24. gemähter Grashalm

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Am nächsten Morgen wachte ich völlig gerädert auf. Ich hatte in der Nacht kaum gerschlafen und war immer wieder hochgeschreckt und hatte über alles mögliche nachdenken müssen. Elly, mein Vater, Bennet, die Schule und Sarah und Jenna. Ich hatte in den letzten Wochen verdammt viele Dinge in meinem Leben endgültig versaut und allmählich begann ich die Rechnung dafür zu zahlen, was ich damals getan hatte.

"Alia, wie wäre es, wenn du jetzt endlich mal aufstehst?", rief mein Vater von unten.

Ich antwortete nicht. Ich lag unter meiner Decke und dachte über Elly und meionen Dad nach. Ich wollte sie nicht zusammen sehen. Ich mochte sie nicht und sie hatte meinen Dad auch nicht verdient.

Nach einiger Zeit hörte ich, wie mein Dad über die Treppe zu meinen Zimmer hinauf trampelte.

Ich ließ niemanden gerne in mein Zimmer,auch meinen Dad nicht. Nicht einmal Sarah und Jenna waren oft darin gewesen. Ein Zimmer war eine wahnsinnig private Sache und ich lebte in der Dauerhaften Angst, dass jemand wegen meinem Zimmer herausfinden könnte, was ich getan hatte und dass ich sie die ganze Zeit angelogen hatte.

"Ich komm gleich Dad", rief ich deshalb und stand so schnell ich konnte auf und kam meinem Vater entgegen. Ich rannte fast.

"Auf einmal hast du's also eilig? Was versteckst du denn da oben, das ich nciht sehen darf? Deinen Freund?"

"Ich hab keinen Freund, das weißt du doch", knurrte ich und drängte mich an meinem Vater vorbei. Seltsamerweise hatte ich bei seinen Worten unwillküröich an Ben denken müssen. Ob er wirklich mein Freeund sein wollte? Oder nur ein Freund?

Ich wusste es nicht und sollte am Besten damit aufhören, über DSinge nachzudenken, die ich sowieso nie haben konnte.

Viel zu spät erst fiel mit wieder ein, dass mein Vater und ich nciht alleine im Haus waren. Elly war auch noch da und nun stand ich im Schlafanzug in der Küche, direkjt vopr ihr. Jetzt nochmal nach oben zu rennen wäre allerdings auch blöd gewesen, also setzte ich mich schnell auf meinen Platz.

"Und was machst du schönes dieses Wochenende?", fragte Elly mich viel zu munter und strahlte meinen Vater an. Dieser strahlte zurück, was meinen Magen noch mehr zusammenkrampfen ließ. Ich kponnte ihre glücklichen Blicke nciht ertragen.

"Nischts", mampfte ich und stopfte meinen Mund so voll wie möglich, damit sie ja nciht auf die Idee kam, ich wöllte ein Gespräch mit ihr führen. Natürlich kapierte sie den Hinweis nmciht und fragte mcih weiter über meine Wochenendpläne aus, die nunmal mnicht existierten.

In mir grollte es. Ich wollte nciht über mein Wochenende gefragt werden. Ich wollte nicht daran denkenk, dass ich sowieso niemanden hatte, mit dem ich etwas unternehmen könnte und ich wollte schon gar nicht so tun, als wäre mein Leben irgendwie interessant. Ich wollte einfach nur meine Ruhe und alleine sein mit mir und meinen Gedanken. Aber das verstand sie offensichtlich nicht, die blöde Kuh!

"Weißt du was, du hast recht. Ich habe tatsächlich etwas vor und da muss ich jetzt leider auch gleich schon los", knirschte ichg und stand so schnell vom Tisch auf, dass mein Stuhl nach hinten fiel und mit einem lauten Knall auf dem Boden aufkam.

Erschrocken über meine heftige Reaktijon weiteten sich ihre Augen. Sie war doch Psychotherapeutin... sollte sie solche Ausabrüche nicht gewöhnt sien? Naja vielleicht war sie auch eine schlechte, sie hatte schließlich auch etwas mit einem ihrer Pazienten - meinem Vater - angefangen.

"Und mit wem trioffst du dich jetzt?", fragte mein Vater skeptisch nach und blickte mich wegen dem umgefallenen Stuhl etwas angesäuert an.

"Mit Ben", log ich die beiden an und floh danach aus der Küche.

Ein Abend frisch gemähtes GrasLies diese Geschichte KOSTENLOS!