~Forced~

„Madison, du kommst jetzt bitte mit! Ich sehe es nicht ein, dass sich meine sechzehnjährige Tochter so von allen anderen abschottet. Seit 5 Tagen hockst du jetzt schon in diesem Zimmer, während deine Schwester schon längst in Philadelphia war und die Gegend erkundet hat."

Meine Mutter stand im Türrahmen und sah verzweifelt zu mir herüber. Dann fiel ihr Blick auf die Kartons, die im Zimmer standen. Ich hatte noch nichts ausgepackt. Außer das nötigste, wie meine Bücher zum Beispiel. Sie lagen gestapelt auf dem Boden und ich war stolz auf mich innerhalb von fünf Tagen sechs von ihnen gelesen zu haben. Das war ja auch nicht schwer, denn wie meine Mutter schon sagte, hatte ich mein Zimmer nur zum Essen und um ins Bad zu gehen verlassen.

„Mom, bitte, ich möchte nicht mit in die Bank!" , protestierte ich genervt. Ich wollte einfach nur in meinem Bett liegen und weiter lesen.

„Ich will keine Wiederrede hören!" Mit ein paar Schritten war sie bei mir und riss mir mein Buch aus der Hand.

„Mom!" , rief ich aufgebracht und stand wütend auf, um es mir wiederzuholen. Es war gerade so spannend, schließlich ging es um Jem und Will aus die Chroniken der Schattenjäger.

„Bitte, gib mir mein Buch wieder." , versuchte ich es auf die nette Art.

Aber Pustekuchen. „Du bekommst es wieder, wenn du dich etwas schicker angezogen hast, mit mir in die Bank fährst und dein Zimmer wenigsten etwas eingerichtet hast." Der Blick meiner Mutter war fest entschlossen und ich wusste, dass ich keine Chance dagegen hatte.

Murrend schleppte ich mich zu einem meiner Kartons. „Ich warte auf dich, Spätzchen!", meinte meine Mutter zufrieden, bevor sie aus meinem Zimmer ging und die Tür hinter sich schloss.

Seufzend zog ich mir mein altes Twilight-Team-Edward-Shirt aus und warf es in die Wäsche. Meine Jogginghose folgte.

Dann kramte ich etwas im Karton herum und fand ein schlichtes weißes T-Shirt, einen schwarzen Blazer und einen weinroten Rock. Schnell griff ich mir noch meine weißen Converse und eine Lederjacke, die ich zu gut wie jedem Outfit trug.

Die Mühe mich noch zu schminken, machte ich mir nicht. Ist ja nicht so, dass ich jemandem gefallen wollte.

Also trat ich aus meinem Zimmer und ging ins Wohnzimmer, wo meine Schwester Jo und meine Mutter schon warteten.

„WOW! Du lebst noch!" , grinste meine Schwester und machte sich schon auf den Weg zur Tür raus.

Ich verdrehte nur die Augen und folgte ihnen.

Der Weg nach Philadelphia dauert ungefähr eine halbe Stunde. Mit Parkplatz suchen. Schließlich standen wir drei vor einer riesigen Bank, die mich an zu Hause erinnerte. Sofort trübte sich meine Stimmung. Nichts konnte man mit England vergleichen. Weder die Gebäude, noch die Menschen. Ich vermisste nicht die Leute, die ich dort zurückgelassen hatte, aber ich vermisste alles Englische. Die Kultur, den Akzent, den Lifestyle.

Seufzend folgte ich meiner Mutter in das Gebäude. Drinnen versuchten wir uns erstmal zu orientieren. „Wie es aussieht müssen wir in den zehnten Stock." , murmelte Mom vor sich hin, bevor sie uns zu den Aufzügen zog.

„Was machen wir jetzt genau?" , fragte meine Schwester.

„Wir haben einen Termin bei Mr. Winchester wegen den ganzen Formalitäten hier." , erklärte meine Mutter kurz.

Große Klasse, das konnte ja langweilig werden. Als der Aufzug schließlich hielt, befanden wir uns in einem großen Raum voller Büros. Ich hörte nur Telefone klingeln und sah Leute hektisch an uns vorbei rauschen. Der Trubel erinnerte mich an zu Hause. Sofort fühlte ich mich um einiges wohler.

Meine Mutter lief zielstrebig auf die Büros zu und wir verloren sie fast in der Menge. Zum Glück war sie nicht gerade klein.

„Du genießt das richtig hier. Hab ich recht?" , fragte meine Schwester lächelnd.

„Du etwa nicht? Ich glaube ich bin ab jetzt öfter in Philadelphia." , entgegnete ich schmunzelnd.

„Du musst mit mir hinfahren. Mom lässt mich nicht alleine und ich habe einen riesigen Büchershop entdeckt! Das wird so klasse, Mads!"

Ich warf meiner Schwester einen kurzen Blick zu, leider nicht kurz genug, denn auf einmal schwang in einem der Büros eine Tür auf und keine Sekunde später, prallte ich gegen jemanden wobei etwas Warmes, fast schon Heißes auf meinem T-Shirt landete.

„Scheiße!" , hörte ich jemanden fluchen und blickte nach oben.

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Ich hoffe sehr, dass ihr das erste Kapitel mochtet.

Oben seht ihr, wie ich mir Maddie vorstelle. Wenn ihr ein paar Vorschläge für Reece habt, würde ich mich sehr darüber freuen. Wie er aussieht erfahrt ihr im nächsten Kapitel:)

Lasst mir gerne eure Meinung zu diesem da. Kritik ist auch immer erwünscht.

Bis dann,

Eure Liz <3


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