Date

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Hey :) 

Eigentlich wollte ich euch das Kapitel gestern senden, aber da war ich verhindert ^^ 

Hatte einen schönen sportlichen Tag mit den Inlinern und Panda_Anders (auf dem Longeboard). So kann man als Singel auch den Valendienstag feiern. 

Ich hoffe ihr hattet auch einen schönen Valendienstag mit eurem Freund/ Familie/ Kumpels. 

Viel Spaß beim Kapitel ;)

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Date

Ich schlage meine Augen auf. Ich versuche aufzustehen, doch ein Arm ist um mich geschlungen. Verwirrt schaue ich auf den Arm. Also meiner ist das nicht. Noch verwirrter drehe ich mich um und schaue in ein schlafendes Gesicht. Das Gesicht  von Matheus. Und er sabbert. Wie süß. Ich schaue ihn an. Ich schaue in sein Gesicht, das so friedlich aussieht. Ich bemerkt, wie Matheus auf meinem Arm liegt. Er kribbelt und wird langsam taub.  Man oh Mann. So ein Schwergewicht. Aber so ein süßes Schwergewicht. Es wird unangenehm. „Matheus“, flüstere ich. Keine Reaktion. Ich rüttele ihn leicht. Er murrt nur. „Matheus“, sage ich nun etwas lauter und rüttle ihn wieder.“Nur noch fünf Minuten“, murmelt er. Oh Mein Gott! Ist der süß! Ich werde zu einen dieser quietschenden Fangirls! Aber Matheus ist einfach nur zum anbeißen niedlich. Aber mein Arm stirbt gerade! „Matheus“, versuche ich es nochmal und küsse seine Wange. Keine Reaktion außer einem kleinen Lächeln. Ich muss ebenfalls lächeln. Also so schnell bekommt man meinen süßen Freund nicht wach. Aber… ist er überhaupt mein Freund? Sind wir zusammen? Oder nicht? Will er mit mir zusammen sein? Wo stehen wir nach unserem Streit? Will er mich überhaupt noch als Freund? Und kann ich ihm glauben? Liebt er mich wirklich? Ist das nicht wieder, weil keine Ahnung. Wegen einer Wette oder so? Meint er es ernst, oder verrenne ich mich nur wieder? Sollte ich es riskieren? Nochmal riskieren, verletzt zu werden? Ist er es wert? Ja. Aber, was wenn… Ich spüre weiche Lippen auf meiner Haut. Sie hinterlassen eine Spur von meiner Brust, rauf zu meinem Schlüsselbein und saugt daran. Ich stöhne auf. Matheus lächelt zufrieden. „Muss ich dir erst einen fetten Knutschfleck verpassen, damit du mich beachtest?“, fragt Matheus grinsend. „Hattest du was gesagt?“, frage ich verwirrt. „Nein. Was gefragt“, sagt er und küsst meinen Hals hoch über mein Kinn zu meinem Gesicht. Er küsst zuerst meine Augenlieder, dann meine Stirn, schließlich meine Nase und dann… endlich… finden seine Lippen meine. Wir küssen uns zärtlich. Liebevoll. Doch dann wird der Kuss immer heißer. Immer wilder. „Wow“, sagt er, als er sich löst. „Wie ich deine Lippen liebe“, sage ich und streiche mit meinen Daumen über sie. Matheus lächelt und küsst meinen Daumen. Ich lächle zurück. „Worüber hast du nachgedacht?“, fragt er mich. Soll ich es ich sagen? „Ich.. ähm… ach nichts wichtiges“, stammel ich vor mich hin. Matheus zieht nur eine Augenbraue hoch und mustert mich misstrauisch. Er antworten aber nichts, sondern zuckt nur mit den Schultern. Matheus legt seinen Kopf auf meine Brust und malt kleine Kreise mit seinem Daumen drauf. Ich streiche ihm durch seine schönen, weichen Haare. Ein Seufzen ist von Matheus zu hören. Plötzlich richtet Matheus sich auf und schaut mich aufgeregt an. „Wie wäre es mit einem Date? Ich habe auch schon die perfekte Idee“, sagt er und springt auf. Er zieht sich sein T-Shirt an und läuft zur Tür. „Ich hole dich heute Abend um sechs Uhr ab“, sagt er und verschwindet. Ich schaue verwirrt zur Tür, aus der Matheus gerade verschwunden ist. Ein Date. Wir haben ein Date. Heute. Um sechs Uhr. Ein Date… Ein… Date… Ein Date! Freudig springe ich auf. Ich muss duschen, mir was zum anziehen aussuchen und meine Haare machen. Sollte ich vorher was essen oder führt er mich aus? Was soll ich anziehen? Was erwartet mich? Ich gehe ins Bad, unter die Dusche und wasche mir meine Haare. Werden wir in einer Kutsche fahren? In ein Restaurant gehen? Oder einfach nur im Park spazieren? Oder hat Matheus im Wald einen See, an den wir gehen? Den nur er kennt? Ich wasche mir die Haare. Mitten in der Bewegung halte ich inne. Hatte ich das nicht gerade? Ach scheiß drauf. Was soll ich anziehen? Die Schwarze enganliegende Jeans und mein schwarzes T-Shirt? Oder eine normale Jeans und ein Top? Oder doch eher was zum ausgehen? Also ein Smoking? Und welche Schuhe? Meine Sneakers oder meine… Sneakers? Ich glaube, das wird mir leicht fallen. Ich nehme das Schampoo und verteile es auf meinem Kopf. Warte… Das habe ich doch ebend gemacht. Ich schaue auf die Uhr gegenüber der Dusche. Manche Menschen fragen sich bestimmt: „What the fuck! Warum hat der eine Uhr im Bad?“ Na warum wohl? Um genau sowas zu vermeiden. Ich habe nur noch fünf Stunden. Fünf! Nur, weil ich unter der Dusche immer so viel nachdenke! Scheiß Hirn! Schnell seife ich meine Körper ein und dusche mich ab. Ich stelle das Wasser ab,  trete aus der Dusche und trockne mich ab. Mit einem Handtuch um der Hüfte stelle ich mich vor meinen Kleiderschrank. Was soll ich anziehen? Just in dem Moment, vibriert mein Handy. <<Hey Schatz. Ziehe am besten etwas Kurzes an. Aber nicht zu kurz ;) Ich freue mich schon. Love you, Matheus :*>> Ich muss lächeln. <<Hey Engel. Ich freue mich auch total auf das Date J Love you too, Scott :*>> Antworte ich sofort.Also was Kurzes. Aber nicht zu kurz. Gott! Also eine dreiviertel Hose. Das ist gut. Davon hab ich ja nur drei. Also ziehe ich jetzt die Helle, die naja Helle oder die Dunkle an? Und was für ein T-Shirt ziehe ich an? Das mit dem Totenkopf darf? Oder das, das meine nicht vorhandenen Muskeln betont? Da fällt mir was ein. Ich habe keine fucking Muskeln! Matheus hat so tolle und ich keine. Ich habe eine scheiß Hühnerbrust! Ich muss trainieren. Unbedingt! Aber… Dann muss ich mich bewegen… Ne. Keine Lust. Dazu bin ich viel zu faul. Aber sone richtig sexy Muskeln zu haben. Das wäre geil. Ob Matheus mich dann noch mehr lieben würde? Oder nicht? Hasst er mich dann?  Ich schaue auf die Uhr. Noch eine Stunde. Verdammte scheiße! Eine Stunde! Aufgeregt laufe ich im Zimmer auf und ab. Das Handtuch um meine Hüfte rutscht runter und landet auf dem Boden. Nicht mal eine Boxer hab ich an! Ich renne zum Kleiderschrank und nehme mir einfach eine Boxer, irgendein T-Shirt und eine Hose. Wird schon zusammenpassen. Ich ziehe mir das an und schon klingelt es an der Tür. Ich laufe runter und öffne sie. Vor mir steht ein lachender Matheus. „Was hast du denn da an?“, fragt er mich lachend. „Wieso?“, frage ich ihn verwirrt. „Naja…“, lacht er. „Eine dunkle Hose und dazu ein rosa Winnie Pu T-Shirt sieht recht komisch aus“, sagt er und kugelt sich fast schon vor Lachen. Ha Ha! Plötzlich nimmt Matheus meine Hand und zieht mich nach oben in mein Zimmer. Er geht zum Schrank und wühlt ein wenig drin rum. Ich setze mich auf das Bett und ziehe mir das T-Shirt aus. Ich beobachte Matheus, wie er ein T-Shirt sucht, während ich auf das in meiner Hand starre. Das gehörte meiner Schwester. Ganz recht. Ich hatte eine Schwester. Sie war acht Jahre alt und stand total auf Winnie Pu. Sie war total vernarrt in den Honigfressenden Bären. Ich muss leicht lächeln. Neben mir senkt sich das Bett und ich werde von der Seite umarmt. „Von wem ist das Shirt?“, fragt er mich. „Meiner kleinen Schwester“, antworte ich ihm. „Aber ich dachte, du hast keine Schwester“, sagt er verwirrt. „Hab ich auch nicht. Nicht mehr“, antworte ich ihm und Tränen sammeln sich in meinen Augen. Matheus drückt mir einen Kuss auf die Schläfe. „Was ist passiert?“, fragt er vorsichtig. Ich atme einmal tief durch. Dann erzähle ich mit zittriger Stimme. „Also. Das fing damit an, dass mein Vater seinen Job verloren hat. Er war total wütend deswegen. Und Traurig und verzweifelt. Mama verdient nicht viel Geld. Mein Vater hatte immer die Kohle eingebracht. Er ist immer öfter abends weggegangen und hat sich voll laufen lassen. Mama war immer von morgens bis abends arbeiten und hat mich damit beauftragt auf meine kleine Schwester aufzupassen. Ich bin gerade zwölf geworden und wollte cool sein. Ich bin also mit meinen Freunden auf eine Party gegangen. Sie kannten den Ladenbesitzer, weswegen sie rein durften und ich auch. Meine Schwester war alleine zu hause. Dann kam mein Vater nach Hause. Stockbesoffen. Er war immer wütend nachdem er getrunken hat. Aggressiv und ich wusste das. Doch ich habe sie trotzdem alleine gelassen. Er ist hoch in ihr Zimmer gegangen und hat auf sie eingeschlagen. Sie tot geprügelt. Als ich nach Hause kam, fand ich sie tot in ihrem Zimmer. Mein Vater lag schlafend neben ihr mit Blut verschmierten Händen. Ihrem Blut! Ich bin weinend zusammen gebrochen. Ich habe sofort den Krankenwagen angerufen. Er kam auch, aber für sie war es zu spät. Sie war tot. Ich habe mir das nie verziehen. Mama war sauer auf mich, hat mir aber keine Schuld gegeben. Sie hat die Schuld auf sich geschoben, weil sie nie da war. Sie wusste das mit Dad. Hat aber nie was getan. Mein Vater müsste immer noch im Knast sitzen.  Er hat seine kleine Tochter und meine Schwester umgebracht. Ich habe sie so geliebt. Sie war ein Engel. Und dann war sie einfach weg. Einfach weg“, schluchze ich. Mittlerweile weine ich Wasserfälle. Aber wer kann es mir auch verübeln? Ich habe sie so sehr geliebt. Matheus nimmt mich richtig in den Arm und wiegt mich langsam hin und her. Ich vergrabe mein Gesicht in seinen Hals und atme seinen Geruch ein. S   ein Geruch ist so gut. Es beruhigt mich, wie bei meiner Mutter. Ich fühle mich einfach wohl und geborgen. Ich löse mich von ihm und wische mir über die Augen um die Tränen weg zu bekommen. „Geht’s?“, fragt mich Matheus und schaut mich besorgt an. Ich nicke nur. „Das tut mir so leid“, sagt er und küsst meine Stirn. „Schon okay. Wollten wir nicht auf ein Date gehen?“, frage ich und Matheus fängt an zu grinsen. „Na dann zieh das Shirt an und komm. Du kannst natürlich auch ohne gehen. Ist mir auch recht“, sagt er und zwinkert mir zu. Ich werde sofort rot. Ich kralle mir das T-Shirt und ziehe es mir über. „Ws hast du denn geplant?“, frage ich ihn, um abzulenken. Seine Augen fangen an zu strahlen und er nimmt meine Hand. „Wirst du schon sehen“, sagt er und zieht mich hinter sich her. Er führt mich aus dem Haus und zu einem Taxi. „Und los“, sagt mein Engel. Der Fahrer nickt und fährt los. „Wo fahren wir denn hin?“, frage ich ihn. „Sag ich dir nicht“, antwortet er. „Ach komm, sag schon“, bettel ich. Matheus schüttelt den Kopf. „Bitte bitte bitte“, bettel ich. „Nein“, sagt er. Schweigen. „Du hast mich doch lieb oder?“, frage ich ihn mit großen Augen. „Ja. Unendlich doll“, sagt er und küsst mich. „Ich sag dir trotzdem nicht, wohin wir fahren“, sagt er, als wir uns lösen. Ich ziehe meine Unterlippe vor und fange an zu schmollen. Matheus dreht meinen Kopf zu sich und nimmt meine Unterlippe zwischen seine Lippe und saugt dran. Ein Stöhnen entweicht meiner Kehle. „Na geht doch“, sagt Matheus und küsst mich leidenschaftlich. „Eklig“, murmelt der Fahrer. Sofort löse ich mich von Matheus und schaue aus dem Fenster. Ich bin eklig! Das was ich mache ist eklig! Aber es fühlt sich so gut an. So richtig. „Arschloch“, murmelt Matheus. Den Rest der Fahrt schweigen wir. Der Wagen fällt und wir steigen aus. Matheus bezahlt den Spasten und nimmt mich in den Arm. Ich kuschel mich an ihn und vergrabe mein Gesicht in seiner Halsbeuge. „Alles ok, kleiner?“, fragt er mich und streicht mir über den Rücken. Ich nicke. „Du weißt schon, dass du kleiner bist als ich?“, frage ich ihn schmunzelnd. Er nickt nur wissend. „Zieh deine Schuhe aus“, sagt er und schaut mich fordernd an. Ich ziehe meine Schuhe samt Socken aus und schau ihn verwirrt an. „Mach die Augen zu“, sagt er mit bestimmender Stimme. Ich gehe seiner Aufforderung nach und schließe meine Augen. Sofort umschließt Matheus seine Hand um meine und verschränkt unsere Finger. Er führt mich langsam und vorsichtig einen kleinen Weg entlang. Plötzlich habe ich keine Pflastersteine mehr unter meinen Füßen, sondern Sand. Weichen Sand. Meine Augen öffnen sich ruckartig und ich strahle vor mich hin. Wir sind an einem Strand. „Matheus!“, sage ich freudig und springe ihm um den Hals. „Gefällt's dir?“, fragt er mich verunsichert. Ich nicke heftig. Ich liebe den Strand! Er nimmt meine Hand wieder in seine und wir laufen ein wenig am Strand entlang. Plötzlich bleibt er stehen und kniet sich vor mich. Ich schaue ihn schockiert an. „Scott. Ich weiß, in unserem Leben gab es Höhen und Tiefen. Seit dem ich dich kenne, fühle ich mich vollkommen. Ich fühle mich Ganz, aber nur mit dir an meiner Seite. Es gab Streitereien, Missverständnisse, viele Tränen, Idioten, Arschlöcher und Jus, die uns alle auseinander bringen wollten. Doch wir sind stark. Zusammen. Wir gehören zusammen. Können nicht ohne den jeweils anderen. Ich kann nicht ohne dich und ich will nicht ohne dich. Wir mussten durch vieles durch und müssen es in Zukunft vermutlich auch. Und ich hoffe, du willst es. Scott, willst du mit mir zusammen sein?“, beendet er seine Rede. Ich atme erleichtert aus. Und ich dachte, er mach mir hier einen Antrag! Dafür sind wir noch viel zu jung! Wir sind sechzehn! Wir würden dann ein armes Leben führen. Keiner hat dann die Schule beendet und unsere Kinder müssten hungern, weil keiner von uns mit siebzehn eine Arbeit bekommt. Und außerdem… „Scott? Hallo?!“ Ach ja! Die Frage. Matheus winkt mit seiner Hand vor meinem Gesicht rum. Ich nehme sie in meine und drücke sanft einen Kuss auf seinen Handrücken. „Ja ich will!“, sage ich und falle ihm um den Hals. Überrascht von meiner plötzlichen Attacke, kann Matheus sich nicht mehr festhalten und zusammen fallen wir in den Sand. Ich stemme mich auf meinen Ellenbogen ab und schaue ihn lächelnd an. Matheus lacht sein süßes Lachen und schaut mich mit glitzernden Augen an. „Also sind wir jetzt zusammen?“, fragt er nochmal nach. Ich beantworte ihn diese Frage nicht, sondern küsse ihn stürmisch. Wir lösen uns und lächeln uns an. Ich stehe auf und ziehe Matheus mit hoch. Ich drehe mich zum Meer und schaue auf das Wasser, das rot, durch die untergehende Sonne, leuchtet. Matheus stellt sich neben mich und ich lehne mich leicht an ihn. Unsere Hände haben sich von ganz alleine wieder verschränkt. Gerade als die letzten Sonnenstrahlen über das Meer leuchten, dreht Matheus mein Gesicht zu sich und küsst mich. Dieser Kuss ist einfach perfekt! Wir sind zusammen, am Strand und küssen uns, während die Sonne untergeht. Der Typ raubt mir den Verstand! Er ist so romantisch und sexy zugleich! Wir lösen uns wieder und schauen uns einfach in die Augen. „Ich liebe dich“, flüstert er. „Ich dich…“ Plötzlich rennt jemand schreiend auf uns zu. Ich drehe mich erschrocken um und sehe nur etwas an mir vorbeiflitzen. Als ich mich wieder umdrehe, sehe ich ein Bildhübsches Mädchen in Matheus Armen. „Matheus!“, quietscht sie vergnügt. „L-Lu?“, fragt er überrumpelt. „W-was macht du hier?“, fragt er sie. Sie fängt an zu weinen. „Ich habe dich soooooo vermisst. Ich liebe dich doch. Aber jetzt habe ich dich ja wieder“, sagt sie überglücklich und küsst meinen Matheus. Sie küsst MEINEN Matheus! Nicht auf die Wange! Nein! Auf seinen fucking Mund! Tränen sammeln sich in meinen Augen. Ich werde hier jetzt nicht rumheulen! Ich drehe mich weg, damit niemand meine Tränen sieht und laufe los. „Scott!“, schreit Matheus mir nach. „Bleib doch stehen! Ich erklär dir alles!“, ruft er. „Ich will nichts hören! Ich habe es verstanden, dass ich dir peinlich bin. Ich habe es geduldet, dass du nicht schwul bist. Oder warst. Aber dass du eine Freundin hast, hätte ich nicht erwartet! Weißt du eigentlich, was du mir damit antust? Weißt du, wie sehr du mich damit verletzt?“, schreie ich ihn an, doch die letzten Wörter werden nur ein Schluchzen. Er schaut mich mit traurigen Augen an. „Sie…“, fängt er an. „Nein! Nein! Nein! Ich will nichts hören! Halt einfach die Klappe! Reicht es dir nicht, mich zu verletzen? Musst du noch drauf rumtrampeln?!“, frage ich ihn sauer. „Hör mir doch mal zu!“, schreit er mich an. Ich schüttele meinen Kopf und renne weiter.  „Scott!“, schreit er verzweifelt. Es ertönt ein lautes Hupen. Ich schaue in die Richtung und sehe ein Auto auf mich zurasen.  „Vorsicht!“, höre ich Matheus noch rufen, bevor ich vom Auto erfasst werde. Ich spüre die Motorhaube unter mir, das Glas, das an meinem Kopf zerspring, dann nichts und schließlich die Straße. Ich höre, wie jemand schreiend auf mich zu renne. Ich drehe mich zu der Person, doch sehe alles verschwommen. Mein Schädel brummt! Ich spüre, wie sich jemand neben mich setzt und meinen Kopf in seinen Schoß legt. Ich schließe vor Erschöpfung meine Augen. „Nein Scott! Öffne deine Augen wieder! Schau mich an kleiner! Bleib bei mir! Kann nicht jemand den Notarzt rufen?!“, schreit Matheus in die Menge. „Bitte bleib bei mir. Ich liebe dich doch. So sehr!“, schluchzt er und drückt mir einen Kuss auf die Stirn. Dann verschwindet alles. Matheus Stimme und sogar die Schmerzen. Ich falle in ein tiefes schwarzes Loch.

(Matheus Sicht)

Ich renne Scott hinterher und sehe nur noch das Auto auf ihn zurasen. „Vorsicht!“, schreie ich, doch zu spät. Scott knallt auf die Motorhaube, wird einige Meter durch die Luft geschleudert und liegt nun blutend auf der Straße. Mein Herz setzt einige Schläge aus. Ich renne auf ihn zu und lege seinen Kopf in meinen Schoß. Ist mir scheiß egal, ob er mich an blutet! Ich schaue ihn mit Tränen erfüllten Augen an. Scott schließt seine Augen und ich werde panisch. „Nein Scott! Öffne deine Augen wieder! Schau mich an kleiner! Bleib bei mir! Kann nicht jemand den Notarzt rufen?!“, schreie ich fragend in die Menge. Eine junge Dame, die bis jetzt reglos daneben stand, zückt ihr Handy und wählt eine Nummer. „Hallo?... Ein Junge wurde angefahren… Road Street… Ja… Ja… Chellsie… Ja…. Ok“, sagt sie und legt auf. Doch ich achte nicht wirklich auf sie. Ich schaue meinen kleinen verletzten Engel besorgt an. Was ist, wenn ich ihn verliere?! „Bitte bleib bei mir. Ich liebe dich doch. So sehr!“, schluchze ich und gebe ihm einen Kuss auf die Stirn. Tränen laufen mir über Gesicht. Ich drücke Scott fest gegen meine Brust. Ich will ihn nicht verlieren. Plötzlich werde ich von einem Mann von ihm weggezogen. Ich wehre mich und schreie, doch er ist  stärker und es kein Zweck gegen ihn zu kämpfen. Ich sacke auf meine Knie und schaue Scott an. Ein paar Sanitäter heben ihn auf eine Trage und transportieren ihn in den wagen. Sofort springe ich auf und renne auf einen Sanitäter zu. „Darf ich mit ihm mit?“, frage ich ihn. „Tut mir leid Sir, aber nur Angehörige dürfen mit“, meint er. „Bitte“, bettel ich und schaue ihn mit großen wässrigen Augen an. „Nein. Und jetzt lassen sie mich bitte durch“, sagt er streng. „Bitte! Er ist mein Freund! Mein fester Freund!“, schreie ich ihn mit. „Nein!“, sagt er wütend. „Bitte“, flehe ich nun. Der Sanitäter seufzt einmal genervt auf. „Du hörst ja eh nicht auf zu fragen. Steig ein!“, sagt er ziemlich angepisst. Ich nicke und lächle ihn dankend an. Ich steige in den Wagen und schon fährt er los. Ich versuche seine Hand zu ergreifen, doch die Ärzte drücken mich immer wieder zur Seite. Weinend und fast sterbend vor Sorge schaue ich den Ärzten also nur zu, wie sie an meinem Scott rumwerkeln. Sie schreien sich Sachen zu, doch ich höre nicht zu. Ich schaue Scott an. Es sieht so aus, als würde er schlafen. Einfach schlafen. Tränen rennen immer weiter mein Gesicht herunter.

Durch ein abruptes stehen bleiben des Wagens werde ich wieder in die Realität zurück geholt. Viele Ärzte rennen zum wagen, reißen die Tür auf und schieben Scott in das Krankenhaus. Ich renne ihm hinterher. Ich halte Scotts Hand, bis ich von zwei starken Armen zurück gezogen werde. Ich schaue die Person mit einem Todesblick an. Er Arzt, schaut mich entschuldigend an und zeigt auf ein Schild. „Intensivstation. Betreten nur für Ärzte“ steht dort in rot. Seufzend lehne ich mich an die Wand und lasse mich herunter gleiten. „Bitte überleb das“, flehe ich.

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Ist etwas länger geworden als geplant aber YOLO ^^

Noch einen schönen und entspannten Abend euch 

Küsschen Blubbileinchen :*

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