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POV Faister
Ich ziehe die letzte Kiste zu mir, um sie hochzuheben und endlich aus dem Kofferraum zu kriegen. „Kannst du den Kofferraum zumachen, Schatz?“, sage ich und werfe Niek einen Blick zu. Er hat gerade auch einen Karton vom hinteren Sitz gehoben und stellt ihn vorsichtig auf dem Boden ab.
Er nickt, drückt die Autotür mit dem Knie zu und kommt zu mir. „Klar, Schatz.“
Er grinst dabei, ich weiß sofort, dass es nur wegen dem Schatz ist. Ich verdrehe leicht die Augen, aber innerlich fühlt es sich jedes Mal wieder wie das erste Mal an, ein kurzer Stromschlag. Warm.
Er hebt den Arm und drückt den Kofferraumdeckel nach unten, bis er satt einrastet. „Das war alles“, murmelt er leise.
Ich seufze erleichtert. Das war ein verdammtes Workout, Gym kann ich für heute echt streichen.
„Schlüssel ist in meiner Hosentasche“, sage ich, drehe mich leicht zur Seite, damit er besser drankommt.
Er tritt näher, streckt die Hand aus und fischt den Schlüssel aus der Tasche. Seine Finger streifen dabei absichtlich über meine Hüfte. Ich sag nichts. Warum auch.
Mit einem zufriedenen Klacken schließt das Auto ab und er hebt dann den letzten Karton auf. Der allerletzte. Zwei volle Tage hat es gedauert, bis alles hier war. Kisten, Möbel, Kram, Chaos. Aber es hätte sich nicht mehr lohnen können.
Ich gehe vor, höre seine Schritte hinter mir. Vor uns steht die offene Eingangstür des Mehrfamilienhauses. Noch ist das Klingelschild leer, aber bald, morgen sogar, wird es unsere Namen tragen.
Der Fahrstuhl ist actually noch offen, als ich in den Hausflur komme. Ich gehe rein und drücke mit dem Ellenbogen etwas umständlich den Knopf mit der goldenen 3. Er kommt neben mich, lehnt sich an die Rückwand, den Kopf leicht in den Nacken geworfen. Seine Cap, die er wie immer falschrum trägt, rutscht dabei an der Wand ein Stück nach unten, wodurch vorne ein paar seiner Locken hervorspringen.
„Müde?“, frage ich und kann mir das Lächeln nicht verkneifen, als er nur langsam nickt. Die Cap rutscht dadurch noch weiter hinter, hängt halb schief auf seinem Kopf. Ich kichere leise.
Der Fahrstuhl ruckelt kaum merklich, dann Stillstand. Die Türen öffnen sich mit einem leisen Surren.
Und direkt vor uns öffnet sich unsere Wohnung. Kein Flur, kein Übergang, einfach Tür auf, zuhause.
Die Tür steht schon einen Spalt offen, weil wir sie beim letzten Karton nicht zugemacht hatten.
Wir treten ein. Ich stelle meine Kiste zu den anderen, irgendwo zwischen dem halb aufgebauten Regal und dem Karton mit unserem Fehrsehr drinnen. Niek dreht sich um und schiebt die Wohnungstür mit dem Fuß zu. Das leise Klack hallt kurz in der fast leeren Wohnung, alles fühlt sich so neu und steril an.
Er stellt seine Kiste ab, streckt die Arme für eine Umarmung aus. „Endlich geschafft“, murmelt er und wirkt gleichzeitig erleichtert und müde. Ich lache wieder leise, weil seine Cap gefährlich wackelt.
„Mhm, endlich“, stimme ich zu, komme in seine Arme und greife ihm die Cap vom Kopf. Seine Haare sind zerdrückt, weich, und ich lasse meine Finger kurz durch sie gleiten. Seine Hände legen sich fest um meine Hüfte, ziehen mich näher.
Ich lege meine Arme auf seine Schultern, halte die Cap locker in der linken Hand. Seine Stirn streift meine, dann küsst er mich langsam, weich, tief.
Es ist kein eiliges, ungeduldiges Küssen. Es ist so, als würde alles, was sich die letzten 48 Stunden aufgestaut hat- Stress, Hektik, Erschöpfung- genau hier und jetzt verschwinden.
Der Kuss ist ruhig, aber mit dieser leisen Intensität, die mich sofort weicher werden lässt. Mein Brustkorb hebt sich tiefer als gerade eben noch. Ich spüre sein Gewicht, seine Nähe, seine Wärme.
Und für einen Moment ist alles in mir ganz still.
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GHG Oneshots ‼️
Fanfictionhuhu schatzis Ich denke mal selbsterklärend gönnt euch 🤗 (bitte lest nur die Faistbeats oneshots die anderen sind lowkey peinlich stop)
