Just a coincidence

49 2 0

Wir gingen schon ungefähr zwei Stunden und Freya hörte nicht auf zu jammern.
"Wann sind wir endlich da?", fragte sie schon zum hundertsten Mal.
"Wenn du nicht endlich die Klappe hälst, schneid' ich dir die Zunge raus.", sagte Ryan genervt.
Freya schmollte.
"Aber ich kann nicht mehr.", jammerte sie weiter.
"Ok. Wir machen eine Pause.", entschied ich schließlich.
Freya ließ sich sofort auf den Boden fallen. Ich saß mich neben Jason auf einen Baumstamm.
"Haben wir noch Wasser übrig?", fragte Evelyn mich.
"Ich hab' nur noch zwei Flaschen."
"Das war eine schlechte Idee, ... ich werde das nicht überleben.", sagte Freya und starrte auf den Boden.
"Komm wir übernachten hier. Ich glaube keiner will noch weiterlaufen.", sagte Ryan.
Jeder stimmte zu. Wir waren alle schon viel zu müde. Ich schlief sofort ein, als ich die Augen schloss.

"Catherine? Hey, wach auf.", hörte ich jemand flüstern.
Doch ich öffnete nicht meine Augen.
"Cat?"
Konnte ich nicht in Ruhe schlafen?
"Was?", fragte ich wütend.
"Komm mit."
Ich sah in das Gesicht von Ryan und plötzlich sagte er lachend:
"Wenn Blicke töten könnten ..."
"Ich hasse es mitten in der Nacht aufgewacht zu werden.", murmelte ich genervt.
Ich stand leise auf ohne jemanden zu wecken. Ich folgte ihm.
"Wie viel Uhr ist es?", fragte ich ihn müde.
"Es ist 3 Uhr morgens."
"Was?! Und du weckst mich schon so früh?", schrie ich.
"Pscht, sei leise."
Ich stöhnte genervt und ging weiter.
"Sieh dir das an."
Ich versuchte etwas zu sehen.
"Ist das ein Haus?", fragte ich.
"Ja das ist es.", sagte er.
"Wieso wohnen Leute mitten im Wald?", fragte ich.
"Das weiß ich nicht."
"Hast du schon nachgesehen ob dort jemand wohnt?", fragte ich.
"Nein. Ich wollte auf euch warten.", sagte er.
"Komm wir sehen uns das an."
Ich ging Richtung Haus und bemerkte wie Ryan neben mir ging und andauernd meine Hand streifte. Er machte das mit Absicht.
"Hör auf damit.", sagte ich schließlich.
"Womit?", fragte er und lächelte.
Ich verdrehte die Augen und wollte gerade etwas sagen, doch ich landete unsanft auf den kalten Boden.
"Zuerst weckst du mich mitten in der Nacht und jetzt das?", sagte ich wütend.
"Da ist jemand.", flüsterte er.
"Dann fragen wir diese Person wo man hier aus dem Wald raus kann.", sagte ich und hatte Hoffnung aus dem Wald zu verschwinden.
"Er hat 'ne Waffe.", flüsterte Ryan.
Und sofort wurde meine Hoffnung auf einen Schlag zerstört.
"Scheiße. Komm wir gehen."
"Er wird uns sofort erwischen, wenn wir uns jetzt bewegen.", flüsterte er.
"Was machen wir dann?", fragte ich und versuchte mich hinter dem Busch zu verstecken.
"Warten, bis er sich umdreht."
Als der Mann sich kurz umdrehte und wie ein Soldat zur anderen Richtung ging flüsterte Ryan:
"Jetzt."

Wir liefen wie verrückte durch die Bäume. Plötzlich hörten wir einen Schuss. Ich spürte wie der Adrenalin durch meinen Körper lief. Ich lief weiter ohne mich umzudrehen.
Als ich Jason sah schrie ich:
"Lauf!"
Zuerst sah er mich nur fragend und gleichzeitig erschrocken an. Dann rüttelte er sofort an Evelyn und Freya, um sie aufzuwachen.
"Nein.", murmelte Freya.
"Freya wach auf! Ein Mann ist hinter uns her und hat eine Waffe!", schrie ich wieder.
Sofort öffnete sie ihre Augen und stand auf. Wir liefen weiter und hörten Schritte die immer lauter wurden.
"Hier lang.", sagte Ethan und wir drehten uns um und rannten ihm nach.
Ich sah überall nur Bäume. Als Ethan wieder in eine andere Richtung lief, erkannte ich mehrere Häuser. Ich wollte ihn fragen wieso er uns nicht sofort hier her gebracht hatte, aber ich hatte gerade wichtigeres zu tun. Wir liefen in ein Grundstück und versteckten uns hinten im Garten.

Wir atmeten alle schwer.
"Wer war das?", fragte Freya erschöpft und stemmte ihre Hände auf ihre Knien ab.
"Ich weiß es nicht, aber er hat uns schon erwartet. Sonst würde er nicht hinter uns her laufen.", antwortete Ryan.
"Ich glaube, dass...", sagte ich und wurde von einem unterbrochen.
"Wer seid ihr?"
Freya sprang vor Schreck zur Seite und ich drehte mich sofort um. Ein Mann stand dort und sah uns alle schockiert an.
"Ehm ...", sagte Evelyn und sah uns genauso fragend an wie der Mann.
Er hatte dunkel braune Haare und sah aus als wäre er 50 Jahre alt.
"Wir haben uns verlaufen.", sagte Jason.
"Was tust du?", flüsterte ich ihm zu.
"Uns aus der Situation retten.", flüsterte er zurück.
"In meinem Garten?", fragte er skeptisch.
"Ja.", antwortete ich dann.
"Wer ist das?", fragte plötzlich eine weibliche Stimme hinter dem Mann.
"Das wüsste ich auch gerne."
Als sie hervor trat musterte ich sie. Sie hatte schwarze schulterlange und gelockte Haare. Ihre grünen Augen stachen am meisten heraus.

"Verdammte Scheiße.", sagte plötzlich Ryan.
"Samantha? Bist du es?", fragte Ryan.
"Sam?", fragte Freya.
Als ich bemerkte wenn sie meinten, sah ich sie schockiert an. Das war das berühmte Mädchen, das vom Internat geflüchtet war und dann ein normaler Mensch wurde.

"Ryan?", fragte sie genauso schockiert.
Sie umarmten sich fest. Ich spürte das etwas in meiner Brust weh tat. Ich wusste nicht, wieso ich mich gerade so schlecht fühlte. Mein Herz tat weh. Ich schaute weg und ignorierte es.

"Ich dachte wir sehen uns nie wieder.", hauchte Ryan in ihr Ohr.
"Freya und Evelyn ich hab' euch so vermisst. Ihr könnt es euch gar nicht vorstellen.", sagte Sam und umarmte auch sie.

Als sie zu Ethan ging grinste sie und sagte:
"Ethan. Du hast dich verändert. Du hast hellere Haare? Steht dir."
"Du hast dich auch ganz schön verändert. Ich hätte dich fast nicht erkannt. Mochtest du deine blonden Haare nicht?", fragte Ethan und grinste sie an.
Sie umarmten sich.
"Doch, aber ich hatte Veränderung nötig. Also, was treibt ihr denn hier?", fragte Samantha.
"Wir helfen einer Freundin. Catherine das ist Samantha.", stellte uns Freya gegenseitig vor.
"Hi, du kannst mich Cat nennen."
"Sam.", sagte sie.
"Und was macht ihr hier? Bei mir zu Hause?", fragte Sam.
"Das ist Zufall. Es ist eine lange Geschichte.", sagte Ryan.
"Ich habe genügend Zeit. Kommt doch rein."

The mysterious eyesLies diese Geschichte KOSTENLOS!