Das Licht im Überwachungsraum flackerte leicht. Bastighg stand mit verschränkten Armen vor dem Bildschirm. Kevin – bewusstlos, mit blassem Gesicht, auf dem harten Boden des Zimmers liegend. Der Raum wirkte noch stiller als sonst.
Heiko hatte den Stream stummgeschaltet. Kein Ton. Kein Jammern. Kein Flehen. Nur das Bild eines zerbrochenen Jungen.
„Warum lässt er mich nicht los?“ flüsterte Basti in die Stille.
Er kannte diesen Blick, den Kevin ihm am ersten Tag zugeworfen hatte. Angst, ja – aber da war mehr gewesen. Ein Stück Naivität, etwas, das Basti längst verloren hatte. Und obwohl er wusste, dass es töricht war, ließ ihn dieses Gefühl nicht los.
Er hatte einen Fehler gemacht.
Und er wusste nicht, wie tief er noch in ihn hineingezogen werden würde.
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Dutzende Kilometer entfernt, in einem dunklen Loft über einem alten Industriegebäude, saß Leo an einem Laptop.
„Er ist drin“, sagte er ruhig. Die Stimme war kühl, fast mechanisch.
Aus dem Schatten trat eine schlanke, hochgewachsene Gestalt. Lederjacke, silberner Ring am linken Zeigefinger. Seine Augen – grau wie gefrorenes Wasser – fixierten den Bildschirm.
Jules.
Er trat näher, ließ den Blick über die Überwachungsdaten gleiten, die Leo abgefangen hatte. Funkverkehr, Lagepläne, Bewegungsprotokolle. Alles über das GHG-Anwesen. Und über Bastighg.
„Gut gemacht“, sagte Jules leise. Seine Stimme war weich, aber jedes Wort schnitt wie Glas.
Leo grinste kurz. „Du bist dir sicher, dass er uns nicht auf die Schliche kommt? Ich meine, Kevin… der wird irgendwann merken, dass ich ihn nur benutzt hab.“
Jules zuckte mit den Schultern. „Dann ist es eben so. Er ist nur ein Werkzeug.“
„Er liebt mich. Glaubt er zumindest“, sagte Leo. „Das macht ihn dumm.“
Jules trat ans Fenster, blickte hinaus auf das nächtliche Stadtrandgebiet. „Gefühle machen schwach. Deswegen hat Basti damals verloren.“
Er öffnete sein Hemd leicht. Auf seinem Brustkorb prangte ein Tattoo: das Symbol von PVP – zwei gekreuzte Dolche. „Dieses Mal beende ich, was ich angefangen habe.“
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Zurück im Anwesen war Basti in Kevins Zimmer gegangen. Zwei Wachen folgten ihm, blieben aber an der Tür stehen.
Er ging langsam auf Kevin zu, der noch immer bewusstlos am Boden lag.
Ein Moment lang stand er nur da, betrachtete ihn.
Dann kniete er sich hin.
„Was bist du nur für ein Rätsel, Kevin…“ murmelte er.
Er wollte ihn eigentlich töten. Gleich in der ersten Sekunde.
Doch etwas hatte ihn zurückgehalten.
Nicht Mitleid.
Nicht Schwäche.
Etwas anderes.
Etwas, das ihn an sich selbst erinnerte – an den Teil von ihm, der noch nicht ganz tot war.
Er fuhr vorsichtig mit den Fingern über Kevins Stirn.
„Warum kannst du nicht einfach ein Feind sein? Warum machst du es mir so schwer?“
In diesem Moment regte sich Kevin. Ein leises Stöhnen, die Lider zuckten. Dann öffnete er langsam die Augen.
Basti wich nicht zurück. Im Gegenteil. Er sah ihn an, direkt, ehrlich.
„Du bist… du bist Bastighg“, flüsterte Kevin schwach.
„Stimmt.“
Kevin versuchte sich aufzurichten, seine Arme zitterten. „Ich will nach Hause… zu Leo.“
Da war er wieder.
Dieser Name.
Wie ein Haken in Bastis Brust.
„Und wenn ich dir sage, dass Leo nicht der ist, für den du ihn hältst?“
Kevin blinzelte. „Was redest du da?“
Basti stand auf, sah zur Kamera. „Du wirst es selbst herausfinden. Bald.“
Er wandte sich ab und ging zur Tür. „Gib ihm Wasser. Und Licht. Aber er bleibt drin.“
Die Wachen nickten.
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Heiko wartete bereits im Flur. Er hatte die Übertragung mitgehört.
„Du glaubst wirklich, dass Leo...?“
„Ich weiß es“, antwortete Basti ruhig. „Und ich weiß auch, wessen Schatten sich da ausbreitet.“
Heiko trat näher. „Jules.“
Basti nickte. „Er hat Leo geschickt. Kevin war das perfekte Lockmittel. Ich sollte ihn töten. Aber stattdessen... habe ich ihn aufgenommen. Das war der erste Fehler.“
Heiko legte den Kopf leicht schief. „Oder der Anfang von etwas anderem.“
Basti lächelte kalt. „Vielleicht. Aber wenn Jules denkt, er kann mir zweimal in den Rücken stechen, dann hat er vergessen, mit wem er es zu tun hat.“
Er sah noch einmal zur Tür.
„Und diesmal... verliere ich nicht.“
☆☆☆☆☆☆☆☆☆
Hey gefällt euch der jeden Tag ein Kapitel Rhythmus?
Soll ich meine Haare färben oder ist saß uncool als Junge?
Okay egal
Bis morgen
☆Eneco☆
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König(hg)
FanfictionEs ist eine Bastighg x Papaplatte Story. Es spielt in einer Parallel Welt in der Bastighg ein Mafia Boss ist und dadurch ein König der unterwelt ist. Also fals das interessant klingt lest gern rein.
