>Chapter 53<

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,,Was stehst du da so angewurzelt Liebes?", fragte mich meine Tante. Ich antwortete ihr nicht sondern stand immer noch dort, sah bloß den Menschen auf unserer Couch an. ,,So überrascht", grinste er. Doch mir war gerade irgendwie nicht nach Lachn zumute.

,,Ich hole noch drei Gläser", verkündete Ari und verließ den Raum. ,,Was tust du hier? Und was hast du ihr gessagt?", platze es aus mir heraus. ,,Du freust dich also nicht", bemerkte er. ,,Das hat damit nichts zutun", ich stellte den Topf auf den Tisch und redete weiter, ,,Nur... Was machst du hier?"

Mitch stand auf und kam zu mir rüber. In dem Moment wo er seinen Mund öffnete um mir zu erklären was er urplötzlich hier verloren hatte, betrat Ari das Wohnzimmer. ,,Dann lasst uns mal essen, ihr habt doch sicherlich Hunger", sie lachte, wir setzten uns an den Tisch und taten uns etwas von dem Essen auf. Ich jedoch nahm nicht viel.

,,Schmeckt es dir nicht?", wollte sie wissen bevor Mitch mich leicht mit seinem Fuß anstieß. Ich realisierte das ich kaum etwas gegessen hatte sondern nur in ihm herum stocherte. ,,Ich bin wohl noch nicht ganz wach." Zusetzlich lächelte ich damit sie es mir glaubte, was sie dann auch tat.

Nach dem Essen wollte Ari unbedingt einen Film gucken. Warum auch immer mussten wir mit ihr gucken. Ich hatte keine Lust, denn Mitch war mir noch eine Erklärung schuldig aber ich müsste die zwei Stunden noch warten.

Sie suchte Transformers aus, was meine Laune nicht wirklich hob. Ari stand nicht wirklich auf diese kitschigen Mädchenfilme die ich viel lieber sah. Allerdings dürfte der Film Mitch gefallen.

Wir setzten uns auf die Couch, er auf den selben Platz wie vorhin und ich etwas entfernt von ihm. Meine Tante setzte sich auf die lange Seite um ihre Beine auszustrecken. ,,Du wirst mir das noch erklären", murmelte ich so leise wie möglich zu Mitch, damit Ari mich nicht verstehen konnte. ,,Fast vergessen: Möchte jemand Popcorn?" Mitch stimmte zu und so verschwand sie erneut in die Küche.

Mein Blick wand sich sogleich zu ihm und sah ihn erwartungsvoll an. ,,Hör zu, ich hatte das nicht geplant. Ich weiß das wir uns erst am Mittwoch treffen wollten und du dir bestimmt überrumpelt vorkommst, aber ich habe es nicht ausgehalten", begann er.

Ich nickte damit er wusste das ich ihm zuhörte. ,,Meine Gefühle für dich sind nicht weg und das werden sie auch nicht sein, denn solche Gefühle können nicht einfach verschwinden. Ich liebe dich immer noch, auch wenn nicht mehr so stark aber ich vermisse dich. Sehr sogar und-" ,,Mit Zucker oder mit Salz?", unterbrach Ari ihn aus der Küche. ,,Zucker", antworteten wir im Chor.

Sie beließ es dabei uns ich forderte Mitch auf weiter zu reden. ,,Was ich hier eigentlich wollte, ist mit dir reden und dich allgemein wieder sehen. Wir wissen beide das es falsch war was du getan hast aber ich werde drüber stehen wenn du uns noch eine Chance gibst und wir es nochmal versuchen können."

Als er meinen verdutzten Gesichtsausdruck sah, sagte er schnell: ,,Wenn du dich nicht schon für Casper entschieden hast." Ich schüttelte einfach ohne zu überlegen den Kopf, denn ich war genauso ratlos wie immer. ,,Das freut mich", abrupt umarmte er mich nd küsste meine Wange. Sein Lächeln, sein erleichtertes Lächeln war dabei nicht zu übersehen, ungewollt schlich sich auch ein Lächeln auf meine Lippen.

,,Jetzt können wir aber anfangen", achte Ari und stellte das warme Popcorn auf den Tisch. Es roch köstlich, ein paar werde ich essen können.

Der Film fing an doch meine Gedanken waren wie so oft ganz woanders. Es würde mich noch krank machen wenn ich nicht langsam eine Entscheidung treffen würde. Doch so leicht es klang war es nicht. Oder machte ich es mir selber nur so schwer? Ich hatte keine Ahnung und wahrscheinlich könnte ich mich ewig mit dem Thema beschäftigen wenn ich nicht konkret nachdenken würde was ich wollte.

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!