2. Teil ‼️
4817 Wörter
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POV Niek
„Können wir los?“ frägt Faister und kommt gerade aus unserem Schlafzimmer. Er streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, setzt im Gehen seine Brille auf. Diese schmale mit dem silbernen Rahmen, die seine Augen noch ein Stück wacher wirken lässt.
Ich sehe ihn an. Er trägt eine dunkle, perfekt sitzende Jeans, leicht hochgekrempelt an den Knöcheln, weil sie sonst zu lang wäre, und ein weißes Polo-Shirt, das ihm irgendwie eleganter steht, als es sollte. An seinem Hals blitzt die silberne Kette hervor, die er manchmal trägt, wenn er weiß, dass es für ihn heute wichtig ist. Und heute ist wichtig, auch wenn er es noch nicht weiß. Auch wenn er einen anderen Grund im Kopf hat, als ich.
Er hat seinen Bart abrasiert. Das macht sein Gesicht weicher, jünger, aber nicht weniger schön. Eher im Gegenteil. Ich muss lächeln. Wie absurd es ist, dass dieser Mensch, der gerade versucht, seine Schuhe halb im Gehen anzuziehen, wirklich meiner ist.
„Du siehst verdammt gut aus“, sage ich ehrlich.
Er grinst und schüttelt leicht den Kopf. „Das sagst gerade du“, murmelt er, so wie er das immer tut, wenn er ein Kompliment nicht so ganz zulassen will. Ich gehe zu ihm, langsam, fast wie automatisch, und greife nach seinem Kragen. Ziehe ihn leicht herunter, nur um die Kette besser zu sehen- aber in Wahrheit, um einfach näher bei ihm zu sein, weil ich sie schon kenne.
„Wenn ich es nicht längst schon wäre, hätte ich mich spätestens jetzt verliebt“, flüstere ich. Ich sehe, wie seine Lippen sich leicht verziehen, seine Wangen eine zarte Röte annehmen. Er kann sowas nie ganz verstecken. Ich küsse ihn, nur kurz, sanft.
„Wir können los“, sage ich dann.
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Draußen ist es schon dämmrig, ein kühler Abend im Spätherbst, mit dieser Art von Luft, die leicht nach kaltem Asphalt riecht. Wir laufen zum Auto, ich will gerade den Schlüssel fester nehmen, um es auf zusperren, als Faister ihn mir mit einem Grinsen aus der Hand zieht.
„Ich fahre“, sagt er selbstsicher und steigt ein.
Ich lasse ihn. Vielleicht ist es sogar besser so, dann kann ich in Ruhe nachdenken, während wir fahren.
Im Auto herrscht dieser vertraute Vibe zwischen uns, leise, gemütlich, vertraut. Die Playlist vom Addison Rae Konzert läuft. Wir haben sie in den letzten Wochen rauf und runter gehört, aber heute fühlt es sich anders an. Heute ist der Abend.
Die Lichter der Stadt spiegeln sich auf der Windschutzscheibe, während wir durch die Straßen gleiten. Faister summt mit, ohne groß darüber nachzudenken, wie er das immer macht, wenn er entspannt ist. Seine Finger trommeln leicht auf dem Lenkrad im Takt.
Ich nutze den Moment. Greife zum Handy, öffne meinen Chat mit Paul.
Sind jetzt weg, kommen gegen 23 nach hause, tippe ich.
Die Antwort kommt fast sofort:
verstanden chef
Ich lehne mich zurück, ein leises Grinsen auf den Lippen.
Es ist alles vorbereitet. Und diesmal ist es echt.
Wir stellen das Auto auf dem Rewe-Parkplatz ab, weil in der Nähe natürlich alles schon voll ist. Es sind noch etwa zwanzig Minuten Fußweg bis zur Halle, aber das stört uns nicht. Es ist kühl, aber angenehm. Faister hat seine Hände wie ich in die Taschen gesteckt und läuft dicht neben mir. Unsere Arme sind trotzdem verschränkt.
„Weißt du noch, wie aufgeregt wir damals waren?“ frage ich und stoße ihn leicht mit der Schulter an.
Er lacht leise. „Ich dachte damals echt, Addison Rae sieht mich in der Menge und verliebt sich in mich.“
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GHG Oneshots ‼️
Fanfictionhuhu schatzis Ich denke mal selbsterklärend gönnt euch 🤗 (bitte lest nur die Faistbeats oneshots die anderen sind lowkey peinlich stop)
