Dunkelheit. Ich streckte mich. Ich hatte keine Ahnung wo ich war, aber es fühlte sich trotzdem nicht fremd an. Erst jetzt bemerkte ich, dass mir eiskalt war und mein Körper zitterte. Eine schwere Decke lag auf meinem Körper und drückte mich in ein viel zu hartes Bett. Die Luft war feucht und roch modrig, wie in einem alten Keller. Ich blinzelte aber sah trotzdem nur schwarz. Wo war ich? Angst kroch in mir hoch und umhüllte mich. Weit entfernt hörte ich eine Tür zuschlagen und Schritte näherten sich. Ich verbarg meinen Kopf unter der Decke und hoffte, dass die Person, die gleich den Raum betreten würde mich nicht sah. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Und dann hörte ich wie jemand einen Schlüssel ins Türloch steckte und langsam drehte. Ich wollte schreien und weg laufen aber ich war wie erstarrt und bewegte mich nicht. Leise öffnete sich die Tür und jemand trat ein. Es waren schwere Schritte und sie näherten sich langsam dem Bett. Ich hatte das Gefühl unter der schweren Decke zu ersticken, aber ich blieb ruhig und machte kein Geräusch. Ich hörte sogar auf zu atmen und begann schon rote Punkte hinter meinen geschlossenen Augenlidern zu sehen. Mit einem Ruck wurde mir die Decke von Kopf gerissen und ich fühlte mich nackt. Ich wagte es nicht ein Auge zu öffnen um zu schauen wer das stand, also blieb ich weiter regungslos liegen. Jemand berührte meine Schulter und drehte mich auf den Rücken. Ich konnte einen Druck auf meinem Gesicht spüren als wollte jemand mich ersticken. Mein Körper bekam immer weniger Sauerstoff und meine Hände bewegten sich wie von selbst zu meinem Mund. Ein Kissen wurde auf meinen Mund und meine Nase gepresst. Ich schlug um mich und biss in das Kissen und plötzlich war das Kissen weg. Jemand hat es von meinem Gesicht genommen und ich atmete erleichtert meine ganze Lunge voll mit Sauerstoff. Mir wurde fast schwindlig. Dann hörte ich Schritte. Sie gingen Richtung Tür. Ich machte vorsichtig ein Auge auf und dann sah ich unscharf eine Person vor meinem Bett stehen. Sie war groß und trug ein schwarzes, kurzärmliges Tshirt. Auf ihrem Kopf hatte sie eine schwarze Maske, so eine wie Bankräuber sie meist tragen. Ich schaute sie an und plötzlich fing sie an zu lachen. Ich konnte blendend weiße Zähne erkennen. Es war ein Mann, denn er hatte eine tiefe Stimme. An den Armen hatte er viele Muskeln und sein Lächeln war bezaubernd. Fast fing ich auch an zu lachen, aber dann fiel mir ein, dass er ja versucht hatte mich zu ersticken. Langsam konnte ich ihn besser erkennen, da meine Augen sich an das halb dunkle gewöhnt hatten. Ich wollte etwas sagen aber aus meiner Kehle kam nur ein heiseres Krächzen. Er legte einen Finger auf meine Lippen und flüsterte: „Sag nichts und ruh dich noch ein wenig aus Süße." Dann ging er zur Tür, drehte sich aber nochmal um und lächelte mir zu. „Schlaf schön.", sagte er mit einer dunklen Stimme. Ich war fast traurig, dass er nicht geblieben ist aber gleichzeitig war ich auch sehr erleichtert. Ich zog mir die Decke wieder bis zum Hals und schlief weiter.
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catched
RomanceAmy ist 17 Jahre alt und wird von einem Unbekannten in einem Keller festgehalten. Sie weiß nicht wo sie ist und sie weiß auch nicht wer der mysteriöser Unbekannte ist, aber sie hat große Angst. Der anonyme Entführer sorgt allerdings gut für Amy und...
