Der Raum war still. Nur das leise Atmen von Masha und Kevin war zu hören, die auf dem Sofa saßen, dicht nebeneinander, ohne sich zu berühren. Die Luft fühlte sich dick an, als würden die unausgesprochenen Worte sie erdrücken.
Masha wagte einen Blick zu Kevin. Seine Hände ruhten auf den Knien, die Finger leicht angespannt. Seine Augen starrten ins Leere, nicht auf sie.
„Du musst nicht reden, wenn du nicht willst", sagte sie leise, doch ihre Stimme bebte. „Aber ich kann es nicht länger aushalten, dieses Schweigen zwischen uns."
Kevin presste die Lippen zusammen, als kämpfe er mit einem Sturm in seinem Inneren. „Ich will reden", begann er stockend. „Aber es ist nicht so einfach, wie du denkst."
Sein Blick fand endlich ihren, kurz nur, und dann wieder weg. „Es gibt Dinge, die ich nicht aussprechen kann. Weil sie mich zerreißen würden. Weil sie alles verändern könnten."
Masha schluckte schwer. „Aber wenn wir nicht reden, was bleibt dann? Das hier? Das Schweigen? Das Stückchen Vertrauen, das langsam zerbricht?"
Kevin nickte kaum merklich, als wäre jede Bewegung schwer. „Ich habe Angst", sagte er endlich. „Vor dem, was ich fühle. Vor dem, was das bedeutet."
Er schloss die Augen, atmete tief ein. „Basti... das ist nicht nur ein Name oder ein Freund. Es ist mehr. Und ich weiß nicht, ob ich bereit bin, es zu benennen. Nicht mal für mich."
Die Stille, die folgte, war wie ein Raum zwischen zwei Abgründen. Masha wollte etwas sagen, wollte ihn halten, festhalten an diesem Moment, an der Wahrheit, die kaum greifbar war.
„Ich habe lange darüber nachgedacht", flüsterte Kevin. „Länger, als du dir vorstellen kannst. Immer wieder. Nächte, in denen ich wach lag und dachte: Was bist du für ein Mensch? Was willst du eigentlich?"
Seine Stimme brach fast. „Ich will dich nicht verlieren, Masha. Aber ich kann auch nicht so tun, als wäre das alles, was ich will."
Er sah sie an, die Augen dunkel und verletzlich. „Ich brauche Zeit. Und vielleicht... vielleicht auch Raum."
Masha biss sich auf die Lippe, kämpfte mit den Tränen. „Ich will, dass du ehrlich zu dir bist. Aber auch zu mir."
Kevin nickte langsam, ohne ein Wort zu sagen.
Masha stand langsam auf, zog ihre Jacke über die Schultern. „Ich fahre zu meiner Familie, Kevin. Für ein paar Tage. Ich brauche Abstand, um klarzukommen. Nicht, weil ich dich aufgebe, sondern weil ich wissen muss, wie es weitergehen kann."
Kevin nickte stumm. Er wollte etwas sagen, aber die Worte blieben ihm im Hals stecken. Stattdessen sah er ihr nach, wie sie die Tür leise hinter sich schloss.
Als die Wohnung wieder still war, blieb Kevin noch eine Weile regungslos sitzen. Dann griff er langsam nach seinem Handy, das auf dem Tisch lag. Die Finger zitterten leicht, als er den Bildschirm aktivierte.
Er schrieb die Nachricht nicht sofort. Die Worte formten sich in seinem Kopf, schwer und unklar. Immer wieder löschte er, schrieb neu.
Endlich stand da:
„Wir müssen reden."
Er starrte noch einen Moment auf den Text, dann drückte er auf „Senden".
Das Handy vibrierte leise, zeigte das kleine Häkchen, das die Nachricht als zugestellt markierte.
Kevin atmete tief ein, legte das Gerät zurück auf den Tisch und starrte in die Dunkelheit des Raumes. Die Unsicherheit blieb. Doch jetzt war da auch etwas anderes: ein kleiner Funken, eine leise Hoffnung auf Klarheit, egal wie schwer der Weg auch sein mochte.
DU LIEST GERADE
Ich, gegen das was ich fühle. (Bastiplatte)
FanfictionBasti und Kevin sind schon ewig Freunde. Beste Freunde. In letzter Zeit jedoch, distanziert Basti sich. Kevin weiß nicht ganz wieso, aber eins ist ihm klar. Er will seinen besten Freund nicht verlieren. Oder doch nicht bester Freund? (Die Bilder geh...
