#1 Mein Stiefbruder, seine Freunde und ich

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Ganz kurzes Vorwort:

Zunächst einmal freut es mich, dass Du zu meiner Geschichte gefunden hast.

Ich bin offen für Kritik und freue mich über jedes Kommentar und jeden Vote.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen :)

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„Nein."

„Och komm schon, bitte Can!" Ich klammerte mich an seinem Arm fest und versuchte ihn zum Stehen zu bringen.

„Jacky, ich hab Nein gesagt. Was ist daran so schwer zu verstehen?", gab er genervt von sich und drehte sich zu mir um. 

„Du kannst nicht einfach Nein sagen!"

Er schnaubte belustigt und wischte sich einmal mit der Hand übers Gesicht. 

„Ach und wieso nicht?" Dabei baute er sich bedrohlich vor mir auf und sah mich erwartungsvoll an. 

Ich grinste ihn süß an und piektse ihm mit dem Zeigefinger gegen die Brust. „Weil du mein Bruder bist, schon vergessen?"

„Ich bin nicht dein Bruder. Und jetzt lass mich in Ruhe", grummelte er und war schon dabei sich von mir abzuwenden, als ich ihn davon abhielt. Er seufzte.

„Ach, heute morgen, sah das aber noch ganz anders aus." 

„Das war nur mein Beschützerinstinkt", versuchte er sich raus zureden.

Ich lachte. „Genau. Deshalb hast du auch der halben Nachbarschaft verboten mich auch nur anzusehen, weil sie es sonst mit, und jetzt kommen deine Worte „Jackys großem Bruder zu tun bekommen." Beim letzten Teil malte ich Anführungsstriche in die Luft und grinste siegessicher.

Ich sah zu wie er immer grimmiger wurde. „Ist ja gut. Was willst du?"

„Ach, Bruderherz", seufzte ich theatralisch und lehnte mich mit einem Arm auf seiner Schulter ab, während seine braunen Augen mich misstrauisch musterten. 

„Stiefbruder."

Ich verdrehte meine Augen.

„Red weiter."

„Also gut, da wir hier ja so abgeschieden leben, und der Bus viel zu gefährlich ist, musst du mich gleich zu Laura bringen und später wieder nach Hause. Und natürlich mit zur Schule nehmen."

„Wieso? Du bist doch sonst auch immer mit Bus gefahren."

Ich seufzte. „Aber da hatte ich ja auch noch keinen großen Bruder, der auf mich aufpasst."

Er verdrehte seine Augen. Bevor er wieder eine Ausrede finden konnte, setzte ich noch hinzu: „Sonst rede ich mit Mama."

Can fuhr sich durch die Haare und schenkte mir einen Blick, der bösen Sorte, aber ich ließ mich nicht beirren. 

„Bist du eigentlich immer so nervig?" 

Und in dem Moment wusste ich, dass ich ihn überzeugt hatte. Ich umarmte ihn stürmisch und drückte ihm ein Küsschen auf die Wange.

Eine halbe Stunde später saß ich mit Can in seinem Auto auf dem Weg zu meiner besten Freundin Laura, nach dem ich die letzten Umzugskartons Ausgeleert hatte. Meine Mutter und ich sind erst gestern zu ihrem neuen Mann und dessen Sohn gezogen, den ich aber schon etwas länger kenne, da unsere Eltern sich auch schon länger kannten, bis sie sich entschlossen hatten aus zwei Häusern eins zu machen. Daher kam das freundschaftliche Verhältnis zu meinem neuen Stiefbruder.

„Okay, ich hole dich um acht ab und mach keinen Blödsinn."

„Ich doch nicht." Mit diesen Worten stieg ich aus dem Auto und wurde schon von Laura begrüßt. 

Badboy Struggle (on hold)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!