~A match~

„Was tust du denn hier?" , erwiderte ich stirnrunzelnd, während ich schon den nächsten Ball irgendwohin schleuderte. „Verfolgst du mich etwa?"

„Ich nehme an dasselbe wie du. Das hier ist ein beliebter Club in Harmony." , erklärte er mir und stellte sich neben mich.

„Du wohnst also hier." , folgerte ich daraus, während ich mich so gut es ging darauf konzentrierte die Bälle nicht zu verpatzen. Aber Reece machte es mir mit seinem seltsamen Blick nicht gerade einfach.

„Allerdings." Er sah mir ein paar Minuten stillschweigend zu, ehe er schließlich meinte: „Lust auf ein Match?"

Nachdenklich drehte ich mich zu ihm um. Reece sah alles andere als unsportlich aus. Also, wie gut standen die Chancen, dass ich gegen ihn gewann? Ohne Zweifel war er stärker als ich, aber nicht unbedingt schneller. Ein Versuch war es wert.

„Na schön." , stimmte ich schließlich zu, woraufhin Reece zufrieden grinste.

„Ich hoffe du bist nicht allzu enttäuscht, wenn ich gewinne, Mad!" , rief er mir lachend von der anderen Seite aus zu.

Wer zuletzt lacht, lacht am besten!

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„Ich fass es nicht, dass ich mich von dir habe schlagen lassen!" , stöhnte Reece frustriert auf, als er schließlich schwer atmend bei mir angelangt war. Es war aber auch ziemlich knapp gewesen. Dennoch konnte ich nicht anders, als freudestrahlend einen Tanz zu vollführen, als Reece den entscheidenden Ball nicht bekommen hatte. Er hatte mir amüsiert, aber auch frustriert dabei zu gesehen.

Dieses Match und mein darauffolgender Siegestanz hatten mich aber dermaßen ausgepowert, dass ich nun keuchend nach Luft rang. Trotz dieser Tatsache musste ich mir eingestehen, dass das womöglich das tollste war, was ich bis jetzt in den USA erlebt hatte. Und das dank eines Idioten namens Reece.

Dieser sah mir grinsend dabei zu, wie ich atemlos an der Wand lehnte und versuchte meinen Puls wieder unter Kontrolle zu bringen. Ich konnte nicht anders, als selber vor mich hin zu schmunzeln.

„Hier!" , rief er und schmiss mir eine gekühlte Wasserflasche zu, die ich dankbar fing. Ohne groß darüber nachzudenken begann ich gierig davon zu trinken und kühlte meine erhitzten Wangen damit.

„Hast du dich etwas zu sehr verausgabt?" , versuchte Reece mich zu provozieren.

Ich streckte ihm nur beleidigt die Zunge heraus. Zwar hatte er sich schon längst wieder erholt, aber ich hatte ihn immerhin besiegt. Das kratzte sicher nur an seinem Ego. Ich musste allerdings zugeben, dass die heiße Mittagssonne es nicht gerade besser machte. Ich wollte vor ihm keine Schwäche zeigen, deshalb trat ich mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch ein paar Schritte auf ihn zu und meinte dann:

„In deinen Träumen! Du kannst es nur nicht ertragen, dass ich dich besiegt habe."

„Reines Anfängerglück." Reece grinste mich selbstsicher an, ehe ein komischer Ausdruck auf sein Gesicht trat. „Ist wirklich alles okay? Du siehst alles andere als gesund aus." Ich wollte energisch nicken, doch irgendwie gelang es mir nicht wirklich. Meine Ohren begannen zu sausen und irgendwie wurden meine Knie ganz weich. Ich konnte nicht einmal etwas erwidern, da bildeten sich schon schwarze Punkte vor meinem Gesichtsfeld.

Das letzte was ich noch dachte war: Großer Gott, bitte nicht vor ihm!

Doch es war zu spät. Meine Knie gaben nach.

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