>Chapter 39<

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,,Hallo Teece", begrüßte sie mich und reichte mir ihre Hand doch ich sah sie nur verwirrt an. ,,Was.. Was machst du hier?", fragte ich dann, wärend alle Lucia und mich beobachteten. ,,Setzt euch doch erstmal", unterbrach mich meine Mutter dann und lächelte, wir setzten uns alle hin, gewollt oder nicht. ,,Ich hole das Essen", verkündete meine Mutter nachdem sie einen Schluck getrunken hatte, und machte sich auf den Weg in die Küche. ,,Ich helfe dir", meldete Lucia sich, stand auf und folgte ihr.

Sie stellten Schalen auf den Tisch und setzten sich, danach begannen wir zu essen. ,,Mhh... Es schmeckt köstlich", sagte meine Schwester und stupste mich mit dem Ellenbogen leicht an. ,,Was?", murmlete ich und schob mir erneut eine Gabel mit Kartoffeln drauf in den Mund. Mit ihren Augen sah sie unauffällig zu Lucia, dann wieder zu mir. ,,Entschuldigt mich", Lucia schob ihren Stuhl nach hinten und ging aus dem Raum. Als ich sicher war dass sie uns nicht hörte, fragte ich sofort: ,,Was macht sie hier?", alle sahen mich an, doch irgendwie .. unsicher. ,,Es hat kein Sinn mehr es geheim zu halten", sagte Luc und legte seine Hand auf die Schulter meiner Mutter. Kurz schloss sie die Augen und nickte schließlich. ,,Lucia ist..", sie sah zu mir und dann wieder auf ihr Glas, welches sie fest in der Hand hielt. ,,Ist Ysec's Zwillingsschwester", ich riss meine Augen unglaubwürdig auf. ,,Bitte was??", schrie ich und verschluckte mich an meiner eigenen Spucke. Sogleich musste ich husten.

,,Ja, Teece. Lucia ist Ysec seine Schwester", wiederholte mein Vater die Worte.

Mein Blick schwankte zu Beezes und Ysec. ,,Wie lange?", fragte ich sie und beide sahen mich entschuldigend an. ,,Wie, lange?", fragte ich erneut. ,,2 Monaten", antwortete Beezes dann. ,,Ihr wisst es seid 2 Monaten und sagt mir nichts?", in dem Moment betrat sie das Zimmer, anscheinend bemerkte sie das ich es wusste, denn sie schaute mich darauf traurig an und ging einen Schritt weiter in den Raum hinein.

,,Es tut uns Leid, wir wussten nicht wie", versuchte mein Bruder sich raus zu reden, doch ich war enttäuscht, traurig und vorallem sauer.

,,Ist sie der Grund das ich ausziehen muss?", fagte ich nach einem kurzen Moment der Stille. ,,Nein", antwortete meine Mutter sofort. ,,Aber sie wohnt doch jetzt hier", mir viel ein Karton im Flue ins Auge, welchen ich beim betreten des Hauses garnicht richtig wahr nehmen konnte. ,,Wir haben dich zu uns gekommen damit du einen freien Kopf bekommen kannst und den Stress nicht mitmachen musst", sagte meine Tante nun ruhig. ,,Du hast ein schönes Zimmer", mischte sich Lucia dann plötzlich ein. ,,Halt du dich da raus", griff ich sie an, ,,Was willst du hier überhaupt??" ,,Schrei sie nicht an!", ermahnte meine Mutter mich, ,,Sie kann nichts dafür!"

Sauer sprang ich auf und versuchte meine Tränen, zu unterdrücken. ,,Was muss ich noch alles einstecken? Um Himmels Willen was hab ich euch getan?", schrie ich meine Eltern wütend und verletzt an. ,,Wir wollten -" Ich unterbrach meine Mutter. ,,Ach sagt lieber nichts.. Ihr lügt mich eh wieder an", schrie ich und wollte aus dem Haus rennen, als ich noch einen letzten Satz an Lucia gewand sagte: ,,Dir noch ein schönes Leben in meiner Familie! Danke das du meins kaputt gemat hast!"

Ich schlug die Tür hinter mir zu und lief aus dem Haus. Meine Jacke und Tasche hatte ich mitenommen, nur wo sollte ich hin? Immer weiter trugen meine Beine mich, bis ich schließlich am Strand ankam. Ich ließ mich an ein paar Steinen sinken und weinte. Ich war zu durcheinander und überfordert, kein klarer Gedanken war zu fassen. Ich konnte in dieser Situation auch nicht erklären was in mir vor ging, doch eines wusste ich, es wird nie mehr so sein wie es einmal war. Ich habe keine Familie mehr und mein Leben basiert auf Lügen und abermals mehr Lügen.

Zitternd und noch leicht schlurzend nahm ich mein Handy aus der Jackentasche und entsperrte es. Beim dritten Mal gab ich den richtigen Code ein. Ich drückte auf Whatsapp und drückte den Knopf für 'anrufen'. Es fing an zu tuten wärend mein Schluchzen fast wieder weg war. ,,Hallo?", nahm er ab. ,,Casper?", fragte ich und klang sehr geknickt. ,,Was ist los?", fragte er sofort beunruhigt. ,,Ich hasse mein Leben", flüsterte ich und unterdrückte die Tränen. ,,Wo bist du?" ,,Am Strand, an solchen Felsen." ,,Bin sofort da", er legte auf und ich steckte mein Handy wieder weg. Dann zog ich meine Beine an meinen Körper heran, schlang meine Arme um sie und legte meinen Kopft auf meine Knie.

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!