7MinutesinHeaven - Faistbeats

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vor paar Wochen haben die das game "Demonologist" gezockt (schaut das Video ist auf jeden Fall banger) und in diesem os sind die sozusagen im game drinne

4561 Wörter
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POV Niek

In Gedanken tippe ich zweimal auf den Bildschirm meines Handys, 23:16 Uhr. Und wir haben nichts Besseres zu tun, als in ein altes Krankenhaus zu gehen? Toll. Faister steht neben mir vor unserer Ausrüstung und greift nach einer Taschenlampe, während Kroko eines der EMF-Geräte anschaltet und prüft, ob es piept. Ich drehe mich zu ihnen und spiele nervös mit meiner eigenen Lampe. So oft wir das schon gemacht haben, ich hab trotzdem jedes Mal ein mulmiges Gefühl.

„Wissen wir irgendwas?“ frage ich und versuche, möglichst gelassen zu klingen. Spoiler: klappt nicht.

„Nope“, antwortet Kroko, „mir wurde nur noch gesagt, dass es schon seit 13 Jahren leersteht und seit ein paar Wochen undefinierbare Geräusche gemeldet wurden. Bringt uns nur leider nichts.“

Während er das erklärt, schweift mein Blick automatisch rüber zu Faister. Er steckt das Thermometer in seine hintere Hosentasche, zieht sich dann seine Jacke aus und legt sie neben die Ausrüstung. Das Shirt spannt sich leicht über seinen Rücken, als er sich vorbeugt. Ich beiße mir kurz auf die Innenseite meiner Wange.

„Dann lass rein“, murmelt er schließlich und checkt zum letzten Mal die Verbindung unserer Walkie-Talkies.

Wir treten aus unserem aufgeschlagenen Zelt und knipsen fast gleichzeitig die Taschenlampen an. Die kalte Nachtluft hängt schwer über dem Gelände, leichter Nebel ziert die Baumkronen. Es ist angenehm kalt. Vergleichbar mit dem Gefühl, wenn man im Hochsommer in ein akklimatisiertes Gebäude läuft und diese leichte Gänsehaut bekommt. Irgendwo in der Ferne höre ich einen Ast brechen, leises nächtliches Summen unterstreicht die Stille ganz leicht.

„Denkt dran, wie immer: Augen offen halten, und jede kleinste Bewegung sofort sagen.“ Kroko hält dieselbe Ansage wie jedes Mal. Es ist fast schon ein Ritual. Nervig, aber irgendwie beruhigend. „Denkt an das Thermometer und an die Zeichenwand, wir brauchen wirklich alle Hinweise die wir kriegen können.“

„Mhm, wir haben’s schon nicht vergessen, aber danke für die Erinnerung“, murmelt Faister, und ich muss lachen. Mein Lichtkegel zittert kurz über den Boden, flackert an den Bäumen vorbei und tanzt schließlich an der alten Fassade des Krankenhauses entlang. Ein paar Graffitis zeichnen die alten Wände, fast alle sind von Sträuchern überdeckt und die Farbe sieht verblasst aus.

Die großen Eingangstüren sind nicht abgeschlossen, also drücken wir sie einfach auf. Ein lautes, metallisches Quietschen hallt durch den Flur, als wir eintreten. Drinnen ist es weder heller noch wärmer, der abgestandene Geruch von Wasser, Feuchtigkeit und Rost schlägt mir direkt entgegen.

Im Eingangsbereich stehen noch ein paar rostige Klinikbetten, schief, mit schmutzigen Rollen. Die Empfangstheke (zumindest nehme ich an, dass es mal eine war) ist mit einer zerfetzten, grauen Plane bedeckt. Der Boden knirscht unter unseren Schuhen, übersät mit Laub, Schmutz und…

„Ist das Blut?“ frage ich und bleibe abrupt stehen. Auf den hellgrauen Fliesen vor uns schimmert ein dunkler, rostbrauner Fleck.

Sofort richten sich alle drei Taschenlampen darauf. Für einen Moment sagen wir nichts.

„Brutal“, murmelt Kroko schließlich nur und brummt zustimmend.

Damn. Ich mach das hier alles freiwillig. Warum nochmal?

„Neiiin, ich hab Angst.“ Faister schaut mich mit übertrieben großen Augen an, seine Stimme theatralisch hoch, als würde er gleich anfangen zu weinen. Ich höre noch, wie der letzte Ton in meinem Kopf nachhallt, genauso wie sein unterdrücktes Grinsen. Dieses Grinsen auf seinen Lippen. Seine Lippen. Ich muss mich zwingen, nicht länger hinzustarren.

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⏰ Last updated: Nov 06 ⏰

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GHG Oneshots ‼️Where stories live. Discover now