Masked ball

76 3 0

Der Maskenball war voll mit Jugendlichen. Jeder war angemessen angezogen. Als wir dort waren standen alle Mädchen auf einer Seite und die Jungen waren auf der  gegenüberliegenden Seite. 

"Was ist hier los?", fragte ich Freya. 

"Die Jungs und die Mädchen dürfen nicht wissen wer sie sind. Deshalb tragen wir Masken. Es soll ein Spiel sein.", erklärte sie.

"Aber sie können uns doch an den Augen erkennen?"

"Ja, ich weiß und deshalb geben sie uns am Anfang braune Kontaktlinsen, so dass wir alle die gleiche Augenfarbe haben.", informierte mich Evelyn.

Wir gelangten bei Lexi an, die uns dann die Kontaktlinsen gab. Bis jetzt hatte uns keiner erkannt oder gesehen. Ich machte die Kontaktlinsen vorsichtig in meine Augen, genau wie Evelyn und Freya. Gemeinsam gingen wir zu den anderen Mädchen. Ich konnte niemand erkennen. Alle warteten gespannt darauf bis das Spiel begann.

Plötzlich ertönte Lexi's Stimme:

"Lady's und Gentlemen! Das ist schon der 20 Maskenball in diesem Internat. Wir freuen uns immer wieder neue Leute kennenzulernen. Heute ist der Maskenball, wie ihr schon bemerkt habt und es ist kein normaler Ball. Ihr werdet euch jetzt einfach einen Partner oder Partnerin aussuchen und dann eine Runde mit ihm oder ihr tanzen. Danach geht's weiter. Habt Spaß!"

Sofort stürzten sich die Mädchen auf die Jungs. Jeder krallte sich die beste Auswahl. Ich sah mich um, Evelyn und Freya tanzten schon mit jemanden. Verloren stand ich mitten im Raum. Jemand tippte mir auf die Schulter und streckte seine Hand aus. Ich nahm seine Hand und er führte mich in die Tanzfläche. 

"Partner wechseln!", wieder hörten wir Lexis Stimme.

Sofort nahm mich jemand an der Hüfte. Erschrocken, fiel ich fast um.

"Jetzt werdet ihr nicht miteinander tanzen. Ihr sieht hinter euch kleine Kabinen. Ihr beide geht jetzt da rein und stellt an was ihr wollt. Ihr könnt reden, um rauszufinden wer ihr seit. Keine Masken werden entfernt, nur am Ende werden die Gesichter enthüllt."

Was dachte sich Lexi für Sachen aus? Das klang richtig eigenartig wenn sie sagte: Ihr könnt dort drinnen anstellen was ihr wollt.

Er nahm meine Hand. Wir gingen in die Kabine und schlossen die Tür. Sofort fühlte ich mich gar nicht gut und ich fühlte mich eingeengt. Er stand genau vor meiner Nase. Was sollte ich sagen? 

"Catherine.", flüsterte er plötzlich.

Ich sah ihn verwirrt an. Plötzlich hatte er eine Spritze in seiner Hand. Wo zur Hölle kam jetzt diese Spritze her?!

"Eh... ich weiß nicht wer du bist aber bitte steck dieses Ding wieder in deine Tasche, oder wo du das sonst her hast."

"Es tut mir leid.", flüsterte er.

Noch verwirrter sah ich ihn an und versuchte durch die Tür langzugehen, aber er stand genau davor. Er spritze mir in den rechten Arm. Kurz spürte ich den Stich. Dann sah ich nur noch schwarz vor Augen. 

"Cat? Cat?!", eine helle Stimme schallte in meinem Gehör, aber ich konnte sie nicht wirklich wahrnehmen. 

Ich öffnete meine Augen und sah drei verschwommene Gestalten vor mir.

"Du hast uns einen Schrecken eingejagt!", sagte die Stimme von Freya.

Was war passiert? Plötzlich schossen verschiedene Bilder vor mir. Maskenball. Tanzen. Kabine. Blonder Junge. Unbekannt. Spritze. Schwarz.

"Geht es dir gut?", fragte mich Lexi. 

Ich nickte nur mit dem Kopf und versuchte aufzustehen.

"Bist du dir sicher? Wir haben vor ein paar Minuten gemerkt, dass nur ein Junge aus dieser Tür raus ging, deshalb haben wir dann hier reingeschaut und du lagst ohnmächtig auf dem Boden.", erklärte Freya und sprach wie ein Wasserfall.

"Nein, also mir geht es gut.", beruhigte ich sie.

Ich wusste nicht wer dieser Typ war, aber er wusste wer ich war und wusste genau was er machte. Ich verließ die Kabine und sah mich um. Jeder tanzte. Wie lange war ich ohnmächtig? 

"Glaubst du du kannst noch weiter machen? Soll jemand dich in dein Zimmer begleiten?", fragte mich Lexi und sah mich besorgt an.

"Nein, schon gut. Ich muss mich nur kurz hinsetzen.", antwortete ich.

Sie nickte nur und Evelyn begleitete mich bis bei den Tischen. Wir saßen uns hin. 

"Weißt du noch was genau passiert ist?", fragte Evelyn. 

Sollte ich ihr davon erzählen? Oder soll ich sie lieber nicht da reinziehen?

"Kann ich um ihren Tanz bitten?", fragte plötzlich ein Junge.

Er starrte Evelyn die ganze Zeit intensiv an. Das war ganz sicher Jason. Man konnte es sehen. Jason hatte sie noch nie mit einem Kleid gesehen. Evelyn schaute mich fragend an und ich sagte nur:

"Geh schon. Mir geht es wirklich gut."

Sie gab mir einen flüchtigen Kuss auf die Wange und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Beide gingen zur Tanzfläche.

"Es gab kurz kleine Schwierigkeiten, aber jetzt bin ich wieder da. Ich hoffe ihr seit bereit für die letzte Runde! Es wird ein bisschen  anders als letztes Jahr. Veränderung tut immer gut, wie man so schön sagt. Also ich komme jetzt endlich zum Punkt. In dieser Runde werdet ihr euch verstecken. Im Wald. Nur in diesem Wald, der genau hier in der Nähe ist, nicht weiter als das! Schwierig wird es sicher sein, weil es dunkel ist. Es wird ein bisschen riskanter, das weiß ich, aber man lebt nur einmal im Leben nicht wahr? Also wenn ihr soweit seit dann geht euch verstecken. Jemand kommt euch suchen, ihr werdet danach wissen wer es ist."

Was für Ideen hatte sich Lexi nur ausgedacht? Ich stand auf und ich bemerkte wie mir ein bisschen schwindelig wurde. Vielleicht wurde ich gerade krank. Egal, ich machte trotzdem mit, so was durfte ich doch nicht verpassen. 

Jeder rannte in den Wald und versteckte sich. Ich hörte Gekicher. Schnell verschwand ich zwischen den Bäumen und suchte ein gutes Versteck.  Es war schwer etwas erkennen zu können, ich konnte nur Schatten sehen. Ich zog meine hohen Schuhe aus, mit diesen Dingern konnte ich unmöglich laufen. Als ich ein helles Licht sah, ging ich näher ran. Ein See. Es sah wunderschön aus, wegen dem Mondlicht. Ich betrachtete den See und plötzlich hörte ich Schritte und zog mich schnell hinter einem Baum zurück. Als sich eine Hand auf meinen Mund legte, erschrack ich und schlug wild um mich.

"Sshh. Sei leise.", sagte eine raue Stimme. 

Ich drehte mich um und sah einen starken Körper vor mir. Er hatte eine Maske an. Ich erkannte das Gesicht nicht, es war zu dunkel. War es wieder dieser Kerl, der mich mit dieser Spritze gespritzt hat?

"Jemand ist hier. Bleib still und beweg dich nicht vom Fleck.", sagte er.

Er war es nicht. Er hatte eine andere Stimme. Ich nickte nur. Er näherte sich mir an. Ich bemerkte wie mein Atem sich verschnellerte. Ich hörte Schritte die immer näher und näher kamen.

"Hörst du das?", fragte ich ihn.

"Ja. Auf 3 rennen wir los.", hauchte er leise in mein Ohr.

Als die Schritte sich langsam wieder entfernten, sagte er:

"1, 2, ..."

Ich atmete ein und aus. Ich hatte das Gefühl es ging um Leben und Tod und doch war es nur ein harmloses Spiel.

"3"

Wir liefen schnell los. Ich gewöhnte mich an die Dunkelheit, das Mondlicht beleuchtete fast den ganzen Wald. Er stoppte kurz und sagte:

"Da lang." 

Hey Leute, ich möchte euch für die 1.19K danken und dieses Kapitel an loveyourlifeberry widmen, danke für die vielen votes! <3

-Cindy

The mysterious eyesLies diese Geschichte KOSTENLOS!