~Getting flirty~ (Bild: Tyler) 

„Was kannst du mir denn empfehlen?" , entgegnete der junge Mann charmant lächelnd.

Wenn mich nicht alles täuschte, war das der Kerl mit dem One-Night-Stand. Hoffentlich erinnerte er sich nicht an mich, aber so wie er mich ansah, tat er das wohl. Verlegen räusperte ich mich kurz.

„Stehst du eher auf herzhafte oder süße Sachen?" , fragte ich ihn etwas überfordert mit der Situation. Es hatte mich noch nie jemand gefragt, was ich empfehlen konnte.

„Süß. Definitiv." , gab er mit rauer Stimme zurück und es war nicht zu übersehen, dass er mit mir flirtete. Zu allem Übel setzte er noch einen drauf, indem er mir zuzwinkerte. Erschreckender Weise erinnerte mich das stark an Reece. Konnte ich nicht einmal Ruhe vor ihm haben? Wieso schlich er sich immer wieder in meine Gedanken?

„Dann kann ich dir nur unsere Cupcakes empfehlen. Mit Liebe gebacken." Ich lächelte ihn ebenfalls kokett an. Wann hatte man schon mal die Möglichkeit mit so einem Typen zu flirten?

„Gerne, Madison." , erwiderte er mit einem Blick auf mein Namensschild. „Pack mir gleich zwei ein." , rief er mir noch zu.

Also schmiss ich unsere besten in eine Tüte und ging dann wieder zurück zu dem Kunden.

„Darf es noch etwas sein?" , erkundigte ich mich routinemäßig, aber nicht ohne ein breites Lächeln.

„Zwei Kaffees zum Mitnehmen, bitte."

Ich nickte und machte mich an der Maschine zu schaffen, ehe ich den zuvor fertig gemachten Espresso nahm und ihn einer schwarzhaarigen Frau brachte, die am Fenster saß und in der Zeitung blätterte. Am Wochenende war im Geschäft immer am meisten los. Also sah ich gar nicht mehr auf, wenn sich die Tür immer wieder öffnete oder schloss.

Dennoch, obwohl es so voll war, entging mir nicht, wie der Blick des jungen Mannes mir durch den Raum folgte. Irgendwie fühlte ich mich geschmeichelt. Gleichzeitig war es aber auch unangenehm.

„Bitte, deine Kaffees. Das macht dann 9$ , bitte."

Langsam legte er mir das Geld auf die Handfläche, während ich die Kasse versuchte zu bedienen. Ich kam mit ihr immer noch nicht so wirklich klar. Im Prinzip tat sie das, was sie wollte und nicht das, was ich von ihr wollte. Es war zum verrückt werden!

„Was brauchst du denn solange, Tyler?" , hörte ich, wie sich jemand genervt beschwerte. Also sah ich auf und blickte geradewegs in zwei strahlend grüne Augen. Großer Gott! Das durfte einfach nicht wahr sein.

Reece Blick glitt langsam an meinem Körper hinab und dann wieder hinauf zu meinem Gesicht.

„Madison war so freundlich mich persönlich zu beraten!" , informierte Tyler- jetzt wusste ich auch endlich seinen Namen- ihn. Dabei lächelte er mich nochmals ziemlich charmant an. Ich starrte nur perplex zurück.

„Hier..." Ich räusperte mich. „Dein Wechselgeld." Ich drückte ihm das restliche Geld in die Hand, ehe ich mich wieder der Maschine widmete, sodass ich den beiden den Rücken zu kehren musste.

„Bis zum nächsten Mal, Madison." , verabschiedete sich Tyler von mir und ich drehte mich noch ein letztes Mal um. Lächelnd winkte ich ihm zu.

„Nettes Outfit, Mad." , hörte ich Reece noch kommentieren, ehe er mir zuzwinkerte und sich dann zusammen mit seinem Kumpel auf den Weg nach draußen machte. Pff, er sah auch nicht besser aus. Okay, das war gelogen.

Mein Outfit war alles andere als nett. Es war unbequem.

„War das gerade eben Reece?" Meine Mom stand auf einmal neben mir und kreischte mir begeistert, wie so ein kleines Fangirl, ins Ohr.

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