>Chapter 41<

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Casper's P.O.V.

Es war Nacht. Eine sehr kalte Frühlingsnacht. Gänsehaut breitete sich auf meiner Haut aus, ich hatte ein kurzärmliges Shirt an welches mich nicht wärmte. Wie spät es ist wusste ich nicht aber ich war schon ein paar Tage nicht mehr Zuhause gewesen und mein Handy war kaputt, somit konnte ich mich auch bei keinem melden. Teece... Sie machte sich bestimmt schon Sorgen!

,,Ahh!", stöhnte ich vor Schmerz auf und presste meine Zähne aufeinander. Ihr fragt euch sicherlich wo ich war, oder viel mehr wie es dazu kam. Also hier eine kurze Zusammenfassung meiner letzten Tage: Am Mittwoch Abend, als Teece mich und ein paar 'Freunde' gesehen hat, haben wir noch danach ein paar nicht ganz so legale Dinge getan. Öfter haben wir auch mit anderen Cliquen zu tun, so auch mit der von Teece's Bruder, aber das ist eine andere Geschichte... Natürlich weiß niemand was von meiner kliminellen Seite und ich würde auch nicht wollen das Teece davon was erfährt.

Am Donnerstag war nichts mit meinen Kumpels, nur Abends, als Teece mich weinend angerufen hat und ich sofort zu ihr gefahren bin.

Dann sind wir zu mir und gegen sieben hab ich sie nach Hause gefahren. Bis dahin ist ja nichts schlimmes passiert aber in der Nacht von Donnerstag auf Freitag rief ein Freund an, besser gesagt es ist unser 'Anführer', wenn man es so sagen kann. Es war 1 Uhr Nachts als mein Telefon klingelte und ich total verschlafen los musste. Er meinte es wäre dringend und somit zog ich mich um, nahm die wichtigsten Dinge mit und fuhr zum abgemachten Treffpunkt.

Im Wald, wo ich hin sollte, parkte ich mein Auto etwas entfernt und lief den Rest zu Fuß. Sicher ist sicher, dachte ich mir. Unsicher lief ich in den Wald hinein, bis ich meine Leute sah und auf sie zu ging.

Einer schrie noch ich sollte verschwinden aber dann ging alles zu schnell und ich weiß nur noch wie ich plötzlich einen Schlag auf den Kopf bekam, zu Boden fiel und dann mein Bewusstsein verschwand. Als ich aufwachte, ich glaube vor wenigen Stunden oder doch schon heute Morgen, war ich in einer Holzhütte auf dem Boden.

Sie war leer niemand außer ich war hier doch ich konnte mir erst nicht helfen da ich die Verletztung am Kopf hatte und außerdem unglaublich müde war.

Diese Typen hatten mir bestimmt Schlaftabletten oder so was gegeben. Doch da ich mir eingestehen musste, das ich hier trotz meiner Schmerzen nicht bleiben konnte, stand ich auf und verließ nach kurzem Suchen der Tür, die Hütte. Meine linke Hand war voll Blut, auch meine Kleidung sah nicht gerade sauber aussah doch was sollte ich schon tun, hilflos und verletzt im Wald?

Mir kam die Idee, mit meinem Handy jemandem Bescheid zu sagen, also holte ich es aus meiner Hosentasche, welch ein Wunder das es noch hier war.. Doch als ich es einschaltete bemerkte ich das mein Handyempfang gleich Null war. ,,Scheißding!", ich steckte es sauer weg und sah mich um, hörte mich um. Zu sehen war hier nichts außer Bäume und Wald, natürlich auch die Hütte hinter mir aber ich hatte keinen blassen Schimmer wo ich war.

Was sollte ich hier überhaupt?

Kurz machte ich mir Gedanken wer und warum das hier gemacht haben könnte und wie es meinen Jungs ging, beziehungsweise wo die sich aufhielten. Ob es denen gut ging oder so wie mir, wenn nicht schlimmer.. Aber dann schob ich die Gedanken bei Seite, ich musste hier erstmal irgendwie weg! - Das war schließlich viel wichtiger.

Ich lauschte und hörte außer Vögelgezwitscher nur einen schwachen Fluss, nicht so weit entfernt. Daraufhin beschloss ich zu diesem zu gehen und folgte den möglichen Geräuschen des Flusses. Nach einer gefühlten Ewigkeit und schlimmen Schmerzen kam ich tatsächlich an einem kleinen Bach an.

Besser als nichts, sagte ich mir und versuchte die etwa zwei Meter von meinem jetzigen Standort bis zum Bach hinunter zu kommen.

Ich entscheid mich einfach irgendwie runter zu klettern, was sich nur wenig später als Fehler herausstellte. Denn ich rutschte ab und stürzte den Weg nach unten. ,,Fuck!", schrie ich und hielt mir mit schmerzverzerrtem Gesicht den Knöchel. Es schmerzte doch Dummheit musste bezahlt werden, sagte meine Mutter immer. Ich rutschte, auf dem Boden sitzend, zum Wasser und wusch mir erstmal Gesicht und Hände. Das Wasser, welches von meiner Haut rot wurde, tropfte auf den Erdboden und hinterließ rote Spuren.

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!