Die Straßenlichter flackerten durch das schmale Fenster, als Masha die Haustür hinter sich schloss. Die Luft in der Wohnung war fremd, anders als das ruhige Zuhause bei ihrer Familie, wo sie die letzten Tage verbracht hatte. Draußen war es still, aber in ihr tobte ein Sturm, den sie nicht länger ignorieren konnte.
Sie ließ die Tasche auf den Boden fallen, zog die Jacke aus, und ihr Blick wanderte automatisch zum Sofa, wo Kevin wahrscheinlich schon wartete. Die letzten Tage hatten sie beide gebraucht — Abstand, Stille, Zeit zum Nachdenken. Aber jetzt gab es kein Ausweichen mehr.
Masha atmete tief durch, sammelte ihren Mut. Sie musste mit ihm reden. Endlich.
Nicht nur darüber, wie sehr sie sich verraten fühlte, nicht nur über das Ziehen in ihrer Brust, das ihr sagte, dass sie Kevin langsam verlor — sondern auch über Basti. Über das, was zwischen ihnen allen stand wie eine unsichtbare Wand.
Sie fand Kevin genau da, wo sie es vermutet hatte: auf der Couch, die Hände ineinander verschränkt, das Gesicht angespannt. Seine Augen hellten sich auf, als er sie sah, aber dann verfinsterten sie sich wieder.
„Du bist zurück." Seine Stimme war leise, vorsichtig, als hätte er Angst vor dem, was jetzt kommt.
„Ja." Masha setzte sich neben ihn, ließ ihre Schultern sinken. „Ich bin zurück. Und ich will reden. Wirklich reden, Kevin."
Er nickte, wartete still.
„Die Zeit bei meiner Familie..." Ihre Stimme zitterte ein wenig. „Die hat mir gezeigt, dass ich nicht mehr so weiterleben kann. So zu tun, als ob alles in Ordnung wäre, wenn es das nicht ist."
Sie drehte sich ihm zu, suchte seinen Blick. „Ich spüre, dass du dich verändert hast. Und nicht nur ein bisschen. Sondern so, dass ich Angst habe, dich zu verlieren."
Kevin biss sich auf die Lippe. „Masha..."
„Nein." Sie hob die Hand. „Bitte lass mich ausreden. Es geht um Basti. Um dich. Um uns." Ihr Herz hämmerte, und trotzdem sprach sie weiter. „Ich weiß, dass da mehr ist, als du mir sagst. Dass du Gefühle für ihn hast. Und ich weiß nicht, was ich damit machen soll."
Die Stille, die folgte, war fast greifbar. Kevin sah weg, kaute an seiner Unterlippe, kämpfte mit den Worten.
„Ich hab versucht, es zu verdrängen. Zu ignorieren." Seine Stimme war heiser. „Aber ich kann nicht mehr so tun, als wäre das alles normal."
„Ich auch nicht." Masha schluckte schwer. „Aber ich will dich nicht verlieren, Kevin. Und ich will nicht, dass diese Sache zwischen uns zerbricht."
Er sah sie an, und in seinen Augen war etwas, das sie lange nicht gesehen hatte, Zweifel, Schmerz, aber auch eine leise Hoffnung.
„Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll." Er seufzte tief. „Ich will dich nicht verletzen. Aber ich will auch Basti nicht verlieren."
Masha nickte, Tränen liefen ihr über die Wangen. „Ich weiß. Und genau deswegen müssen wir reden. Offen und ehrlich. Bevor es zu spät ist."
Sie standen auf, und für einen Moment umarmten sie sich, als könnten sie dadurch all die Unsicherheit und Angst wegdrücken.
Doch beide wussten: Das war nur der Anfang eines Weges, der noch steinig und ungewiss sein würde.
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Ich, gegen das was ich fühle. (Bastiplatte)
FanfictionBasti und Kevin sind schon ewig Freunde. Beste Freunde. In letzter Zeit jedoch, distanziert Basti sich. Kevin weiß nicht ganz wieso, aber eins ist ihm klar. Er will seinen besten Freund nicht verlieren. Oder doch nicht bester Freund? (Die Bilder geh...
