[11] Neue Bekanntschaft

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Ich flog hin und knallte unglücklich auf die Motorhaube. Gut. Landen musste ich wohl noch lernen. Ich spähte vorsichtig ins Auto. Nichts ungewöhnliches. Doch dann bemerkte ich, dass im Schulgebäude Licht brannte. Neugierig flatterte ich hinüber. Moment mal. Das war mein Klassenraum. Ich wollte auf dem Fensterrand landen, doch leider machte es nur BUMM und ich segelte leicht benommen zu Boden. Ich schüttelte mich und flog wieder los. Diesmal schaffte ich es. Aber als ich in den Raum hineinschaute war dort niemand. Auf dem Pult lagen jedoch massenweise Bücher und ein Telefon.
Jemand musste hier sein.
Die Fenster waren geschlossen, also konnte ich nicht hinein. Mein Blick wanderte umher. Die Tür? Wäre es nicht zu einfach die Tür zu benutzen?
Naja, einen Versuch wars Wert.

Ich verwandelte mich zögernd und unsicher wieder in einen Menschen zurück, was mich viel Kraft kostete. Ich drückte vorsichtig gegen die Tür und.... sie ging auf. Ich lachte kurz auf, dann trat ich ein.
Von außen war es ja schon gruselig, aber drinnen erst... Auf leisen Sohlen durchquerte ich das Foyer. Um zum Raum 317 zu kommen musste ich zwei Treppen und rechts den Gang entlang. Am Ziel angekommen zögerte ich. Sollte ich einfach da reinspazieren? Wenn dort nicht Len, sondern irgendjemand anderes auf mich wartete?
Doch dann fiel mir ein, ich bin ja das coole-verrückte-Mädchen-was-Nachts-gegen-Fensterscheiben-fliegt-und-sich-in-Tiere-verwandeln-kann. Würde ich es schaffen mich nochmal zu verwandeln? Es hatte eben nur geklappt weil ich in einer Stresssituation steckte, oder?

Ich versuchte es, leider vergeblich. Aber umdrehen wollte ich nicht. Mutig oder dumm, man kann es nennen wie man will, machte ich ohne nachzudenken die Tür auf.
Im Raum war immer noch niemand.
Ich schloss die Tür hinter mir und schmiss mich auf den Lehrerstuhl.

Die Bücher auf dem Tisch waren hauptsächlich über Mythen und Chemie. Die einzelnen Blätter herausgerissene Seiten mit Gekritzel darauf. Das Handy war ein altmodisches Motorola Klapphandy.
Und dann lag dort noch ein Notizbuch. Ein Zettel lugte weiter daraus hervor als die anderen. Ich zog ihn heraus.
Dort stand geschrieben:

Mia treffen
Schule
24:00

Plötzlich wurde die Tür geöffnet.
Zwei Personen kamen herein und als sie mich sahen blieben sie mitten in ihrer Bewegung stehen. Ich saß noch mit dem Zettel in der Hand und großen Augen da.
Len schaute mich überrascht an.
>>S... Saphyra. Ähh... Was machst du hier?<<
Ich musterte ihn mit zusammengekniffenen Augen.
>>Ich habe Ihr Auto hier gesehen und das Licht.<<
Len war total angespannt. Er räusperte sich und sagte dann:
>>Es ist vierundzwanzig Uhr!<<, als er merkte, dass er mit diesem Argumant auch gegen sich sprach räusperte er sich erneut. >>Aber ich will natürlich nicht unhöflich sein. Saphy, das hier ist...<<
>>Lassen Sie mich raten, Mia.<<

Das, was man nicht Magie nennt - AnimalicedLies diese Geschichte KOSTENLOS!