieder ein!", sagte Mats und sprang auch schon auf. 

"Wie gehts dir meine Prinzessin?", fragte mich mein Daddy. 

"Nein Jonas du gehst jetzt da rein! Unsere kleine Schwester, die du auch so sehr liebst wie ich, hat nach dir verlangt! BEWEG DEIN ARSCH IN DAS ZIMMER VON TEDDY!", befahl Mats und schon wurde die Tür aufgerissen. 

"Jonas!", hauchte ich. 

"Hey Teddybär!", kam es von meinem anderen großen Bruder. 

"Komm ... her ... bitte!", sagte ich und meine Stimme klang noch immer nicht normal. 

"Sicher?", fragte Jonas und sah mich aufmerksam an. 

"Ja ... sicher ... komm ... her!", sagte ich und meine Stimme klang noch immer abgehakt und rau. 

Jonas setzte sich auf den Platz, an dem vorher Mats sah und nahm meine Hand. 

"Danke!", hauchte ich.

"Wofür?", fragte Jonas und sah mich verwirrt an. 

"Dafür ... das ... du ... mich gerettet ... hast ... vor ihm!", klärte ich meinen großen Bruder auf. 

Jonas bekam Tränen in den Augen und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Mit der letzten Kraft hob ich meine Hand hoch und strich vorsichtig über die Haaren von Jonas. 




Zuerst kämpfen lernen & die Liebe kommt von alleine! (MR FF) AbgeschlossenLies diese Geschichte KOSTENLOS!