Kapitel 15

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There now, steady love, so few come and don't go

Will you, won't you be the one I'll always know?

When I'm losing control, the city spins around

You're the only one who knows, you slow it down

- Look After You by The Fray

Mia Lovenburg

Wenn man jemanden wirklich liebt bedeutet das sich demjenigen voll zu verpflichten. Möglich zu machen mit demjenigen zu sein in jedem Moment, zu jeder Zeit. Wenn derjenige dich braucht, bist du genau da, wo du sein solltest. Manche Leute haben dieses perfekte Leben, wo sie alles haben was sie brauchen. Liebe und Glück. Aber dann gibt es andere Menschen, wo es anders ist. Menschen die vielleicht Glück haben, aber keine Liebe. Oder sie haben Lieber, aber nicht das Glück. Das Leben kann in so vielen Arten definiert werden, so dass jeder Mensch eine komplett eigene Definition dafür hat.

Wenn ich sage, dass ich Liebe haben will; dann meine ich das. Ich will das sie mein ganzes Leben lang da ist. Ich will nicht, dass sie mir jemals aus den Augen verschwindet. Denn in der Realität wäre ich gar nichts ohne Liebe. Das ist etwas was sich jeder wünscht: geliebt zu werden.

Und das schien mir gerade zu passieren.

Liams Hand zog an meiner Hand während meine Augen bloß Schwärze sahen. Die Augenbinde klebte an mir während ich innerlich seufzte. Liams Finger waren mit meinen verschlossen während er mich zieht, damit ich weiter vorwärts laufe.

"Hoffentlich ist es was schönes.", murmelte ich. Liams laute Lache füllte die Luft und er schlang seine Arme um meine Taille. Ich keuchte und fühlte die Röte in meine Wangen steigen. Liams Hände wanderten herauf zur Augenbinde, um den Knoten zu öffnen und sie herunterfallen zu lassen. Zuerst sah ich alles nur verschwommen und rieb zusätzlich noch mit meinen Handflächen über meine Augen. Meine klare Sicht wurde besser und mein Herz fing an zu klopfen.

Dort war ein Tisch bedeckt mit einer weißen Tischdecke. Kerzen leuchteten und ein Abendessen wurde vorbereitet. Meine Worte blieben mir im Hals stecken. Ich war komplett sprachlos. Meine Lippen waren leicht geöffnet während ich zitterte.

"Ich-Ich weiß nicht was ich sagen soll.", stotterte ich. Liams Lächeln war gigantisch, noch immer mit seinen Armen um meine Taille. Ich kuschelte mich in seine Schulter während er Strähnen meines Haares aus meinem Gesicht strich.

"Du verdienst das Beste.", flüsterte er mir in mein Ohr. Eine Gänsehaut breitete sich auf meiner Haut aus und ein kalter Schauer lief meinen Rücken herunter. Es war die perfekte Szene. Die Kulisse bestand aus einem Sonnenuntergang und darunter der Ozean.

"Das ist absolut wunderschön.", flüsterte ich und ging weiter. Meine Finger spielten mit dem Saum meines Kleides während sich meine Augen verkleinerten, um all die anderen Sachen um uns herum zu entdecken. Das Lächeln war wie geklebt auf meine Lippen, als ich mich hinsetzte. Liam tat sofort dasselbe.

"Also was hast du geplant, Li?" Ich lächelte als ein Mann herkam und uns unser Essen brachte. Ich bemerkte, dass es Harry war. Bloß trug er einen gefälschten Oberlippenbart. Mhm.

"Ich-Ich dachte, dass Abendessen wäre genug. Wir können den Strand noch entlang spazieren?" Ich wusste, dass er ein bisschen skeptisch war, da er dachte ich würde ein schnippisches Kommentar ablassen. Aber natürlich hatte er bereits genug für mich getan. Ich sollte dankbar sein, nicht das überhaupt erst verärgert war.

"Das wäre perfekt." Ich lächelte während seine Wangen erröteten.

Wir redeten. Wir aßen. Wir hatten Spaß. Aber vor allem, klopfte er an meinem Herzen und mein Herz lud ihn ein.

* * *

"Ist das dein Ernst? Hast du ein bisschen zu viel vom Wein gehabt?", fragte Liam mich mit erhobenen Augenbrauen. Ich kicherte endlos und schüttelte meinen Kopf.

"Sei kein Weichei, Liam. Es ist doch nur Wasser." Ich lächelte während ich mir meine Schuhe auszog. Liams Augen weiteten sich als er sich hin kniete, um seinen Fingerspitzen über das Wasser gleiten zu lassen.

"Oh Gott! Das ist kalt.", murmelte er laut genug, damit ich es hören konnte. Ich verdrehte meine Augen während ich am Verschluss meines Kleides fummelte. Liam stand wieder auf und bemerkte wie ich versuchte mein Kleid auszuziehen. "Ich hoffe sehr, dass das keine Stripshow ist. Obwohl, ich werde sie womöglich sogar genießen." Er lachte als ich ihm spielerisch auf die Schulter schlug.

"Entspann dich. Ich werde noch meine Unterwäsche tragen. Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich werde jetzt schwimmen gehen.", lachte ich und zog mein Kleid aus. Liam starrte mich mit offenem Mund an. Meine weiße Spitzenunterwäsche war sicher genug, doch ich musste nochmal kurz meinen trägerlosen BH richten. Ich zwinkerte ihm zu bevor ich ins Wasser sprang.

Die Kälte raste auf meine Haut zu und eine Gänsehaut breitete sich überall aus. Meine kleinen Locken waren nun nass und mein Makeup war ebenfalls ruiniert. Ich kam wieder an die Oberfläche und schwamm umher während ich leise kicherte.

"Mia Grace Lovenburg, deswegen liebe ich dich." Liam lächelte und zog seine Converse aus. Sein kariertes Hemd lag bereits neben meinem Kleid auf dem Dock. Seine Bauchmuskeln und V-Line zeichneten seine Haut während ich wirklich versuchte nicht zu gucken. Seine Socken lagen auf dem Boden während seine Hose neben meiner Kleidung lag. Er trug nur noch seine Unterhose bevor er ins Wasser sprang. Ich lächelte als es eine große Fontäne und kleine Wellen verursachte.

"Siehst du. War es so schwer?", murmelte ich wehmütig während sein Kopf von unter Wasser wieder auftauchte. Er schüttelte seinen Kopf und schwam um mich herum.

"Du bist viel zu abenteuerlustig, Mia.", lächelte er und wir beide schwammen herum. Vielleicht durften wir das nicht, aber darum geht es doch im Leben. Risiken eingehen. Wir lachten beide und genoßen die Zeit bis die Sonne komplett untergegangen war und der Mond sie stattdessen ersetzt hatte. Die Spannung wurde nun größer. Das Mondlicht strahlte über Liam während seine pinken Lippen sich wölbten.

Wir schwammen aufeinander zu. Mir rutschte mein Herz in die Hose und mein Kopf überkam ein Schwindelgefühl. Passierte das wirklich? Oder träumte ich nur?

Ich hatte mich nicht selber gekniffen. Ich sagte mir auch nicht wieder aufzuwachen. Denn ich wusste, dass hier war die Realität. Das ich selber, Mia Lovenburg, das voll und ganz erlebte. Ich wollte wirklich, von ganzem Herzen, dass es nicht aufhört.

Ich fühlte Liams heißen Atem auf meinen Lippen während er mich näher an sich zog. Unsere Nasen berührten sich leicht bis sich seine pinken, weichen Lippen bewegten.

"All I want is the taste that your lips allow.", flüsterte er was mein Herz fast zum zerspringen brachte.

Denn irgendwie.

Er wusste, dass das mein allerliebstes Lieblingslied war.

Und dann wurde es mir klar.

Liam James Payne hatte mir mein Herz gestohlen.

Little Batman - Liam Payne (Deutsche Übersetzung)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!