Die wirkliche Wahrheit

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Erim stieg lahm in das Auto, neben ihm saß Makad am Steuer. Nachdem Erim gesehen hatte was Makad mit mir angestellte, hielt er erst einmal eine verdammt lange Standpauke, erst danach beruhigte er sich und wies ihn an zum Institut zu fahren. Makad war seit dem ruhiger als die stillste Maus. Warum Makad ausgerechnet jetzt so still blieb wollte mir einfach nicht in den Kopf gehen. Wieso hatte Erim ihn erst jetzt angefangen zu beschützen? Was sollte ich dazu bitte sagen. Danke Erim für dein einsatz? Das wollte ich nicht. Er hatte mich nun schon so viel leiden lassen. "Reo, wie kommt es dazu das du dort gelandet bist?" Fragte mich Erim nachdem wir das Dorf verlassen hatten. Kurz sah ich ihn an, schaute aber gleich wieder weg. Mir war nicht nach reden. Erim wartete noch eine weile, bis er seufzend den Kopf schüttelte. "Dann nicht. Mach dir keine sorgen, ich werd mich persönlich um dich kümmern. Damit mein ich um dein wohl." Er sah mich über seine Schulter an. Zur Bestätigung das ich verstanden hatte nickte ich und starrte stur aus dem Fenster. Erim schüttelte wieder den Kopf und ließ es dabei bleiben. Ich lehnte meine Stirn gegen die kühle Scheibe und beobachtete die vorbei rauschenden Bäume. Tannen, Eschen, Eichen. Der Wald durch den wir fuhren War neblig. Zwischen den Stämmen der Bäume schlich er hindurch bis auf die Straßen. Der Anblick War düster wie auch angenehm. Mitten auf einer Lichtung, erhaschen ich ein Blick auf ein kleine Reh Familie. Vorsichtig berührte ich die Scheibe, als könnte ich einfach hindurch fassen. "Sie sind mindestens eben so scheu wie du selber." Erklang die stimme von Erim. Ich spähte zu ihm. "Seltsamer kleiner Neko." Murmelte er noc, bevor er sich gemütlich in den Sitz rutschen ließ. Makad der sich seit einer Weile nicht bemerkbar gemacht hatte stöhnte auf. Neugierig wandte ich mich ihnen zu. Erim zwinkerte mir grinsend zu. Erst verstand ich nicht was er wollte, bis ich sah was Makad für ein Problem hatte. Erim hatte seine Hand zwischen Makad's Beine geschoben und drückte auf seinem Glied herum. Makad biss sich auf die Lippen um nicht die Kontrolle über Auto und sich selbst zu verlieren. "Lassen sie das sein!" Stöhnte er wieder auf. "MH. Soll ich dir lieber eine andere Strafe geben? Wie wäre es mit Kantinen Dienst, oder gleich Aufsicht im Schülertrakt?" Erim forderte ihn mit einem leichten Druck auf. Makad blieb stumm und biss merkbar die Zähne zudammen.

Es war schon spät als sie endlich ankamen. Reo versuchte sofort aus dem Auto zu springe, doch Erim hielt ihn am Arm fest. "Tut mir leid Reo, aber du musst leider mit nach drinnen kommen." Er zog mich mit sich, als hätte ich überhaupt kein Gewicht. Ich strampelt solange herum bis sich Erim wieder zu mir umdrehte. Fragend zog er seine Augenbrauen hoch. "Ich will zurück." Ob ich wütend oder traurig sein sollte wusste ich nicht. Ich fühlte mich eher verlassen und hintergangen. "Komm erst einmal mit nach drinnen. Dort erkläre ich dir was los ist." Mit diesen Worten zog er mich mit nach drinnen. Erst vor einem Labor blieben wir stehen. Da ich befürchtete dort gleich reingesteckt zu werden, machte ich mich schwer und kauerte mich auf dem Boden zusammen. Erim ließ mich dort sitzen und verschwand durch die Tür zum Labor, bevor ich realisierte das er mich ohne Aufsicht hatte sitzen lassen, kam er auch schon wieder heraus und machte die direkt daneben liegende Tür auf. "Komm doch bitte kurz mit rein. Der Boden ist zu kalt." Und ausnungsweise hatte er recht. Zögernd folgte ich ihm ins Innere und nahm, auf seiner Geste hin, ihm gegenüber Platz. Gezwungen beobachtete ich ihn dabei wie er einige Papiere und Unterlagen durchschaut und dann auf einem Computer herumtippte. Verlegen schaute ich weg, ich fühlte mich unwohl dabei ihn zu beobachten, immerhin war er ja doch auf eine Art und Weise wie ein großer Bruder oder sowas. Weil mir diese Gedanken aber nicht zustimmen zuckte ich zusammen. "Was ist los?" Fragte mich Erim ohne aufzuschauen. "Nichts.." murmelte ich und schlang mir die Arme um mich. "Na komm schon her wenn es dir so gegen den Strich geht zu akzeptieren." Er klopfte etwas abwesend auf sein Schoß. Ich merkte wie mir das Blut in den Kopf schoss. "Äh, nein danke, ich.. ich verzichte." Stammelte ich und suchte nach einer Ablenkung. Genau diese fand ich als ich durch die Glasscheibe schaute. Darin war eine kleine Neko die kaum in meinem alter sein konnte. Ihr Raum bestand nur aus einem Bett, einem Schrank und einem Stuhl. "Da ist ja garnichts im Raum?" Stellte ich erschrocken fest. Eric sah auf und nickte. "Warum auch? Weder das Geld für Mobiliar noch der nutzen ist vorhanden. Sie ist bereits vergeben und wird nur noch ausgebildet bis sie groß genug ist. Vermutlich wird sie aber schon die nächsten Tage abgeholt." Erklärte er. Verwirrt musterte ich ihn, log er oder war das wirklich die Wahrheit? Eric musste meine frage bemerkt haben, denn er setzte zu einer weiteren Erklärung an. "Wahrscheinlich verstehst du da nicht, da dein Zimmer wesentlich größer als auch bestückt war. Das kommt daher, das du hier zu dem Institut gehörst. Eigendlich warst du niemals zur Ausgabe gedacht, was bedeutet das du dich auch nicht einfach binden könntest." Er seufzte und strich sich durchs Haar. "Eigendlich warst du schon immer an jemanden fest gebunden. Darum konnte niemand dich fest an sich binden. Du bist schon lange vergeben. Außerdem .." er brach ab nachdem ich ihn ansah, als wäre er durchgedreht. Lachend lehnte er sich zurück. Erinnerst du dich an deine Geburt? Sicher nicht. Also es war so das du nach deiner sogenannten Geburt mir übergeben wurdest. Etwas war anscheinend schief gelaufen. Etwa zwei Tage danach wurdest du auch noch Krank. Also nahm ich dich für diese Zeit mit zu mir nachhause. Das Institut hatte ziemlich viel Mist gebaut mit dir. Vermutlich bist du einer der wenigsten Neko die mehr menschliche Eigenschaften hervortragen. Unter anderem auch dein ganzer Genetischer Aufbau. Jedenfalls hattest du dich scheinbar so wohl gefühlt das du dich auf mich geprägt hast." Er lehnte sich noch weiter zurück und starrte an die Decke. "Sie lügen..." flüsterte ich ungläubig obwohl ich zugeben musste das er mir tatsächlich zu nahe stand als das ich ihm kein funken glauben schenkte. Erim zog seinen Mantel aus und schob sein Oberteil etwas hoch. Auf der linken Brust über seinem Herzen pragte das Tattoo ahnliche Herz aus wunderschönen Schnörkel. Aber im Gegensatz zu dem Symbol das Zariem trug war dieses vollständig. Denn in dem Herz saß die kleine Katze. "Aber wie.." nicht mehr in der Lage weiter zu sprechen schaute ich weg. "Keine Ahnung." Auch Erim der sein Oberteil los ließ sank in seine Gedanken.

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