7. Lost

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Ich öffnete meine Augen, und sah dass ich mich in meinem Schlafzimmer auf meinem Bett befand. Es war so vertraut und ich fühlte mich wieder wohl und sicher. Ich kuschelte mich mehr in die Decke rein.

Als ich an gestern nachdachte, bekam ich wieder eine Gänsehaut. Ich hatte gehofft das es wenigstens nur ein traum gewesen wäre, doch anscheinend war es die Realität. Wobei ich aber noch ziemliche Zweifel hatte. Ich wollte noch liegen bleiben, doch ich beschloss aufzustehen und Frühstück zumachen.

Eigentlich wollte ich erstmal ins Bad und mich frisch machen, doch als ich auf den Flur trat, fühlte ich wie mich die Wärme umhüllte. Ich lief zur Wohn/Küche und sah dass der Tisch gedeckt war, es roch nach frisch gemachtem Kaffee und Waffeln.

Mein Blick traf dann den seinen und all die Wut von gestern kam wieder hoch.

>>Was machst du hier?<<
zischte ich ihn an. Er hatte zwar meinen zweit Schlüssel, jedoch dachte ich, würde er sich so schnell nicht wieder blicken lassen, nach dem was alles Gestern vorgefallen ist.

>>Wie gesagt, ich bin dein Beschützer. Ich weiß das klingt komisch, aber so nennt uns der Geheimdienst. Da Kyle jetzt weiß was du bist, kann es möglich sein, dass andere auch dein Geheimnis wissen.<<

Denkt er etwa ich bin noch ein kleines dummes Mädchen, dass alleine in dieser Welt nicht auskommen kann?

>>Liam, ich kann auf mich selbst aufpassen. Ich bin nicht 10!<<

Versuchte ich ihm klar zu machen.  >>Und überhaupt, was fällt dir eigentlich ein hierher zukommen? Ich bedanke mich für das Frühstück, aber ich brauche wirklich Zeit um das zu verdauen was du mir gestern gesagt hast. Du hast mich 3 Jahre belogen Liam! Denkst du da ist das schnell wieder verziehen?<< fahrte ich fort.

Er presste seine Lippen aufeinander, nickte und ging stumm auf die Tür zu. Dort blieb er kurz stehen, dann lief er raus. Ich hörte noch wie die Tür zu ging.

Ich ging auf ein Stuhl zu und setzte mich darauf. Ich wusste nicht was ich machen sollte in so einer Situation.

Ich nahm mir einfach eine Waffel, bestreichte es mit Nutella und fing an leise zu essen. Neben meinem Teller stand noch eine warme Tasse Kaffee, die förmlich danach rief getrunken zu werden. Also nahm ich sie und trank einen schluck daraus. Der Kaffee war ziemlich gut, den hatte mir mal eine Freundin aus Äthiopien mitgebracht. Ich bin echt erstaunt, dass sich Kaffees vom Geschmack unterscheiden.

Nachdem ich fertig gegessen hatte räumte ich alles weg. Danach lief ich in mein Bad und ließ das warme Wasser laufen. Ich sah nochmal in mein Spiegel. Ich zuckte vor Schreck zusammen. Diese Haare waren zerzaust, unter den Augen waren Augenringe zuerkennen. Und ich sah ziemlich blass aus. Man könnte meinen ich wäre eine wandelnde Leiche.

Ich blickte weg und zog mich aus, danach stieg ich in die Dusche. Das warme Wasser prasselte auf meinem Körper, das erste mal seit ich frei war fühlte ich mich wieder wohl.

Ich seifte mich schließlich ein, aber blieb noch in der Dusche. Ich schloss meine Augen und genoss etwas das Wasser und die Ruhe.

Ein paar Sekunden später, störte etwas die Ruhe, denn ich hörte etwas fallen, aber ich kümmert mich wenig darum und blieb weiterhin im Bad.

Doch kurz darauf hörte ich es wieder.

Ich stieg raus, nahm mir ein Handtuch und wickelte mich damit um. Bevor ich aber hinaus ging zog der Spiegel meine Aufmerksamkeit, er war angeschlagen und darauf war eine Schrift zuerkennen:

"NA WILLST DU MIR WAS VORSINGEN, Süße?"

Toller Witz Liam!

Voller Wut trat ich in den Flur, es war ziemlich leise, etwas zu leise. "Liam? Komm raus! Ich weiß das du da bist!" Rief ich, doch nichts kam. Also beschloss ich in die Küche zu gehen. Hinter der Insel entdeckte ich lauter Scherben auf dem Boden liegen. Aber sie wurden so hingelegt das sie einen Satz bildeten:

"DREH DICH UM!"

Ich bekam jedoch nicht die Chance mich umzudrehen, denn ich spürte etwas hartes gegen meinen Kopf knallen. Ich verlor mein Bewusstsein und kippte schließlich um.

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Ich kam wieder zu Bewusstsein, jedoch ließ ich meine Augen noch geschlossen.
Es roch nach Keller, und es war sehr hart unter mir. Anscheinend lag ich auf dem Boden. Als ich dann doch meine Augen öffnete, sah ich, dass ich in einem kleinen Raum fest saß.

Nicht schon wieder!

Vielleicht hatte Liam recht, dass ich ihn als meinen ''Beschützer'' brauchte.
Ich sah unter mir und bemerkte, dass ich nicht mehr mein Handtuch um mich hatte, sondern einen OP Kittel. Ich zog am Kragen um darunter zusehen, und meine Befürchtung hatte sich bestätigt.
Ich hatte nichts darunter an.
Oh Gott, ich ekelte mich gerade vor mir selber.

Kurz darauf, wurde mir durch eine kleine Öffnung in der Tür, ein Tablet mit Essen hinein geschoben. Jedenfalls dachte ich das.
>>Hallo?!<< Schrie ich reflexartig.
>>HILFE! Wo bin ich?<<
Es herrschte stille, doch langsam begann die Person, ich glaubte, dass es eine Person war, wegzugehen.
,,Nein geh nicht! Bitte sag mir wo ich bin.'' Schrie ich und schlug mehrmals gegen die Tür.
Ich hörte wie die Schritte mehr anfingen zu rennen.

Ich überlegte was ich tun sollte.
Letztendlich entschied ich, mich im Zimmer umzusehen, falls es doch eine Möglichkeit gab hier rauszukommen.
Viel war hier eigentlich nicht, der Raum war vielleicht neun Quadratmeter, die Wände waren wie bei Kyle, grau kaputt und ziemlich heruntergekommen. Ein rotes blinken an der Decke zog meine Aufmerksamkeit. Ich stellte mich darunter und beobachtete es von unten. Es drehte sich in meine Richtung. Anscheinend war es eine Kamera, die mich bewachen sollte.
Ich schlug wieder mehrmals gegen die Tür und schrie mir die Seele aus dem Leib, in der Hoffnung, dass jemand kommt um mich zu retten.

Plötzlich spürte ich einen Tropfen auf meiner Nasen spitze. Ich sah nach oben und auf einmal fing es an aus allen ecken zu regnen. Das Wasser hörte nicht auf und ich hatte das Gefühl, es wurde immer heißer. Es dampfte im Zimmer so stark, dass ich kaum Luft bekam. Es brannte auf meiner Haut als würde sie weggeätzt werden. Ich schreite mir die Seele aus dem Hals. Da es aber meine Lage nur noch verschlimmerte lies ich es.

Irgendwann war das Wasser so hoch, dass ich oben an der Decke schwamm. Ich wusste nicht ob ich das überleben würde. Ich hätte mich so gerne bei Liam Entschuldigt. Ich wünschte ich hätte meine Granny noch sehen können, um ihr auf Wiedersehen zu sagen.

In ein paar Sekunden war es so weit. Die letzten cm gaben mir noch die Chance tief Luft zu atmen. Dann war das ganze Zimmer unter Wasser. Ich sah unter mir, doch alles war schwarz. Meine Kehle brannte höllisch, ich wollte schnell sterben und es hinter mich bringen.
Ich fragte mich, warum die Person, die mir das antat, mich umbringen wollte. Schließlich hatte ich doch, dass was viele haben wollten. Vielleicht bekam es das auch wenn ich tot war.
Plötzlich, spürte ich wie das Wasser sich beruhigte und an Menge abnahm. Ich schwamm hoch an die Decke und versuchte meine Nase aus dem Wasser zuhalten und langsam einzuatmen. Da ich aber lange die Luft angehalten hatte, war mein Mund schneller und es kam Wasser hinein. Ich verschluckte mich dermaßen, dass es sich so anfühlte, als hätte mir jemand Tausend Scherben in mein Hals eingedroschen.

Das Wasser sank immer mehr, bis ich schließlich am Boden gelang. Ich lag Ausgelaugt da. Ich schloss meine Augen und war weg.
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Dankeschön 😱😍

Melysin- Gefährliche Wahrheit Lies diese Geschichte KOSTENLOS!