12.

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Sie setze sich einfach neben mich, als wäre es selbstverständlich.
Vorsichtig fing sie an. "Ich weiß, es war unfair. Ich weiß auch,dass es schwer für dich ist, wenn ich so zu dir bin, wie in den letzten Wochen."
Ich sah sie nicht an. Ich wollte nicht,dass sie sieht, wie fertig ich war.
"Und glaub mir, für mich ist es auch nicht einfach" Ich hörte wie sie weinte. Sie schluchzte, also sah ich sie an.
"Liz... Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll. Unsere Situation, setzt mir so zu, dass ich nicht mehr kann. Ich muss nur noch an dich denken und an... An uns."
"ich doch auch.. Doch ich dachte wenn ich dich ignoriere wäre es einfacher für uns beide. Aber das ist es definitiv nicht. Ich vermisse dich. Aber ich weiß nicht ob du es auch noch so fühlst... Ob es für dich noch das ist, was es war, als wir das hier alles noch nicht wussten. "
Ich fasste es nicht, dass SIE an MEINE Gefühlen zweifelte. Ich war doch derjenige, der zweifeln musste, weil sie sich von mir abgewandt hatte.
" Ob ich es noch so fühle? Meinst du das Ernst? Liz, ich fühle es noch so. Und wie ich es fühle. Jeden Morgen bin ich versucht, ins Gästezimmer zu kommen und dich in den Arm zu nehmen, doch ich muss weiter gehen, weil es verboten wäre.
Jedes mal wenn ich dich sehe, will ich dich küssen, doch ich mache es nicht, weil es verboten wäre.
Ich kann dir eins sagen : ich liebe dich. Und ich werde mich niemals damit zufrieden geben, dass das alles verboten ist. Lieber sterbe ich im Kampf, als kampflos aufzugeben. Ich werde es nicht akzeptieren."
Als ich zu Ende gesprochen hatte, nahm sie mein Gesicht mit beiden Händen und küsste mich. Sie küsste mich so, wie sie es damals auf dem Dach getan hatte. So, wie ich es liebte.
Ich liebe es wie sie mich küsste und ich liebte sie. Das war mir in diesem Moment klar geworden.

Plötzlich hörte Liz auf und ich dachte, es würde sich jetzt wieder alles wiederholen und sie würde mich wieder stehen lassen und für Wochen ignorieren, doch sie blickte mir tief in die Augen. "Ich werde es auch nicht akzeptieren." Mit diesen Worten stand sie auf und ging. Sie ließ mich nicht stehen, sie ließ mich meinen Gedanken überlassen.
Ich sah ihr nach, wie sie durch die Haustüre verschwand. Die Haustüre, wo sie auch reinkam, als uns alles kaputt gemacht wurde.
Mein Blick schliff über das Haus. Plötzlich sah ich, dass jemand am Fenster stand. Mom. Sie hatte uns gesehen.

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