>Chapter 42<

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Er lief auf Krücken und hatte einen Gips am Fuß. Sein Kopf wurde mit einem weißen Verband umwickelt und an seiner linken Augebraue war eine Blutkruste. Seine Umterlippe zierte ein blau-lila-farbener Fleck. Was zur Hölle??

Der Bus hatte angehalten und Casper lief mit den Gehstützen auf den Bus zu, wärend seine Mutter den Koffer aus dem Auto nahm und zum Bus trug. Unsere Lehrerin verließ mittlerweile den Bus und ich wollte ihr folgen um Casper zur Rede zu stellen, doch Lil hielt mich zurück. ,,Ihr könnt später reden. Ich weiß das du unbedingt wissen willst was passiert ist, das wollen wir auch, aber lass ihn besser erstmal ankommen und stell ihn später zur Rede", sagte sie sanft und ich nickte.

Trotz dass sie ja Recht hatte rutschte ich durchgehend auf meinem Stuhl hin und her, ich konnte es einfach nicht abwarten mit ihm zu reden!

Etwa zehn Minuten vergingen als Casper mit Mrs. Crubles den Bus betrat und er sich fast ganz vorne auf einen freien Platz setzte. Doch vorher sah er mich noch an, sein Blick war entschuldigend und er sah, abgesehen von seinen Verletzungen, ziemlich mitgenommen oder bedrückt aus.

Eine zwei einhalb stündige Busfahrt stand uns bevor doch das störte mich nicht. Nur der Drang sofort zu Cas zu gehen, ihm Vorwürfe an den Kopf zu werfen, einfach in jeder Art von Emotionen mit ihm zu reden, war zum erdrücken groß.

Nach einer halben Stunde die ich mit nachdenken und aus dem Fenster sehen verbracht hatte, hörten Lil und ich Musik. Dabei lehnte ich meinen Kopf an ihre Schulter und schloss meie Augen.

,,Teece wir sind da", weckte mich die Stimme meiner Freundin. ,,Oh", antwortete ich als ich meine Augen öffnete und sah das fast alle bereits ausgestiegen waren.
Sie lächte mich an und nachdem ich mich kurz gestreckt hatte, stiegen wir als letzte auch aus.

Draußen nahm jeder seinen Koffer und sollte erstmal vor der Herberge warten. Öfter suchte ich den Augenkontakt zu Casper und manchmal erwiderte er ihn. Vor dem Haus standen nun alle Schüler und die Lehrer begannen mit einer kleinen Rede. ,,Die Zimmer wurden bereits eingeteilt, wir geben gleich einem aus jedem Zimmer einen Zimmerschlüssel. Den bitte nicht verlieren sonst kosten die 50$ und jeden Abend um 22 Uhr werden sie wieder eingesammelt. Übrigens beginnt dort auch sie Bettruhe", erklärte der Lehrer aus Caspers Klasse.

,,Genau", stimmte unsere Lehrerin zu. ,,Dann zum restlichen Tag heute. Um 12 Uhr gibt es Mittagessen, dann habt ihr bis 14 Uhr frei und wir treffen uns dann im Haus dadrüben", sie zeigte auf ein Gebäude aus Backsteinen. ,,Dort machen wir bis um 17:30 Uhr eine Einführungsrunde und um 18:30 gibt es Abendessen. Den Rest des Tages und bis 22 Uhr habt ihr frei. Und falls ihr in die Stadt oder so wollt bitte bei uns persönlich abmelden!", stellte sie klar.

,,So das wars glaub ich bis jetzt. Ich nenne jetzt aus jedem Zimmer einen Namen der den Schlüssel holt und dann könnt ihr erstmal die Zimmer beziehen", verkündete der Lehrer wärend wir hier standen und nur endlich auf die Zimmer wollten.

Als Chloe unseren Schlüssel geholt hatte, gingen wir schnell zum Zimmer, welches im 1. Stock des Hauses lag. Es war etwa 20 Quadratmeter groß, hatte ein Hoch- und ein Einfachbett, einen Kleiderschrank, ein Waschbecken mit Spiegel und ein Tisch mit 3 Stühlen. Dann gab es noch eine Tür, in dem Raum dahinter war eine Dusche uns eine Toilette. Natürlich auch mit Waschbecken und Spiegel.

Es war alles etwas in die Jahre gekommen, denn Luxus gab es hier sicher nicht.

Doch ich fand es relativ interessant mal nicht so verwöhnt zu leben, so wie Zuhause.

,,Kommt ihr mit das Gelände etwas erkunden?", fragte Lil als sie ihren Koffer soweit ausgeräumt und ihr Bett bezogen hatte. ,,Klar. Bin gleich fertig", nickte Chloe, nahm die letzten Sachen aus dem Koffer uns verstaute sie in ihrem Teil des Schrankes. Sie gingen auf die Tür zu, als ich keine Anstalten machte mitzukommen fragte Chloe: ,,Willst du dir das Gelände nicht ansehen?" Ich schüttelte mit dem Kopf. ,,Hab noch was zu tun, ihr könnt es mir ja dann zeigen", lächtelte ich wärend sie nickten und das Zimmer verließen.

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!