1.Kapitel

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Ich ertappte mich dabei, dass ich wieder träumte. Ich saß im Matheunterricht und versuchte mich darauf zu konzentrieren, was mein Lehrer erklärte. Ich meine, wie soll man so was verstehen: f(x)=mx•b
Aber ich darf diese Arbeit nicht auch noch verhauen... Ich versank wieder in Gedanken. Warum ist unsere Welt eigentlich so langweilig? Es passiert überhaupt nichts ungewöhnliches oder übernatürliches! "Tyra Cross!", hörte ich eine schrille Stimme rufen: "Können Sie sich bitte auf den Mathematik Unterricht konzentrieren und nicht in ihren Tagtäumen versinken?" Verdammt, mein Lehrer! Ich überlegte fieberhaft, was ich antworten könnte, als mich die Schulglocke erlöste. "Da haben sie aber noch mal Glück gehabt!", sagte Herr Miller schnippisch. Ich nahm meine Tasche und verließ ohne ein weiteres Wort zu sagen den stickigen Klassenraum.

"Was wollte der denn wieder von dir?", fragte mich meine beste Freundin Liv, als wir uns auf dem Weg nach Hause unterhielten. Ich zuckte mit den Schultern: "Was weiß ich... Ist ja auch egal, kann ich heute zu dir? Ich versteh Mathe überhaupt nicht und wir schreiben bald die Arbeit..." "Klar, bei uns gibt's heute Curry zu Mittag!", entgegnete Liv. "Klasse! Ich bin dabei!"
Wir gingen also zu Liv nach Hause, aßen zu Mittag, lernten für Mathe und Englisch und nervten Livs großen Bruder Tristan. Es war ein toller Tag und ich hatte sehr gute Laune, als ich die Straße, die zu unserem Haus führte, entlang lief.
Ich schloss die Tür auf und rief laut:"Bin wieder da!" Ich ging in die Küche und wurde sogleich von meinem kleinen Bruder angerempelt. Über sein Gesicht liefen die Tränen in Strömen. "Hey, was ist denn los kleiner? Was ist passiert?", fragte ich und streichelte über seine Haare. "Mama... Sie...sie ist... im Krankenhaus... sie wurde angefahren... man weiß nicht, ob...ob sie es überlebt...", weinte Ryan herzzerreißend.

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