>Chapter 51<

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>Montag

Verschlafen drehte ich mich, doch stellte plötzlich fest, dass ich nicht Zuhause, beziehungsweise bei Ari war. Als ich meine Augen öffnete und mich umsah, erkannte ich Casper sein Zimmer. Gerade kamen die Erinnerungen an den vergangen Tag beziehungsweise Abend wieder und ich errötete bei dem Gedanken was wir getrieben hatten. Das Wort traf es auf den Punkt.

Ich hatte tatsächlich mit ihm geschlafen. Meine Unschuld an ihr verloren. Er war der Erste der so intim mit mir werden durfte.

Aber als ich so darüber nachdachte, was geschehen war, bemerkte ich, dass ich es nicht bereute. Genauso wenig wie gestern als wir es getan haben. Ich liebte Casper, wirklich. Und ich wollte den Sex genauso wie er es wollte.

Ich hoffte nur das nun alles wieder halbwegs gut wäre zwischen uns.

Als ich mich schließlich umsah, stellte ich verwirrt fest, das ich alleine im Bett lag. Kein Casper zu sehen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, das es kurz nach neun war. Shit! Es durchzuckte mich wie ein Blitz, heute würd würde ich meinen Vater treffen!

Schnell stand ich auf und lief die Treppe hinunter. Alles war Still bis ich Worte aus der Küche hörte. Es war Cas' Stimme. Vielleicht telefonierte er.

,,Hey Cas, ehm ich-" meine Stimme brach ab als ich in der Küche nicht nur Casper antraf, sondern auch Judith und Tomas.

,,Morgen Liebling", grinste sie mich an. ,,Uhm M-Morgen", ich versuchte das Stottern zu unterbrechen und mir nicht anmerken zu lassen wie peinlich das gerade war.

Plötzlich fiel mir auch noch ein, das ich nur sein Shirt anhatte und meinen unteren Teil der Unterwäsche.

,,Ich bin oben", sagte ich in windes Eile und verschwand so schnell es ging aus der Situation.

Nachdem ich in sein Zimmer gelaufen war blieb ich stehen und atmete kurz durch, als ich Schritte hörte. ,,Dir auch einen guten Morgen", als ich mich umdrehte grinste er mich bloß an.

,,Was grinst du so?", fragte ich zickig und nahm meine Klamotten, die aus dem Bad irgendwie her gekommen waren  Wahrscheinlich hatte Cas sie her gebracht. ,,Gut siehst du aus." ,,Witzig", ich rollte mit meinen Augen und sah ihn dann neutral an. ,,Wieso hast du mich nicht vorgewahnt das Judith und Tomas da sind?", warf ich ihm vor.

,,Sorry, ich wusste selbst nicht das sie heute früh da sind. Meine Mutter sollte eigentlich erst heute Abend wieder kommen, ich war selbst überrascht", entschuldigend hob er die Hände wärend ich mich anzog.

,,Willst du schon weg?", fragte er verwirrt. ,,Ich hab ganz vergessen das ich heute...", ich wurde leiser, ,,Meinen Vater treffe." Er sah mich überrascht an und fragte dann ob ich das wirklich wollte. ,,Klar möchte ich ihn kennen lernen, er ist mein Vater. Aber das ist alles nicht so leicht und komisch wird es sicher auch... Ein wildfremden Menschen treffen und wissen das er eigentlich ein naher Verwandter ist", murmelte ich.

Casper kam plötzlich zu mir rüber und umarmte mich. Ich war erst kurz überrascht aber umarmte ihn dann ebenfalls.

Als ich mich von ihm lösen wollte, beugte er sich zu mir herunter und küsste meine Lippen.

,,Wenn etwas ist, ruf mich an dann hol ich dich, ok?" Ich nickte und lächelte wegen seiner Fürsorge. Seltsam wie normal gerade alles wieder war.

Und genau deshalb sollte ich mich nicht daran gewöhnen das alles Friede, Freunde, Eierkuchen ist.

*

Casper hatte darauf bestanden mich nach Hause zu bringen was er dann natürlich auch tat. Ich versprach ihm, mich gleich nach dem Treffen zu melden. Schon süß wie er sich wieder um mich sorgte und kümmerte. So süß wie schon immer, so, wie als ich Gefühle für ihn entwickelt habe.

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!