15 || 3/4 Special

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[Das letzte Kapitel kommt später. Das ist das anstrengendste der Welt. Es raubt mir meine Kräfte]

Nach ein paar Minuten in denen ich Felix wieder beruhigt hatte, zitterte er zwar immer noch, aber erzählte weiter.

»Flashback« [Felix Sicht]

Mein Vater hatte mich bemerkt, wie ich zitternd im Türrahmen stand und alles beobachtete. Wie er auf meine Mutter einschlug. Sie anschrei. Er ging mit schnellen Schritten auf mich zu. Ich sah ihn ängstlich an, wusste nicht was er vor hatte.
,, Pa-papa.. Was ist-"
Weiter kam ich nicht, denn schon traf seine rechte Hand auf meine Wange. Er hatte mich vorher nie geschlagen. Zitternd und mit Tränen in den Augen, völlig verwirrt fasste ich mir an die schmerzende Stelle, zog aber meine Finger augenblicklich zurück, als ich spürte wie es brannte.
,,Du bist eine Enttäuschung! Wenn du nicht wärst, hätte deine Schlampe von Mutter mich niemals betrogen!"
Ich wollte etwas erwidern, wusste nur nicht was. Doch selbst wenn ich es gewusst hätte, hätte ich es nicht aussprechen können, da mein Dad mich auch sogleich an den Haaren packte und zu Boden zerrte. Er trat auf mich ein, bis ich mich irgendwann in der Ecke des Flurs wieder fand. Er schlug ohne Erbarmen weiter auf mich ein, bis ich anfing Blut zu husten. Doch selbst das schreckte ihn nicht ab, nein, spornte ihn nur noch mehr an. Er schlug mir mit seiner Faust auf die Nase, die ein so widerliches, knackendes Geräusch von sich gab. Sie war gebrochen.
Ich schloss meine Augen und wünschte mir einfach nur tot zu sein, um diese Schmerzen nicht länger ertragen zu müssen. Doch die Qualen fanden einfach kein Ende. Sie waren schier endlos. Er machte weiter, bis ich schließlich ohnmächtig vor Schmerz und Blutverlust wurde.

»Flashback Ende« [Sebastian's Sicht]

Ich stockte. Mein Mund war wie ausgetrocknet. Ich konnte nicht glauben, was mir Felix da gerade gesagt hatte. Ich spürte so eine Wut in mir. So einen Hass auf diese Missgeburt von Vater. Er hatte meinen Felix geschlagen. Ihn getreten. Sein eigen Fleisch und Blut. Niedergemacht. Felix unsicherer Blick lag auf mir, doch ich schüttelte nur meinen Kopf. Seine Hände legte er an meine Brust und kuschelte sich eng an mich. Lächelnd zog ich Felix noch näher und legte meinen Kopf auf Felix'. Ohne zu zittern, redete er weiter.

»Flashback« [Felix Sicht]

Mit müden Knochen wachte ich auf und blickte mich verwirrt um. Mein Kopf tat höllisch weh und mein Körper zitterte immer noch. Wieder lag ich in dieser einen Ecke des Flurs. Ganz wenig Licht fiel durch das kleine eckige Fenster, welches sich am Ende des langen Ganges befand. Mit einer Hand fuhr ich mir über's Gesicht und bereute es sofort, als ich meine schmerzende Nase berührte. Leise fluchend blickte ich um mich und versuchte irgendetwas zu erkennen, was mir eventuell weiterhelfen könnte, mich zu orientieren. Zischend rappelte ich mich auf und humpelte aus der Wohnung Richtung Rhein. Es war eine angenehm warme Sommernacht und dementsprechend machte es mir nichts aus, barfuß und ohne Jacke aus dem Haus zu gehen. Mein Vater war schon längst wieder abgehauen um sich weiter zu betrinken. Insgeheim hoffte er immer, auch wenn er es nicht zugeben wollte, dass er an einer Alkoholvergiftung in einer dunklen Gasse verreckt. Das mit meinem Erzeuger ging schon eine Weile so, dass mich besagter verprügelte, wenn ich Heim kam und er betrunken war. Mittlerweile war ich es gewohnt. Es war nichts neues für mich, beschimpft und getreten zu werden. Es gehörte eigentlich schon zu meinem Alltag.

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"Weg?" "Ja, scheiß auf die!"Lies diese Geschichte KOSTENLOS!