Tea blickte beschämend zu Boden. Ich legte meine Hand auf ihre Schulter und lächelte ihr aufmunternd zu.

„ Mach dir doch keinen Kopf. Wir können einfach so tun, als wäre das nie passiert wenn du willst, aber ich fande es eigentlich ganz witzig, außer der Tatsache, dass dieser Schinken beinahe einer meiner Zeh zertrümmert hätte."

Ich zeigte auf das große dunkelgrüne Buch in ihrer Hand und bemerkte, dass sie anfing zu schmunzeln.

„ Reden wir einfach nicht mehr über diese peinliche erst Begegnung okay?" bat sie mich und ich nickte.

Ich kam mir wie ein Junge vor, weil ich die ganze Zeit auf ihre Oberweite schauen musste. Ob die Brüste echt waren? Jedenfalls sah sie nicht so aus, als wäre sie der Typ für Schönheits-Ops.

„Darf ich diese Bett haben?" fragte ich sie und zeigte auf das Bett, welches in der Nähe des Badezimmers lag.

„Klar." bestätigte sie mit einem freundlichen Ton und ordnete das dunkelgrüne Buch nun endlich dort ein, wo es hingehört.

Meine braune Lederreisetasche und meine Handtasche landete neben meinem Bett. Ich ließ mich auf die Matratze fallen und streckte Arm sowie beine aus. Es sind zu viele Sachen für einen Tag geschehen. Endlich hatte ich mein erstes Ziel erreicht und war gesund und ohne eine Verletzung in meinem Zimmer angekommen.

Nach einer Zeit öffnete ich wieder meine Augen und setzte mich auf. Meine Zimmerbewohnerin räumte immer noch ihre Bücher ordentlich in das Regal sein.

„Du liest also?" begann ich unser Gespräch und blickte auf die einschüchternde Menge auf dem Boden.

„Und ziemlich viel wie es aussieht." ergänzte ich, stellte mich auf und ging zu dem Stapel um ihr das nächste Buch zu reichen.

„ Ja." bestätigte sie, nahm mir das Buch ab und nickte dankend.

„ Cool." erwiderte ich und las mir den Klappentext von dem Buch durch welches ich gerade in der Hand hatte.

„Und du?" fragte sie mich und band sich gerade einen Zopf mit dem Haargummi das sie um ihr Handgelenk hatte.

„Ab und zu. Kommt drauf an."

Sie nickte, was mir wohl symbolisieren sollte, dass sie mich gehört hatte. Tea sah zu meiner Reisetasche und zeigte mit dem Daumen drauf.

„Ist das alles?" fragte sie mich mit einem unsicheren Ton.

„Ja." erwiderte ich und sah ihr überraschtes Gesicht.

„Ich brauche nicht so viel. Weitere Kleidung und das alles werde ich mir in Ohio noch irgendwann kaufen, wenn ich es benötige." klärte ich sie auf und reichte ihr das nächste Buch.

„Verstehe." Ich dachte nicht, dass sie mich verstand, aber wie sollte sie auch.

Dorotea war nicht sehr gesprächig, was nicht schlimm war, ich war auch eher der schüchterne Typ. Wohlmöglich ist das für uns beide noch etwas neu und wir müssen uns erst mit der Situation vertraut werden.

„Was studierst du eigentlich?" fragte sie mich plötzlich, als ich den Klappentext eines anderen Buches durchlas.

„Englisch und du?"

„Ich studiere Medizin im Hauptfach."

„Wow nicht schlecht, dann muss dein Schnitt ja der Wahnsinn gewesen sein, dass sie dich hier aufgenommen haben um Medizin zu studieren! Man muss ja generell um auf diese Schule zu kommen gute Noten haben."

Sie erschien mir wirklich klug, solche Mädchen wie sie, hätte ich gerne öfter in der Highschool gehabt.

„Ja ich habe mich sehr bemüht im letzten Jahr."

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