Der Wecker klingelte um halb sechs Uhr morgens wie jeden Tag. Ich hörte wie mein Bruder im Zimmer neben mir sich auch schon für seine Arbeit fertig machte. Er war 17 und würde in ein paar Wochen 18 werden. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis auch wenn er knapp 1 Jahre älter war. Ich stand nur ungern auf griff nach einer schwarzen Jeans einem schwarzen bauchfreien top und ein graues was ich darüber anzog. Ich mochte es nicht so viel Haut zu zeigen da ich mit meiner Figur selbst nicht zufrieden war. Ich bin etwas pummelig und hab auch nicht die tollsten Klamotten. Ich ging ins Bad und machte mich fertig danach ging ich runter um zu frühstücken. Unten auf dem Esstisch standen Krümmelmonstermuffins welche ich gestern für meine Freundin gebacken hatte. Sie hatte heute Geburtstag und war einer meiner engsten Freundinnen seitdem ich von zwei ehemaligen Freundinnen sehr stark verletzt wurde. Elena ging in meine Parallelklasse und hatte ihren Klassenraum direkt neben meinem, so dass wir immer nah bei einander waren. Ich machte auch noch Frühstück für meine Mutter die nach mir aufgestanden war. Mein Vater ist vor ein paar Wochen arbeitslos geworden und sucht seitdem einen neuen Job, kann aber dafür länger schlafen.

Nach dem Frühstück machte ich mir noch einen Dutt und schminkte mich wie immer dezent ich betrachtete mich unten im Spiegel noch einmal kritisch. Zwei eisblaue Augen sah ich und goldenes Haar. Wie immer hatte ich Augenringe.

Ich schnappte mir die Dosen mit den Muffins für Elena und den Rucksack mir den Schulsache rief Mam noch eine Verabschiedung zu und verließ das Haus.

Der Schultag verlief wie immer wir schrieben eine Lateinarbeit die vollkommen verhaute. Nach der 7. Stunde kam ich endlich nach Hause.

Ich aß die Reste vom grillen und redete mit meiner Mam über meiner HipHopCrew am Samstag hatten wir einen Wettbewerb wo wir 1.wurden und ich wollte in der nächsten Saison als Solotänzerin antreten. Mam war begeistert und redete mir gut zu. Ich sagte ich müsse noch für Geo lernen da wir Donnerstag einen Test schreiben würden und ich verkroch ich nach oben in mein Zimmer.

Musik laut. Aufs Bett legen. Nachdenken. Ich liebte Markus unsterblich aber er war der beste Freund von der Freundin meines Bruders und ich war zu schüchtern ihn anzusprechen ich traute mich einfach nicht. Er ist 18 ich fast 17. Auf einmal hörte ich von unten schreien, dass meine Eltern meinen Bruder vom Bahnhof abholen, weil dieser seine Bahn verpasst hätte. Ich sagte noch ok und verdrehte die Augen das war typisch für Hans. Ich lernte ein bisschen und räumte mein Zimmer auf. Mittlerweile war es schon halb Acht und ich machte mir langsam sorgen sie waren schon knapp zwei Stunden weg aber ich beruhigte mich mit dem Gedanken das Mam wohl noch was einkaufen wollte.

Ich zippte ein bisschen durch die Kanäle im Fernsehen und blieb dann bei den Nachrichten hängen.

Reporterin: Hier hat sich schlimmes ereignet. Ein Auto mit drei Insassen ist hier in den Graben gefahren, weil sie einem Reh ausgewichen sind. Zeugen berichten das sich das Fahrzeug sich mindestens drei Mal überschlagen hat und dann in Flammen aufging.

„Schlimme Sache und sowas hier in der Nähe", murmelte ich vor mich hin. Daraufhin klingelte es an der Tür. Ich stand auf und öffnete einer junge Polizisten und einem junger Polizist die Tür. „Emily Kaiser?", fragt mich der Polizist. Ich nicke unsicher. „Guten Tag meine Name ist Franklin und das ist mein Kollege Meier dürfen wir reinkommen?", sagt die Polizistin und zeigt mir ihren Ausweis. Ich gebe die Tür frei und führe beide ins Wohnzimmer, wo mir Herr Meier mir zeigt dass ich mich setzen soll. Ich setze mich und schaue auf den Fernseher, der immer noch läuft, gerade werden Aufnahmen des Fahrzeuges gezeigt welches verunglückte. Ich erkenne das Kennzeichen sofort und sehe die Polizisten mir ausdruckslosen Mienen an. Frau Franklin schaltet den Fernseher aus und setzt mich neben mich. „Emily es tut mir wirklich leid aber ihr Bruder und ihr Vater sind bei dem Unfall ums Leben gekommen" „Mam?" „Deswegen sind wir hier wir holen sie ab um sie ins Krankenhaus zu fahren. Ihre Mutter verlangt mit ihnen zu sprechen." Ich nicke und gehe mit den Beamten mit setze mich hinten in ihr Auto neben mich Frau Franklin, die mich von der Seite besorgt ansieht. Ich starre die ganze Zeit nur aus dem Fenster und weine nicht. Am Krankenhaus bin ich ganz ruhig ich betrete das Krankenzimmer und sehe meine Mutter am Tropf hängen. Ich stelle mich neben ihr Bett. Sie sieht schrecklich aus überall blutverschmiert. Draußen reden die Polizisten mit dem behandelnden Arzt. Ich berühre die Hand meiner Mutter woraufhin sie ihre Augen öffnet und zu mir spricht: Emily mein Schatz ich liebe dich und bin stolz auf dich es tut mir leid." „MAM DU DARFST NICHT STERBEN!", schreie ich. Mein Gesicht besteht nur noch aus Tränen. Sie fährt fort:"Du hast Talent mein Kind mach was aus dir. Dein Bruder wird dir helfen." „HANS IST TOT ICH HABE KEINEN BRUDER MEHR!!" Mam fährt mit schwacher Stimme fort:"Doch mein Kind... Du kennst ihn... Marco Reus.. vom BVB.... Es tut uns...." Dann kommt von dem Gerät ein langer hoher Ton und ich kann nicht anders ich schreie einfach nur. Die Polizisten holen mich aus dem Zimmer und versucht mich zu beruhigen aber es geht nicht. Ich sehe Ärzte und Krankenschwestern ins Zimmer eilen sie fuchteln hektisch mt den Armen. Ich wehre mich gegen den Griff von dem Polizisten aber ich habe keine Chance ,also lasse ich mich in seine Arme sinken. Mein Bruder TOT. Meine Eltern TOT. Und die letzten Worte von Mama waren, dass ich Marco Reus als Bruder habe. Alles wird schwarz um mich herum.

Emily KaiserLies diese Geschichte KOSTENLOS!