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~Torture & a favour~

„Spring rein, Maddie!"

Ich zuckte erschrocken zusammen und drehte mich nach der Stimme um. Als ich nach rechts sah, erkannte ich Ronnie in einem schwarzen Audi sitzen. Sie winkte mir zu. Offenbar sollte ich einsteigen.

„Danke, aber ich bin mit dem Fahrrad da." , erwiderte ich freundlich lächelnd. „Sonst wäre ich wirklich gerne mitgefahren." , hing ich noch hintendran, als ich sah, wie Ronnie enttäuscht das Gesicht verzog. Wärst du nicht , entgegnete mein Unterbewusstsein besserwisserisch. Allerdings musste sie das ja nicht wissen.

„Dann nehme ich an, dass wir uns morgen sehen?" , erwiderte Ronnie hoffnungsvoll. Ich hatte keine Ahnung, warum sie ausgerechnet mit mir etwas zu tun haben wollte. Aber vielleicht hatte ich sie ja mit meinem umwerfenden Charakter umgehauen. Okay, das war sehr unwahrscheinlich.

„Klar!" , rief ich ihr noch zu, ehe sie von dem Schulparkplatz brauste und ich mich daran machte mein Fahrradschloss aufzuschließen.

Einige mögen meinen, dass ich meine Mutter angefleht hätte mir ein Auto zu kaufen, aber ich hatte sie noch nie damit belästigt. Ich hasste Autofahren. Deswegen mied ich auch jede Gelegenheit damit zu fahren. Während andere Kinder ihre Eltern anbettelten sie mit dem Auto zu ihren Freunden zu fahren, damit sie nicht laufen oder Fahrradfahren mussten, tat ich das liebend gern.

Außerdem war es in Harmony angenehm zu fahren. Es war kein großer Verkehr, ich konnte an einem Bach entlang fahren und von dem Schultag den Kopf frei bekommen. Außerdem tat ich gleichzeitig auch noch etwas für meine Gesundheit. Es hatte also alles nur Vorteile. Wenn man mal davon absah, dass ich mir im Winter die Füße und Hände abfrieren werde. Aber bis jetzt war es noch angenehm warm.

„Ich bin wieder zu Hause!" , rief ich, als ich die Haustüre zu unserer Wohnung aufschloss. „Jemand da?" , hing ich noch hintendran, als mir keiner antwortete.

„Hey!" , begrüßte mich meine kleine Schwester, Jo, die gerade aus ihrem Zimmer herauskam.

„Wo ist Mom?" , fragte ich sie.

„Wie immer im Geschäft." , antwortete Phine mit knapp, ehe sie sich einen Apfel aus der Küche nahm und wieder in ihrem Zimmer verschwand. Wie ich meine kleine Schwester und ihre Aufgeschlossenheit doch liebte!

Ich nahm mir auch erstmal einen kleinen Snack und machte mich dann daran meine Hausaufgaben zu erledigen, wobei ich die von Mr. Moretti aufschob. Schließlich hatte ich aber sogar Mathe erledigt und kam nicht dran vorbei.

Etwas zögerlich griff ich in die unterste Schublade meines Schreibtisches und holte 'Die, die gegangen sind' oder im Originaltitel auch 'Those who left' genannt, heraus.

Für ein paar Minuten starrte ich einfach nur auf das blaue Cover mit der geschwungenen Schrift. Dann löste ich mich aus meiner Starre und schlug die erste Seite auf.

<< Das erste Mal, als ich hörte, dass sie eine Mörderin sein sollte, verlor ich die Kontrolle. >>

Abrupt schlug ich nach dem ersten Satz das Buch wieder zu. Das konnte ich einfach nicht lesen. Das durfte er nicht von mir verlangen.

Mit zittrigen Händen drehte ich das Buch um und las die Rückseite.

<< Ein Buch, was berührt und zum Nachdenken anregt>> , New York Times.

<< Ich habe seit langem kein Buch gelesen, was mich so zum Weinen gebracht hat. >> , John Green.

<< Ein Meisterwerk.>> , Jolie.

Those who leftLies diese Geschichte KOSTENLOS!