Das Kapitel kommt 4729469267403 Jahre zu spät, es tut mir leid. Hasst mich. xxx

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Zoé Pilar Perez

Ich wusste nicht, wo mir der Kopf stand. Und genauso wenig wusste ich, was ich sagen sollte. Ich fühlte mich erdrückt zwischen den zwei Oppositionen, meinem Vater und meinem Freund, und wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Zwar stand ich mit ganzem Herzen auf Harrys Seite - auf unserer Seite - aber dennoch war unser Gegner mein Vater. Der Mann, der sich immer um mich gesorgt hatte, egal was war. Der Mann, der geblieben war, als meine Mutter gegangen war.

Als ich ihn im Café erblickte, die Wangen rot angelaufen vor Wut und die Hände zu Fäusten geballt, hatte ich das erste Mal das Gefühl, ihn nachzuvollziehen. Tatsächlich verstand ich, dass er mich einfach nicht an jemand anderen weitergeben wollte. Er hatte einfach Angst, mich an Harry zu verlieren. Hinzu kam, dass er felsenfest der Annahme war, Harry würde mir das Herz brechen.

Diese Erkenntnis machte es mir nur noch schwerer, den Mund zu öffnen und endlich etwas in den Raum zu werfen. Auch Alessandro, Harry und mein Vater schienen vor lauter Überraschung, dass ich aufgetaucht war, nicht zu wissen, was sie sagen sollte, und blickten mich nur mit jeweils anderen Emotionen auf den Gesichtern an, während Noemi langsam nach meiner Hand griff und flüsterte:

„Zoé, es ist nicht so wie du denkst."

„Streitet ihr euch um mich?", fragte ich, ohne auf Noemi einzugehen, und blickte stur in Harrys Augen, in der Hoffnung von ihm und nicht einem durchdrehenden Vater eine Antwort zu bekommen.

„Du weißt, worum es geht, Pilar. Es hat sich nichts geändert, seitdem den Vater und ich uns das letzte Mal gesehen haben."

„Warum seid ihr alle" mein Blick fand Alessandro auf „hier, und ich wusste nicht einmal mehr etwas davon?"

„Sorry, Prinzessin, das ist auf meinem Mist gewachsen.", warf Alessandro ein und zuckte mit den Schultern, ehe mein Vater begann ihn und Noemi aus dem Café zu schieben.

„Wir klären das jetzt unter uns", hatte er ihnen eingeredet.

Sobald wir nur noch zu dritt waren, wies mein Vater uns an, uns an einen der vielen Tische zu setzten, er selbst blieb jedoch mit den Händen in die Hüfte gestemmt stehen.

Sein Blick ruhte nachdenklich auf uns und es wirkte, als würde keiner der beiden Männer als erster anfangen wollen zu reden, weshalb schließlich ich begann zu sprechen:

„Dad, darf ich dich fragen, was du dir wünschst? Wie willst du diesen Streit beenden?"

Ein leises Räuspern verließ seine Lippen und er starrte mir ein paar Minuten zögerlich in die Augen, als würde er nach der passenden Antwort suchen, ehe er anschließend auf Spanisch antwortete:

„Ich will, dass du wieder zu der richtigen Zoé wirst. Seitdem du mit ihm", er deutete mit einer raschen Kopfbewegung auf Harry, welcher ihm mit gerunzelter Stirn zuhörte, obwohl er sicherlich kein Wort verstand, ehe er fortfuhr: „Zeit verbringst. Du vernachlässigst deine Freunde, deine Arbeit, ..."

„Und du fühlst dich auch vernachlässigt, richtig?", fragte ich mit möglichst ruhiger Stimme weiter, wobei ich mir erhoffte, dass er ebenso nicht zu furios werden würde.

Doch ich hätte es besser wissen müssen, schließlich kannte ich meinen Vater. Dieser klopfte nämlich schon nach wenigen stillen Augenblicken wütend mit seiner Faust auf die Tischplatte vor Harry und zeigte anschließend anklagend auf ihn. „Was hast du mit meiner Tochter gemacht? Sie war noch nie so!"

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