Kapitel 43 (Der neue Lehrer)

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*Aus Y/N Sicht*
Thiago betritt die Halle und läuft zu Albus.

Ich verstehe das nicht. Was macht er hier? Hat mein Vater ihn hierher geschickt?

Draco verkrampft am ganzen Körper.
"Schatz, bleib ruhig" versuche ich ihn zu beruhigen. Doch es scheint nicht zu klappen. Er drückt mich immer mehr gegen sich.
"Draco..." ich versuche seine Arme wegzudrücken.
"Draco bitte..." wimmere ich. Er drückt immer mehr zu und tut mir weh.
"Ich... bekomme... keine..." eine Träne läuft über meine Wange.
Noch immer versuche ich verzweifelt sein Griff zu lockern. Doch Draco scheint es nicht zu merken, starrt nach vorne und achtet nur auf Thiago. Ich kratze ihn und versuche wegzurutschen. Doch je mehr ich mich winde und bewege, desto mehr drückt er zu.

"Draco!" zischt Mattheo.
Er löst sich von seiner starre und dreht sich zu Mattheo. "Achte doch mal auf Y/N!" schnauzt dieser ihn an.
Draco lässt mich sofort los. Ich rutsche von seinem Schoß und Mattheo zieht mich ein Stück zu sich. Schnell lehne mich auf den Tisch und hole tief Luft. Ich huste einige Male und hab das Gefühl einfach nicht genug Luft zu bekommen.
"Sag mal spinnst du? An ihr ist eh nichts dran! Willst du ihr die Knochen brechen?" motzt Pansy.
Draco wirkt komplett überfordert. Er sieht auf seine Hände. Dann auf mich. Mein Gesicht glüht, aber ich schaffe es langsam wieder normal Luft zu holen.

"Ist schon gut. Bitte hört auf." ich will mich wieder an Draco anlehnen, doch er drückt mich nach vorne. "Darling ich... ich...".
Draco hat glasige Augen und ich ahne was gleich passiert. Schnell steh ich auf und zieh so einige Blicke auf mich. Auch die meines Großvaters und Thiagos, doch es ist mir egal.

Ich nehme Dracos Hand und ziehe ihn stumm hinter mir her. Kaum schließt sich die Tür hinter uns, drehe ich mich zu Draco.
"Draco es ist alles in Ordnung" lächle ich. Ich möchte auf ihn zugehen, doch er geht einige Schritte zurück.
"Nein! Ich habe dir wehgetan! Darling, es tut mir so leid!" er greift an meine Bluse und zieht sie hoch. Man erkennt die roten Abdrücke seiner Arme.
Tränen schießen ihm in die Augen "Darling... was habe ich getan?" flüstert er.

Ich höre wie die Türen sich öffnen.
Draco würde nicht wollen, dass ihn jemand so sieht. Darum ziehe ich ihn zu mir und lehne mich an die Wand. So werde ich beinahe komplett von ihm verdeckt und von ihm sieht man auch nur den Rücken. Durch die Wucht treffen unsere Lippen aufeinander und schnell intensiviert Draco den Kuss. Ich spüre die Tränen, welche über seine Wangen laufen.
Draco drückt mich mehr an die Wand und greift sanft meine Taille.

Kurz öffne ich meine Augen ein wenig und erkenne so Thiago und Professor McGonagall vorbeigehen.
Thiagos Blick spüre ich deutlich auf uns. Nachdem Draco mir gesagt hat, dass Thiago mehr Interesse hat ist es mir auch aufgefallen. Ich fühle mich schuldig, obwohl ich nichts dafür kann.
Doch, dass er uns nun so sieht passt perfekt! Ich grinse in den Kuss und konzentriere mich wieder auf Draco.

*Aus Dracos Sicht*
Wir sitzen im Unterricht und warten. Noch immer habe ich furchtbare Schuldgefühle wegen Y/N. Ich habe ihr wehgetan und habe es nicht mal gemerkt. Ich war blind vor Hass.
Doch sie ist nicht mal wütend auf mich. Gerade hält sie meine Hand und spielt mit meinen Ringen.
"Draco? Wollen wir heute nach dem Unterricht mit Albus sprechen? Ich meine... Er hat Thiago doch auch auf dem Anwesen gesehen. Er weiß wer er ist."
"Du hast recht. Wir gehen direkt nach der Stunde zu ihm" lächle ich und gebe ihr ein Kuss auf die Wange.

Hand in Hand gehen wir durch die Gänge und die steilen Treppen du Dumbledores Büro hinauf.
"Großvater?" die Türen öffnen sich, wie immer, von allein und wir gehen in das große Büro. Er sitzt an seinem Schreibtisch und lächelt, als sein Blick auf Y/N fällt. "Y/N, was verschafft mir die Ehre?" er deutet uns zu ihm zu kommen.
Wir nehmen Platz und Y/N sieht ihn einfach nur an.
"Du willst wissen weshalb Mister Bianchi hier unterrichtet?"
"Ich versteh es nicht. Du hast ihn doch gestern bei meinem Vater gesehen. Er ist ein Todesser. Einer seiner treuesten Anhänger! Was will er hier?" faucht sie ihn an.
"Dein Vater hat mich darum gebeten" erklärt er ruhig. "Was?" fassungslos sieht sie mich an.

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