Es war kaum zu übersehen, dass sich etwas verändert hatte.
Seit Kevin in das große Gästehaus des GHG-Gebiets gezogen war, verging kein Tag ohne ein Treffen mit Basti – dem Mann, der ihn anfangs noch in einem Raum eingesperrt hatte, dessen Stimme wie ein Befehl klang, dem alle gehorchten… den sie „König GHG“ nannten.
Doch Kevin war nicht mehr bloß ein Gefangener.
Basti hatte begonnen, ihn zu den Mahlzeiten einzuladen – nicht zu den offiziellen Ratstreffen, aber zu den informellen Tischrunden im Wintergarten oder in der offenen Küche des Nordflügels. Kevin lernte dort nach und nach alle Mitglieder des Rats kennen: Stegi mit seiner roten Mütze und dem nervösen Grinsen, Veni mit seinem fast schon poetischen Tonfall, Fabo mit der tiefen Stimme und dem dunklen Humor. Es war… merkwürdig. Fast wie Familie – nur mit Waffen.
Mit jedem Tag wurde Kevin lockerer, sprach mehr, lachte häufiger – auch wenn er noch nicht vergaß, wo er war. Und obwohl Basti nie direkt lächelte, war sein Blick auf Kevin ruhiger geworden. Weniger kühl. Wachsam, ja. Aber fast schon weich.
Eines Nachmittags, während sie gemeinsam im Garten saßen, fragte Kevin zum ersten Mal direkt:
„Basti… wer warst du eigentlich, bevor du König GHG wurdest?“
Basti antwortete nicht sofort. Er trank aus seinem Glas, blickte auf das Gras, das der Wind sanft bewegte.
„Jemand, der dachte, dass Liebe reicht.“
Kevin blinzelte. „Und jetzt?“
„Jetzt weiß ich es besser.“
Ein Schweigen entstand zwischen ihnen, schwer und dicht. Kevin wollte mehr fragen, doch ein Teil von ihm traute sich nicht. Nicht, weil Basti gefährlich war – sondern weil er Angst hatte vor dem, was er erfahren würde.
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Weit entfernt – in einem Raum voller Bildschirme, Karten und rot leuchtender Punkte – saß Jules.
Seine Augen ruhten auf einem Monitor, auf dem Bastis Anwesen aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen war. In einem Fenster war Kevin zu sehen, wie er mit Basti sprach. In einem anderen, der Garten, aus der Vogelperspektive.
„Es ist soweit“, murmelte Jules und drehte sich zu Leo um, der stumm an der Wand lehnte.
„Du meinst...?“
„Basti beginnt ihm zu vertrauen. Es ist an der Zeit, dass du ihn kontaktierst.“
Leo schluckte. „Und wenn Kevin misstrauisch ist?“
„Dann mach dich verletzlich. Sag ihm, du vermisst ihn. Dass du ihn liebst. Und sag ihm… dass er fragen soll, ob er bei einem Außeneinsatz mitkommen darf.“
„Du willst, dass er selbst darum bittet?“
„Ja. Basti wird nur zustimmen, wenn er glaubt, Kevin vertraut ihm. Das ist der erste Schritt.“
Leo nickte. Sein Blick war starr, leer. Nur wenn es um Jules ging, flackerte in ihm noch etwas auf – eine toxische Hoffnung. Er würde alles tun, um Jules näher zu kommen. Und wenn das bedeutete, Kevin zu belügen… dann war das eben so.
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Am Abend lag Kevin in seinem neuen Zimmer. Nicht mehr eingesperrt. Kein Gitter vor dem Fenster. Die Tür nicht abgeschlossen.
Er hatte sich an das Bett gewöhnt, an die Ruhe, an das Summen der Nachtwächter auf ihren Runden.
Plötzlich vibrierte seine Kette.
Er fuhr hoch, griff danach – und hörte eine leise, verzerrte Stimme.
„Kevin?“
Er erstarrte. „…Leo?“
„Ich bin’s. Leo war nur ein Deckname.“
Kevins Herz klopfte. „Was zur Hölle…?“
„Ich wollte dich nicht belügen. Ich musste. Ich war Teil von etwas Größerem. Und… ich habe dich nicht vergessen.“
Kevin schwieg. Er fühlte sich überrumpelt – verwirrt, wütend, aber auch… neugierig.
„Was willst du?“
„Ich will, dass du rauskommst. Ich weiß, du fühlst dich sicher bei Basti. Aber das ist eine Falle, Kevin. Du darfst ihm nicht vertrauen.“
„Wieso nicht?“
„Weil er nicht der ist, für den er sich ausgibt. Frag ihn, ob du bei einem Außeneinsatz mitkommen darfst. Sag ihm, du willst mehr helfen. Wenn er ja sagt… bin ich da. Ich werde dich rausholen.“
Kevin hielt die Kette in der Hand, als würde sie glühen.
Basti… er war kalt. Hart. Aber er hatte ihn beschützt. Hatte mit ihm gegessen, geredet, ihn behandelt wie ein Mensch – mehr als Leo es je getan hatte.
Warum jetzt? Warum nach all der Zeit?
„Ich liebe dich, Kevin“, sagte die Stimme leise. „Bitte… vertrau mir.“
Kevin schloss die Augen.
Alles in ihm Chaos
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Hey Leute ich bin ziemlich krank geworden:(
Ich glaube ich schaffe es nicht morgen ein Kapitel abzutippen.
Ich hoffe ihr verzeiht mir<3
Lasst gerne Feedback da<3
Okay dann bis morgen oder übermorgen ich probiere schnell wieder gesund zu sein.
☆Eneco☆
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König(hg)
FanfictionEs ist eine Bastighg x Papaplatte Story. Es spielt in einer Parallel Welt in der Bastighg ein Mafia Boss ist und dadurch ein König der unterwelt ist. Also fals das interessant klingt lest gern rein.
