Kapitel 18
Der Abend senkte sich langsam über das GHG-Gebiet. Die Sonne warf ihre letzten goldenen Strahlen auf die hohen Mauern, die das Anwesen schützten, und färbte den Himmel in zarte Orangetöne. Kevin saß auf der Fensterbank seines neuen Zimmers, das Basti ihm vor ein paar Tagen zugewiesen hatte. Es war viel gemütlicher als das kleine karge Zimmer, in dem er zuerst eingesperrt gewesen war. Sogar ein Regal mit Büchern stand an der Wand - größtenteils taktische Anleitungen, aber auch ein paar Romane. Es fühlte sich merkwürdig vertraut an. Fast wie ein Zuhause.
Ein Klopfen an der Tür ließ ihn zusammenzucken. Bevor er etwas sagen konnte, öffnete sich die Tür bereits, und Basti trat ein. Er trug wie immer einen seiner schwarzen Anzüge mit dem dunklen grünen Hemd darunter. Die blassgraue Haut wirkte in dem warmen Licht fast weich, aber seine hellblauen Augen beobachteten Kevin mit der gewohnten Intensität.
„Hey", sagte Basti leise und trat näher. „Ich dachte, wir könnten heute Abend einfach mal... reden. Ohne Training, ohne Regeln."
Kevin lächelte leicht. „Klingt fast so, als wolltest du mir einen ruhigen Abend gönnen. Was kommt als Nächstes? Ein Filmabend?"
Basti lachte leise, setzte sich dann auf den Sessel gegenüber vom Fenster. „Vielleicht. Wenn du nett bist."
Es folgte eine kurze, aber bedeutungsschwere Pause. Kevin beobachtete Basti, wie dieser in Gedanken versank, sich jedoch sichtlich Mühe gab, offen zu wirken. Kein leichtes Unterfangen für den König von GHG.
„Weißt du... ich war mal jemand ganz anderes", begann Basti schließlich, seine Stimme tief und ruhig. „Vor GHG. Vor Jules. Ich war... weicher. Naiver vielleicht. Ich dachte, Loyalität wäre selbstverständlich."
Kevin hörte aufmerksam zu, spürte, wie Basti sich zum ersten Mal wirklich öffnete. Es war nicht die kontrollierte Stärke, die er sonst ausstrahlte. Es war verwundbare Ehrlichkeit.
„Und dann kam Jules", fuhr Basti fort. „Er hat mir gezeigt, dass Liebe eine Schwäche sein kann. Oder zumindest... so hat es sich angefühlt, nachdem er mich beinahe umgebracht hat."
Kevin stand langsam auf und ging zu ihm. „Ich weiß nicht, wie ich dir helfen kann, Basti. Aber ich will es. Ich will dich verstehen."
Basti sah zu ihm auf, seine Augen durchdringend. Dann stand er ebenfalls auf - nun standen sie sich ganz nah gegenüber. Der Größenunterschied war fast lächerlich: Kevin klein, schmal, voller Energie - Basti groß, breit gebaut, ausstrahlend wie eine Naturgewalt. Und doch war da kein Zwang. Nur diese seltsame Spannung, die sich wie Strom zwischen ihnen aufbaute.
„Ich weiß nicht, ob das klug ist, Kevin", sagte Basti rau. „Aber ich kann nicht aufhören, an dich zu denken."
Kevin lächelte zaghaft. „Vielleicht ist klug überbewertet."
In einem plötzlichen, ehrlichen Moment der Klarheit beugte sich Basti leicht vor, hielt jedoch inne, als wolle er Kevin eine Entscheidung lassen. Doch Kevin war es, der sich streckte, die wenigen Zentimeter überbrückte und Bastis Lippen berührte.
Der Kuss war zuerst vorsichtig - zögernd fast. Dann aber wurde er tiefer, drängender. Emotionen entluden sich in diesem einen Moment - Vertrauen, Unsicherheit, Verlangen. Als sie sich schließlich trennten, war Kevin atemlos und Bastis Blick weicher als je zuvor.
„Willst du... heute Nacht bei mir bleiben?", fragte Kevin leise.
Basti sah ihn an, und in seinem Blick lag eine Wärme, die Kevin das Herz schneller schlagen ließ. „Ich gehe nirgendwo hin."
☆☆☆☆☆☆
Ich kann nicht schlafen:(
Ich hoffe es gefällt euch und falls etwas nicht zum Rest der Story passt tut es mir leid und ich werde es ändern. Es ist schwer nach einer langen Pause wieder einzusteigen beim schreiben.
Gute Nacht
☆Eneco☆
Hihi mal sehen wie es weiter geht;^)
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König(hg)
FanfictionEs ist eine Bastighg x Papaplatte Story. Es spielt in einer Parallel Welt in der Bastighg ein Mafia Boss ist und dadurch ein König der unterwelt ist. Also fals das interessant klingt lest gern rein.
