Eine Woche war vergangen.
Jeden Tag hatte Kevin trainiert.
Schweigend. Zähne zusammengebissen. Befehlen gehorcht. Nicht aus Respekt – sondern aus Berechnung.
Er wartete nur auf den richtigen Moment.
Die Gelegenheit, endlich zu fliehen.
Er glaubte, Bastighg habe ihn längst vergessen. Seit dem Tag, an dem Kevin ihn angeschrien und angegriffen hatte, hatte er den Anführer nicht mehr gesehen.
Wahrscheinlich hat er mich abgeschrieben, dachte Kevin. Oder wartet nur noch auf den richtigen Moment, mich zu entsorgen.
Doch Basti hatte ihn keine Sekunde vergessen.
Täglich beobachtete er ihn über die Kameras.
Jede Bewegung, jeder Schlag, jeder Moment des Zögerns war ihm nicht entgangen.
Irgendetwas an diesem Jungen... ließ ihn nicht los.
An einem frühen Morgen, als der Trainingsplatz menschenleer war, sah Kevin seine Chance.
Er streckte sich, tat so, als würde er sich aufwärmen – und dann lief er los.
Seine Füße hämmerten über den Sandboden, der Wind rauschte an ihm vorbei.
Die große Mauer der GHG-Anlage kam näher.
Davor – das Tor.
Verschlossen.
„Verdammt…“ flüsterte Kevin. Er packte das Schloss, rüttelte daran. Es bewegte sich kein Stück.
„Müssteste mal ölen, das Teil“, sagte plötzlich eine Stimme hinter ihm.
Kevin drehte sich erschrocken um.
Stegi stand da. Blonde Haare, grüne Augen, eine knallrote Mütze auf dem Kopf, schräg grinsend wie ein Wahnsinniger.
„War ne nette Show. Aber Fluchten machen wir hier erst ab Level drei.“
Er schnippte zweimal mit den Fingern.
„Komm. Der König will dich sehen.“
Bastis Büro war kühl und still, das Licht von außen gedämpft durch schwere Vorhänge.
Kevin wurde hineingeschoben. Stegi blieb draußen.
Basti stand am Fenster, mit dem Rücken zu ihm.
„Du wolltest fliehen.“
Kevin verschränkte die Arme. „Was soll ich denn sonst machen? Ich bin ein Gefangener hier.“
Langsam drehte sich Basti um.
Kein Ausdruck im Gesicht. Keine Wut. Keine Überraschung. Nur diese undurchdringliche Ruhe, die alles an ihm umgab.
„Ich kümmere mich selbst um ihn“, sagte er knapp – eher zu sich selbst als zu Kevin.
Dann trat er auf ihn zu.
„Komm mit.“
Kevin zögerte, wich aber keinen Schritt zurück. „Fass mich nicht an.“
Basti packte ihn dennoch am Arm und zog ihn aus dem Raum. Wortlos gingen sie durch lange Gänge, bis sie vor einer Tür standen. Kevins Zimmer. Oder besser: seine Zelle.
Basti öffnete die Tür, stieß Kevin hinein.
Kevin jedoch ließ sich nicht einfach einschließen.
„NEIN! Ich bleib hier nicht!“, schrie er und warf sich gegen ihn.
Seine Fäuste flogen – unkontrolliert, panisch, wild.
Doch Basti fing jede Bewegung mühelos ab.
Er packte Kevins Handgelenke, drehte sie herum und drückte ihn mit dem Rücken gegen die Wand.
Kevin schnappte nach Luft, als sein Rücken die kalte Oberfläche berührte.
Bastis Hände hielten seine Arme fest – über seinem Kopf.
Sein Körper war ihm zu nah, viel zu nah.
Kevins Herz raste.
Er starrte Basti an. Zum ersten Mal wirklich.
Seine Haut wirkte blass, fast grau im Halbdunkel.
Doch seine Augen – diese stechend blauen Augen – waren das Einzige, das leuchtete.
Ein Blick, der gleichzeitig gefror und brannte.
Seine dunklen Haare lagen unordentlich auf seiner Stirn.
Er war… schön.
Auf eine gefährliche Art.
Kevin spürte, wie sein Widerstand langsam in Verwirrung umschlug.
Warum fühlte sich das gerade nicht nur wie Angst an?
Basti knurrte tief. „Warum kapierst du’s nicht, Kevin? Ich will dich nicht töten.“
„Aber du würdest“, keuchte Kevin. „Wenn ich nicht spure.“
Stille.
Bastis Griff wurde fester. Dann ließ er ihn langsam los.
„Ich muss. Wenn du mich zwingst.“
Kevin starrte ihn an. „Warum? Warum musst du? Warum… mich?“
Basti wollte antworten. Aber es kam nichts.
Keine Erklärung, kein Befehl, kein Grund.
Nur dieses leere Ziehen in seiner Brust.
Etwas, das er nicht verstand.
Etwas, das sich gefährlich anfühlte.
Er wandte sich wortlos ab, ging zur Tür, verschloss sie von außen.
Kevin sank an der Wand zu Boden, atmete schwer.
Sein Herz schlug noch immer wie wild.
Nicht nur vor Angst.
Da war etwas anderes.
Und in einem dunklen Raum, ganz woanders, hörte Jules jedes Wort mit.
Neben ihm: Leo.
„Er ist schwach“, sagte Jules leise.
„Aber wir machen ihn noch schwächer.''
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Okay es rutschte mir etwas leid leutis aber ich schaffe heute nicht mehr hochzuladen. Ich bin ziemliche müde :(
Okay dann Gute Nacht☆
Schlaf schön<3
Bis morgen
☆Eneco☆
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König(hg)
FanfictionEs ist eine Bastighg x Papaplatte Story. Es spielt in einer Parallel Welt in der Bastighg ein Mafia Boss ist und dadurch ein König der unterwelt ist. Also fals das interessant klingt lest gern rein.
