Kapitel 57- Der erschütternde Grund

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' Wann kommt den endlich der Zug?' fragte Kader mich, während wir im Hauptbahnhof auf den Zug warteten.

' Wahrscheinlich hat der Verspätung'

' Ja super' sagte sie ironisch.

Als der Zug dann endlich kam, freute Kader sich auf die Wärme, die uns im Zug erwarten würde. Wir fanden schnell Plätze und Gott sei Dank war es nicht zu voll dort.

Die Fahrt verging wie im Flug, doch wie mehr wir uns nährten, desto nervöser wurde ich, Kader die das merkte, versuchte mich abzulenken, indem sie mich an die alten Zeiten erinnerte, was für peinliche und dumme Sachen wir damals getan und gesagt haben, was uns damals als simple erschien, erscheint uns jetzt als witzig und irrsinnig, aber was würden wir ohne die alte Zeit machen, erst wenn man zurück blickt, merkt man was für eine schöne Zeit es war, die im Flug verging und erst jetzt bei solchen Momenten wird einer Person bewusst, wie wichtig die Personen um ihm herum wichtig sind, die meiste Zeit verbringt man mit ihnen. Man lacht viel miteinander, jedoch hält man bei schweren Tagen zusammen, komme was wolle und bis heute wurde ich von meinen Freunden nicht verraten, diese Gedanken ließen mich für einige Minuten meine Sorgen vergessen uns zauberten mir ein Lächeln in mein Gesicht.

' Und wie kriegen wir Cihan raus?'

' Weiß ich noch nicht ' meinte ich verzweifelt.

' Es kann ja sein, dass er genau heute zuverlässiger Weise draußen und ihr könnt reden' sagte sie mit einem Grinsen, welches mir Angst machte, ich hatte das Gefühl, dass sie irgendetwas vor hatte.

Als der Zug an dem Hauptbahnhof anhielt stiegen wir aus und es war keine Menschenseele hier gewesen, was ich gut nachvollziehen kann, wer würde nicht bei so einem Wetter lieber Zuhause bleiben, als in der kalten Jahreszeit raus zu gehen.

Ich überlegte, wie ich Cihan aus dem Haus bringen könnte, doch darüber musste ich mir keine Sorgen machen, stellte ich fest.

Wie waren gerade in der Innenstadt angekommen und da sah ich Cihan und Pinar vor einem Laden stehen.

Mein Herz fing schneller an zu schlagen, obwohl es kalt war, wurde mir heiß und ich wusste nicht, was ich machen sollte.

' Kader und was jetzt?' fragte ich nervös.

' Lass abhauen' sagte sie ironisch.

' Was wohl? Wir gehen jetzt zu denen und dann wirst du schön mit Cihan reden' fuhr sie fort.

Kurz vor dem aufeinander Treffen von uns, bekam ich Zweifel und redete mir ein, dass es mich doch gar nicht interessierte, jedoch wusste ich, dass es nicht so ist.

Kader lief schon mal, als sie jedoch merkte, dass ich nicht hinter ihr her lief, nahm sie meine Hand und schon lief sie Richtung Pinar und Cihan.

Ich konnte gar nicht richtig denken, ich machte mir genau in diesen paar Sekunden Weg mehr Gedanken über den Grund seines Verhaltens.

Als wir dann endlich bei denen angekommen sind, traute ich mich nicht hoch zu gucken, ich merkte nur, wie Pinar mich feste umarmte und sie meinte, sie hätte mich vermisst und sie noch sagte, dass es eine gute Entscheidung gewesen sei, hierhin zu kommen.

Ab diesem Moment wusste ich, dass Kader Pinar mein Vorhaben erzählt hatte.

Im Nachhinein fand ich sehr gut, da sie mir eine Last genommen hat.

Als ich mich traute nach oben zu gucken, sah ich die wunderschönen Augen, in die ich mich verliebt hatte, seinen vollen Lippen und sein schöner Dreitagebart, doch seine schönen Augen strahlten nicht, im Gegenteil, sie waren eiskalt.

Der Junge von ASKLies diese Geschichte KOSTENLOS!