Kapitel 56- Sein Blick

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' Jasmin' schrie Amir Abi durch das ganze Haus und da ich heute im Wohnzimmer geschlafen hatte, konnte ich ihn genau hören. Ich beleidigte mich, hier eingeschlafen zu sein.

' Was?' sagte ich genervt, da ich schön am schlafen war.

' Steh auf' genervt stande ich auf und machte mich im Bad fertig.

Wir frühstückten gemeinsam und da mir aufgefallen ist, dass ich lange nicht mehr für mein Studium gelernt habe, machte ich mich dran. Ich holte mir Nervennahrung und ab geht es.

Als ich mit endlosen Kopfschmerzen aufhörte, legte ich mich hin. Erst jetzt fiel mir die Nachricht von Cihan wieder ein und ich hoffte inständig, dass er sie beantwortet hat, leider war es nicht der Fall. Zwar wurden die Häkchen nicht blau, doch war er das letzte mal online gewesen, nachdem ich die Nachricht abgesendet hatte. Ich war echt so verzweifelt und wusste nicht mehr weiter, Cihan ignoriert mich und Pinar wird es mir nicht sagen, denn die schweigt wie ein Grab.

' Hey, ich bin es Mehmet. Ich wollte fragen, ob wir uns treffen sollten, wie gesagt versteh mich nicht falsch, ich will nur so schnell wie es geht wissen, woher wir beide uns kennen ' schrieb er mir.

Sollte ich gehen? Ich habe ja nichts zu verlieren, er hat eine Freundin, der er bestimmt liebte, was für bestimmt, natürlich, sonst wäre er nicht mit ihr zusammen. Er könnte mich wahrscheinlich auch unbewusst aufmuntern. Ich entschied mich davor und nahm sein Angebot an, wir machten noch Zeit und Ort aus. Ich machte mich kurz fertig, eine normale Jeans mit einem normalen Oberteil, ich sagte Anne ich würde mich mit einer Freundin treffen und ich hoffte, sie würde nicht merken, dass ich gelogen habe. Da sie am telefonieren war, könnte sie eigentlich nichts dagegen sagen, doch Mohamed Abi, der auch im Zimmer war, guckte mich misstrauisch an, doch widmete sich dann wieder seinem Handy. Ich machte mir um ihnen keine Sorgen, da er mich ignorierte und es mir den Anschein machte, es würde ihn nicht interessieren.

Am Treffpunkt begrüßten wir uns und unterhielten uns, während wir dabei liefen. Es war nicht so kalt wie gestern, sondern die Sonne schien ein wenig, doch trotzdem war es kalt.

Mehmet und ich lernten uns besser kennen und ich erfuhr, dass er 20 Jahre jung ist und dass er wie Cihan und ich zwei Jahre zusammen ist mit seiner Freundin.

Bei dem Gedanke Cihan wurde ich wieder traurig und nachdenklich. Was hat er nur? Wieso vertraut er mir das nicht an? Bin ich echt so eine schlechte Freundin?

' Was los Jasmin? Wieso bist so nachdenklich? ' holte er mich aus den Gedanken.

' Ach nichts Mehmet. ' seufzte ich.

' Jetzt die Wahrheit bitte' forderte er mich auf.

' Irgendwie ist mein Freund komisch zu mir' sagte ich.

Ich weiß nicht was los war mit mir. Zu Mehmet bin ich ganz anders, zu erst gebe ich ihm meine Nummer, obwohl ich ihn gar nicht kannte, dann treffe ich mich mit ihm und erzähle ihm hier von meinen Problemen und das innerhalb von nur einem Tag. Eigentlich bin ich so ein Mensch, der Leuten nicht schnell vertraut und mit ihnen Freundschaften schließt , doch das Gefühl bei ihm war anders, es war schön und vertraut. Seine tiefe und männliche Stimme machte ihn echt sympathisch, was sich mit seinem Lächeln vollendete. Er war ein guter Zuhörer, hatte ich das Gefühl.

' Weiter '

' Ich weiß nicht, wir haben telefoniert und dann war der so kalt zu mir, ich dachte er hätte seine fünf Minuten, deshalb hab ich nichts gesagt, aber dann hatte ich ihn angerufen und geschrieben und er hat nicht darauf reagiert. Ich habe dann seine Schwester darauf angeschrieben, die meinte sie könnte mir das nicht sagen, dass müsste er schon selber tun, nur ich sollte jetzt für ihn da sein.'

Der Junge von ASKLies diese Geschichte KOSTENLOS!