>Chapter 37<

1.1K 92 14

,,Ich ziehe nicht um!" schrie ich meine Eltern an. ,,Teece, bitte!", versuchte meine Mutter ruhig zu bleiben. ,,Du wolltest nicht zu mir und auf das Internat wolltest du auch nicht! Dann ziehst du eben zu deinem Onkel", sagte mein Vater streng. ,,Ihr könnt mich nicht zwingen!" Ari kam auf mich zu und wollte mich umarmen doch ich ging einen Schritt zur Seite. ,,Was habe ich euch getan das ihr mich abschiebt?!", eine Tränen verließ meine Wange. ,,Ich habe immer alles getan was ihr von mir verlangt habt! Hab immer gute Noten geschrieben, mich so oft nicht mit meinen Freunden getroffen und jetzt?", ich holte Luft und weitere Tränen sammelten dich in meinen Augen. ,,Jetzt schiebt ihr mich zu meinem Onkel und dessen Frau!! Wisst ihr wie sehr ich euch hasse", schrie ich sauer und wusch meine Tränen weg. ,,Beezes, Ysec, könntet ihr vielleicht gehen?", fragte meine Mutter. ,,Warum sollen die gehen? Die sollen ruhig wissen was ihr für Rabeneltern seid! Was meine Mutter für eine Schlampe ist!" Plötzlich klatschte etwas sehr kräftig gegen meine Wange. Es brannte und tat höllisch weh. Ich sah zu meiner Mutter, sie hatte mich geschlagen. ,,Ich fass es nicht", sagte ich in normaler Lautstärke und hielt meine Wange. ,,Es.. Es tut mir Leid", sie sah zu mir und wollte auf mich zukommen doch ich schlug ihre Hand weg. ,,Fass mich nicht an!", nachdem ich das gesagt hatte lief ich sauer aus dem Auto. Wie können sie nur? Nach allem was ich für sie getan habe! Ich riss die Tür des Autos meines Onkels auf, setzte mich auf die Rückbank und knallte die Tür zu. Ich stützte meine Ellenbogen auf meine Beine und legte mein Gesicht in meine Hände. Anschließend liefen heiße Tränen meine Waage entlang doch ich weinte nicht, nur diese Tränen zeigten einigermaßen wie ich mich gerade fühlte. Doch keiner konnte verstehen wie es sich in mir gerade anfühlte. Schrecklich, leer, alleine.. Solche Gefühle schwirrten in mir. Wenn ich könnte würde ich beschreiben wie es mir gerade ging, doch ich konnte es nicht. Ich wusste selbst nicht was ich fühlen sollte. Hass? Trauer? Oder doch etwas Verständnis? Nein.. ich fühlte nichts außer diese schreckliche Leere in mir.

Still saß ich da, gefühlte Stunden saß ich so geknickt auf dem hinteren Sitz des Autos, doch es waren nur Minuten. Ich hörte wie eine Tür geöffnet wurde und das Auto etwas wackelte. Wahrscheinlich setzten sich Ari und Remy gerade ins Auto um mich mitzunehmen. ,,Teece?", fragte meine Tante vorsichtig. Ich antwortete nicht sondern starrte weiter durch meine Finger auf die hässliche Fußmatte des Autos. ,,Fahr", sagte sie zu Remy der noch irgendwas sagte, ich verstand es aber nicht. Dann startete er das Auto und fuhr los. Ich warf einen kurzen Blick aus dem Fenster auf unser Haus. Meine Schwester und mein Bruder standen dort neben meinem Dad und sahen zu mir. Goodbye, sagte ich innerlich und wendete meinen Blick ab als das Haus aus meinem Sichtfeld verschwand.

Ich wusch mit meinen Handrücken über meine Wangen und setzte mich aufrecht hin. Die Fahrt bis jetzt redeten wir nicht, das Radio war auch nicht an. Man hörte nur Verkehrslärm oder Leute die hupten. Dann fuhren wir in eine Gegend in der ich zufuhr, soweit ich weiß, noch nicht war und hielten an einem schönen Haus. ,,Wir sind da", sagte meine Tante und lächelte mir leicht zu. Ich runzelte leicht meine Stirn. Wir waren doch keine sechs Stunden gefahren? Höchstens eine. ,,Wir fahren erst nächsten Sonntag nach Aptos. Das ist unser Ferienhaus in Beverly Hills", erklärte sie. Ich sah aus dem Fenster. Es war besser hier zu sein, wenigstens in Beverly Hills, und erst nächste Woche zurück zu fahren. Doch viel ändern tat es auch nichts an der Situation. Ich muss nach Aptos, ob heute, Morgen oder nächste Woche spielt dabei keine große Rolle.

,,Kommst du mit hinein?", ich hatte garnichts bemerkt das sie beide bereits ausgestiegen sind und Ari nur den Kopf durch das Fenster gesteckt hatte. ,,Mhh", murmelte ich und schnallte mich ab. Beginnt nun mein 'neues' Leben oder doch erst nächste Woche? ,,Wo sollen die Kartons hin?", fragte Remy seine Frau als ich gerade die Tür öffnete. Eine kalte Brise wehnte an mir vorbei in das Auto. Ich schlang meine Arme um mich als ich eine Gänsehaut bekam. Es war ein kühler Februartag.

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!