Prophezeiung der Großen Sieben

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Eines Nachts von künftiger Zeit es sprach zu mir.

Schreckliche Bilder vor Augen verkünd ich dir:

Oh weh, Kinder des Arphelius, welch ein Schmerz!

Leid der Kinder und mein; es zerreißt mir das Herz.

Zweimal über uns ein Meer aus Blut wird liegen,

wenn wir uns in unschuld'ger Sicherheit wiegen.

Noch sind fern die Zeiten von Krieg, Gewalt und Tod,

nicht kümmern werden euch ferne Tage der Not.

Doch solltet ihr diese Warnung nie vergessen,

andernfalls den Schaden könnt ihr nicht ermessen!

Drum rat ich euch: Baut euch jetzt Inseln zum Warten!

Hegt Vergangenes, Magie wie einen Garten!

Dann wird es auch in diesem entsetzlichen Krieg

hell leuchtende Hoffnung geben auf einen Sieg.

Sieben Krieger und ihre gewaltige Macht

werden uns schließlich führen aus der langen Nacht.

Der erste Krieger erhebt sich aus den Fluten,

mit Dampf und Eis bringt er die Feinde zum Bluten.

Heiß, schnell, mächtig wie ein Geysir ist seine Flut,

herrscht schließlich wieder Ebbe, erkennt ihr das Blut.

Flüchtig und flink, kräftig und stark ist das Sturmkind.

Wellen erheben sich, tobt sein zorniger Wind.

Wie ein Blatt im Orkan treibt es ihn durch das Land,

unaufhaltsam oder sanft ist des Windes Hand.

Die Erde birgt die stille Kraft zu beschützen,

wie eine Mutter will sie uns Kindern nützen.

Sie schafft Klippen, Abgründe und starke Mauern,

die sogar tausend Angriffe überdauern.

Armes Kind des Feuers, armes Kind der Flammen!

Wer wollte dich zu Hass, Zorn und Schmerz verdammen?

Hell und heiß die Flammen, man fürchtet ihren Zorn.

Doch hüte dich, mein Kind, sonst wird alles verdorr'n!

Das Nitosh lebt gestern und heute und morgen.

Gewaltig ist seine Macht, groß seine Sorgen.

Überall und doch an keinem Ort liegt sein Heim.

Die Feinde schlägt er, doch nichts lindert seine Pein.

Tochter des Wotosh, Tochter von Leben und Tod,

ihre Liebe heilt und rettet aus höchster Not.

Vertraute Geister beschwört sie aus Furcht und Schmerz,

aber ihr Hass und dunkler Zorn stoppen dein Herz.

Das Kind des Gatosh, der geheimnisvolle Sohn,

mit Kunst, List und Geschick kontrolliert er sie schon,

als ihm plötzlich der sichere Sieg entgleitet

und nun nur noch die Furcht seinen Verstand leitet.

Nur ein Volk allein kann überleben den Krieg,

der Kampf Bruder gegen Bruder kostet den Sieg.

Vertraut ihr auf Rat und Macht der Großen Sieben,

so werden am Ende die Feinde vertrieben.

Der Seher Tumias, im Jahr 99 der arphelischen Zeitrechnung

Das Flüstern des Sturms - Helden von Arphelien 2Lies diese Geschichte KOSTENLOS!