Als wir bei mir zu Hause angekommen waren war sie schon eingeschlafen und ich legte sie wieder in mein Bett. Als ich sie dort so friedlich und verletzlich liegen sah, übermannte auch mich die Müdigkeit und ich legte mich neben sie ins Bett.

Charlies POV :

Ich wurde durch das unendlich nervige Piepen eines Weckers wach, den ich auf einem Tisch neben dem Bett fand , und der nach mehrmaligem draufschlagen endlich verstummte. Ich musste mal auf Toilette, doch ich bemerkte dass ein Arm um meine Taille geschlungen war. Ich öffnete die Augen und erkannte Dan. Warum auch immer ich schon wieder hier war, ich entwand mich aus seinem Griff und ging in das Nebenzimmer, das sich glücklicherweise als Bad herrausstellte.                                                        Ich ging zurück und rüttelte Dan wach , er versuchte mich zurück ins Bett zu ziehen doch wir mussten zur Schule. Als er denn endlich wach war fragte ich >> Kannst du mich auf dem Weg zur Schule eben Zuhause rumfahren ? Ich hab keine Klamotten hier...<< >> Kann ich machen, aber du kannst sonst auch Sachen von mir anziehen und dann sind wir noch rechtzeitig da.. << Ich überlegte kurz , stimmte dann jedoch zu. Er gab mir eine Jogginghose, Shirt und Pulli und ging duschen während ich mich umzog. Die Sachen saßen ziemlich locker an mir, doch es war bequem . Ich machte mir noch einen Messi-Dutt und ging dann mit Dan runter zum frühstücken. Es stand eine kleine , zierliche Frau am Herd , die gerade Pfannkuchen briet. Dan räusperte sich und sie sagte ohne sich umzudrehen >> Guten Morgen Schatz, Pfannkuchen sind sofort fertig.<< Er antwortete >> Morgen Mama . Super , danke aber könntest du noch welche machen ? Wir haben Besuch ..<< Sie drehte sich schnell um und machte große Augen. Ich lächelte leicht und streckte ihr die Hand hin , welche sie zögerlich schüttelte. >>Guten Morgen, ich bin Charlie << stellte ich mich höflich vor. Sie nickte und antwortete >> Freut mich dich kennenzulernen, mein Name ist Mona. Entschuldige meine Reaktion, ich bin es nicht gewohnt , dass Dan Besuch mitbringt , und dann auch noch weiblichen...<< Ich lächelte leicht und winkte ab  >> Kein Problem. <<

Als ich mit Dan im Auto saß , rief ich als erstes Nate an. Er nahm verschlafen ab >> Ja ?<< >> Hey, ich bin's << >>Charlie!! Wo bist du denn schon wieder ? Muss ich dich bald einschließen oder was soll das werden ?<< >> Ich erklär es dir nachher Hase , ich bin auf dem Weg zur Schule. Hab dich lieb, bis später, bye.<< Ich atmete tief durch, und sagte dann >> Ich schätze, ich bin dir eine Erklärung schuldig. << Er sah kurz zu mir rüber , konzentrierte sich jedoch weiterhin auf die Straße. >> Spar dir das , Charles. Wir reden nach der Schule, wenn ich nicht darauf achten muss keinen Autounfall zu bauen.<< Ich seufzte erleichtert und nickte.

Der Unterricht rauschte an mir vorbei , während ich grübelte wie viel ich Dan anvertrauen konnte. Ich versuchte mich wieder durch zeichnen abzulenken, es kam eine Zeichnung des Sees bei Mondschein heraus. Sie sah irgendwie unvollständig aus , deswegen fügte ich mich am Ufer sitzend und den Sternenhimmel betrachtend hinzu. Die Zeichnung war wirklich gut geworden und ich war stolz darauf, die Mystik und Schönheit dieses besonderen Ortes so gut erfasst zu haben. Es war schon damals einer meiner Zufluchtsorte gewesen.

Der letzte Gong ertönte, die Schule war viel zu schnell vergangen, ich wollte  noch nicht mit Dan reden. Ich nahm mir extra viel Zeit meine Sachen zusammenzupacken und traf dann vor der Tür auf Dan, der offensichtlich gewartet hatte. >> Siehst echt scheiße aus, aus welcher Müllhalde kommst du denn gekrochen ?<<kommentierte diese Schulschlampe mein gammel-outfit. Ich präsentierte ihr wortlos im vorbeigehen meinen Mittelfinger. Als wir Dan's Auto erreicht hatten, setzten wir uns hinein und fuhren vom Parkplatz. >> Zu mir nach Hause oder wo wollen wir reden ?<< Ich stimmte zu .

Ich saß im Schneidersitz auf Dan's Bett , während er es sich auf dem Schreibtischstuhl gemütlich machte. >> Ich erzähle dir jetzt einfach die Kurzfassung , okay?<< Sein Nicken nahm ich als Zeichen, weiterzureden.>> Vor einiger Zeit ist etwas passiert.. direkt danach bin ich zurück nach New York gezogen oder eher geflüchtet. Ich bin bei einem Freund untergekommen, doch seit dem Vorfall hab ich ..Schlafstörungen... ,Alpträume hauptsächlich. Aber der Punkt, der dich betrifft ist , dass ich aus irgendeinem Grund bei dir keine Alpträume habe ..und ohne richtigen Schlaf drehe ich bald durch.<< Ich hatte ihm dies langsam und leise erzählt , doch er hatte alles verstanden. Er sagte ruhig                    >> Dadurch bin ich zwar nicht so klar im Bilde , wie ich es mir erhofft hatte, doch ich akzeptiere, dass du mir nicht alles erzählst. Es muss echt schlimm gewesen sein, wenn du solche Alpträume davon bekommen hast aber wenn dir das hilft kannst du die nächste Zeit ruhig bei mir schlafen.<< >> Das wäre toll, aber ich müsste das mit Nate abklären..<< überlegte ich. Er fragte plötzlich angespannt >> Dein Freund ?<< Ich antwortete >> Mein bester Freund seit unserer Kindheit. Er war der einzige dem ich vertrauen konnte.<<  Er entspannte sich etwas und schlug vor >> Dann sollten wir hinfahren, deine Sachen holen und das mit ihm absprechen.<< Ich stimmte zu.


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