Stern des Meeres

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Auf hoher See
steh'n wir alleine da,
das schien einmal wunderbar,
doch nun tut es uns weh.

Der Ozean
will uns verlocken,
und bleiben wir trocken,
treibt uns der Dunst in den Wahn.

Wir gieren,
wir schreien und beißen,
weil die Wellen uns auseinanderreißen,
bis wir uns verlieren.

In der Nacht
erhebt sich am Horizont
eine dunkle, bedrohliche Front,
die über uns wacht.

Wir verschwinden.
So lauten die Regeln an Bord.
Wir sind für immer fort.
So sehr wir uns auch winden.

Doch halt!
Dort, am Firmament!
Seht ihr, wie es brennt?
Unser Jubelruf erschallt.

Kurs setzen!
Wir sind gerettet!
Ein Licht, der Maat hat dagegen gewettet!
Wir befrei'n uns aus den nebligen Netzen!

So lange,
endlich seh'n wir wieder klar!
Das ist wirklich wunderbar!
Uns ist nicht mehr bange.

Danke dir,
Stern des Meeres, du wirst dafür geliebt,
dass es etwas wie dich noch gibt!
Dafür danken wir.

LenAlHa

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