"ich dachte ich verliere dich."

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Taddl Pov.

Vor dem Haus wartete Felix (Dner) auf uns, schon im Auto sitzend. Jamie und ich setzten uns beide nachhinten und starrten während der Fahrt aus dem Fenster. Ich überlegte über was sie nachdachte, was eigentlich alles vorgefallen war, und wie wir das Miteinander aushalten wollten. Und Vorallem, wie ich mich mit ihr vertragen kann. "Jamie?" versuchte ich ein Gespräch anzufangen. Sie sah mich nur erwartungsvoll und genervt an. "Ich wollte noch mit dir reden.." begann ich schüchtern. "Ich aber nicht mit dir", die wendete sich wieder ihren Gedanken zu. Felix räusperte sich vorne auffällig. Ich ließ es dabei lieber, ich wollte sie nicht provozieren.

[Zeistprung 18:27]
Wir saßen bereits seit 5 Stunden in Zug und sollten demnächst ankommen. Jamie ignorierte mich komplett, redete kein einziges Wort, sonder hörte ihre Musik und war auf Twitter online. Nach einiger Zeit stiegen wir aus und machten uns, mal wieder, stumm nebeneinander her auf den Weg ins Hotel. Wir checkten ein und fuhren mit dem Fahrstuhl in den 2. Stock. "Zimmer 163", murmelte sie und sah sich jede Tür genau an. "Hier", ich winkte sie zu mir, da sie am anderen Ende des Ganges stand. Wir gingen beide gemeinsam in das Zimmer und ich fand es echt schön. Jamie warf direkt ihren Rucksack in die Ecke und schmiss sich auf das riesen Doppelbett.

Ich konnte mir ein Lächeln einfach nicht unterdrücken. Das Bett war direkt mit der einen Hälfte ans Fenster gequetscht, mit dem man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt hatte. Da es schon relativ dunkel war, sah man nurnoch die vielen Lichter, der großen Häusern und Wolkenkratzern, Lokale mit vielen bunten Lichterketten, eine Kirmes die man nur von weitem an dem Riesenrad, ein wenig erkennen konnte und die Straßenlaternen, die die Einkaufsstraßen beleuchteten. Jamie saß im Schneidersitz auf der Hälfte des Bettes und sah sich alles genau an. "Willst du auf der Seite schlafen?" fragte ich und ließ Mich auf einen Stuhl sinken. Sie nickte, ohne mich sonst zu beachten. "Um 9 Uhr sollen wir morgen an der Kirche sein", sie wendete sich zu mir. "Wir sollten schlafen."

gesagt. getan.
keine 20 Minuten später lagen wir leise nebeneinander in dem Dunkeln Hotelzimmer. Zwischen uns beiden war ein Riesen Abstand. Jamie lag ganz am Rand ihrer Hälfte, und ich an meiner. Obwohl sie so tat, als ob sie schlafen würde, wusste ich, dass sie wach war. Da sie allerdings wohl dachte dass ich schon eingenickt wäre, rechnete sie wohl kaum damit, dass ich hörte wie sie schluchzte.

Ich drehte mich zu ihr, doch sie blieb mit den Rücken zu mir und der Abstand veränderte sich auch nicht. Die bewegte sich keinen Millimeter. Behutsam Strich ich ihr über den Arm. Ruckartig schlug sie meine Hand weg. Kurz darauf drehte sie sich zu mir um und begann stark, aber leise an, zu weinen. Ich setzte mich ein wenig auf und legte dann meinen Arm um sie. "alles ist gut, ich bin ja da", flüsterte ich beruhigend. Ihre Stirn lag an meiner Brust, genauso wie Ihre eine Hand, die sie darauf abstützte. Sie weinte in mein T-Shirt, doch es machte mir nichts aus.
[....]
"Ich hab gedacht ich verliere dich..", wisperte sie, während sie kleine Kreise auf meinen Oberkörper malte. Ich hatte sie immernoch in meinen Arm, mein Kopf, auf ihrem. "Ich hab dich sehr lieb. Du glaubst mir gar nicht, wie wichtig du mir bist. Es tut mir alles so leid. Wenn ich könnte würde ich alles zurücknehmen", flüsterte ich. Sie sagte daraufhin nichts, sondern kuschelte sich an mich.

Ob sie mir verziehen hatte? Das war ja kein eindeutiges Ja. Ich schnappte mir mein Handy, ohne mich aus der Umarmung zu befreien, und machte ein Foto von uns. Sie, schlafend mit dem Kopf an meiner Brust und ich lächelnd in die Kamera. "Ich hab dieses kleine tapfere Mädchen sehr lieb. :)<3" Ich drückte ihr einen Kopf auf den Haaransatz und zog sie näher zu mir. Sie bekam anscheinend nichts mit, da sie schon tief und fest eingeschlafen war. Doch meine Gedanken ließen mich nicht schlafen..

Geschwisterliebe. [Taddl FF]Lies diese Geschichte KOSTENLOS!