The truth

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"Als du von diesem Traum erzählt hast, habe ich gemerkt, dass es kein Traum war."
"Was meinst du damit?", fragte ich unwissend.
"Es war kein Traum. Es war eine Erinnerung.", sagte Jason und sah mich an.
Er bemerkte wie ich es noch immer nicht richtig begreifte und sagte:
"Dein Traum ist in Wirklichkeit schon passiert. Früher kannten wir uns wirklich schon und ich war auch schon öfters bei dir zu Hause als wir noch klein waren. Wir hatten oft miteinander gespielt und verstanden uns wie Geschwister... Und du .... bist meine Schwester."

Ich versuchte zu verstehen was er mir gerade sagte. Ich konnte es nicht glauben. Ich war enttäuscht, weil er mir nie davon erzählt hat. Wieso log mich immer jeder an? Jason war mein Bruder.

"Cat, sag was."
"Ich verstehe es nicht. Wieso erzählst du mir das jetzt?"
"Ich konnte es nicht früher sagen, weil du noch viel zu verwirrt warst, das erste Mal hier im Internat zu sein und zu erfahren, dass du übernatürlich bist."
Er hatte Recht, aber ich war doch noch wütend.
"Wer weiß es noch?", fragte ich ihn.
"Evelyn."

Wieso hatte sie mir auch nichts erzählt?

Wenn er mein Bruder ist dann haben wir die gleichen Eltern. Ist meine Mutter dann tot?

"Ist... ist meine leibliche Mutter tot?", fragte ich leise.
"Nein. Als ich dir am Anfang erzählt habe, dass meine Mutter tot war, war das meine Stiefmutter und nicht unsere leibliche Mutter."
"Kennst du unsere leibliche Mutter?", fragte ich ihn.
"Nein, aber deine Adoptiveltern kannten sie und mein Vater auch. Unser Vater.", sagte er.
"Unser Vater? Ist er unser leiblicher Vater?", fragte ich ihn.
"Ja. Das ist er."

Wieso hatte mein Vater sich nie bei mir gemeldet? Wieso ist er bei Jason geblieben? Wieso stand sein Name nicht auf der Akte wie der meiner leiblichen Mutter? Wieso hatte ich keine einzige Erinnerung an ihn, Jason und an meiner leiblichen Mutter?

"Catherine, ich weiß dass das jetzt schwierig zu verdauen ist, aber du wirst das hinkriegen.", munterte Jason mich auf.
"Weiß... weiß du dann auch wieso ich keine Kräfte mehr habe, oder wieso ich diese Träume habe oder wieso ich so krank bin?"
Jason schüttelte den Kopf.
"Ich kann das nicht mehr. Ich gehe jetzt zur Krankenschwester und lasse mich von ihr untersuchen. Ich kann jetzt nicht darüber nachdenken, dass wir Geschwister sind oder sonst was. Ich muss wissen wieso das alles hier passiert."

Jason nickte nur. Ich ging an ihm vorbei und lief schnell zur Krankenschwester Als ich dort war, bemerkte ich das etwas nicht stimmte. Sie sah mich eigenartig an. Ich konnte nicht erkennen was mit ihr los war.

"Was ist los?", fragte ich Mrs Hale.
"Setzt dich hin.", bittete Sie mich.
Ich saß mich auf den Stuhl und wartete bis Sie etwas sagte.
"Wir haben gestern dein Blut untersuchen lassen unf heute sind die Ergebnisse gekommen...", erzählte Sie.
"Und?"
"Und es scheint nicht sehr gut zu sein Catherine. Du wirst immer schwächer, hast Symptome und verlierst deine Kräfte."

Das hatte ich mir schon gedacht. Ich war nicht so schockiert von der Neuigkeit.

"Können Sie was dagegen machen?", fragte ich verzweifelt.
"Auch haben wir herausgefunden, dass du ein Gift in deinem Blut hast. Wir wissen nicht genau was das für ein Gift ist, aber es verursacht, dass deine Gaben verschwinden."

Als Sie mir das erzählte, wusste ich dass es die Spritze war. Es war dieser Junge, der mich damit gespritzt hatte. Ich wusste nicht wieso ich es noch nicht erzählt hatte, aber jetzt war es der richtige Zeitpunkt.

"Ich muss Ihnen etwas sagen. Als dieses ganze Chaos hier anfing, wurde ich im Maskenball von jemanden in den Arm gespritzt. Und das könnte das Gift sein."
"Und das erzählen Sie erst jetzt? Wer hat das denn getan?", fragte Mrs Hale fürsorglich.
"Ich weiß es nicht, er hatte eine Maske an."

Sie nickte und sagte mir noch, dass Sie es Lexi erzählen musste, sonst waren auch andere hier im Internat gefährdet.
Mrs Hale gab mir noch Medikamente gegen Schmerzen.

Ich ging in die frische Luft und saß mich auf einen Stein.
"Cat?"
Ich sah mich um und sah ihn wunderschöne blaue Augen.
"Stefan?"
"Hi.", sagte er.
Ich lächelte nur.
"Ist alles in Ordung?"
Ich schüttelte meinen Kopf.
"Möchtest du darüber reden?"
"Nein, eigentlich nicht."
"Ok. Dann rede ich."
Ich sah ihn fragend an.
"Ich war ein paar Tage nicht im Internat. Ich weiß das es nicht erlaubt ist, aber es hat einen guten Grund. Ich habe ein Stipendium bekommen. Und werde dort drei Jahr lang studieren."
"Was? Wow. Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich freu mich für dich!", sagte ich sprachlos und lachte.
"Danke Cat."
Seine Augen sahen andauernd meine Lippen an und dann wieder meine Augen.
Wollte er mich küssen?

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