19.- Der Mann an der anderen Leitung

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•Jennifers Sicht•

Nachdem ich mit der kleinen Abendroutine fertig war, gesellte ich mich schließlich zu Josh, der es sich mit einer Riesen Schüssel Popcorn auf der Couch in meinem Zimmer gemütlich gemacht hatte.

„Wie hast du es so schnell geschafft Popcorn zu machen?" Fragte ich ihn und ging noch schnell zu meiner Kommode, um mir warme Kuschelsocken anzuziehen.

„Ich kann zaubern und wer hat gesagt, dass ich es nicht schon zu Hause fertig gemacht hatte.." Beantwortete er meine Frage und widmete sich wieder der Fernbedienung, auf der er einen Filmmodus anmachte.

„Was gucken wir?" Stellte ich ihm wieder eine Frage.

„Etwas, für was du mich wahrscheinlich umbringen wirst.."
Ich überlegte kurz und schaute ihm misstrauisch in die Augen.

„Josh.." Warnte ich ihn.

„Ja okay. Dann gucken wir halt etwas anderes und nicht den Film, durch den du einen Oscar gewonnen hast."
Der will mich doch nur provozieren!

„Ja, dass würde ich dir auch schleunigst raten, Joshy." Sagte ich und setze mich neben ihm auf die für mich gemütlichste Couch der Welt.
Josh tat 22 Jump Street in den DVD- Player und gesellte sich wieder zu mir.
Erst kamen natürlich Werbungen, die wir aber alle vorspulten, nachdem ich den Trailer von Winter's Bone erkannt hatte.

Man ist das Schauspielleben hart!
Der Film fing gerade erst an, als ich mich an etwas erinnerte.

„Wo sind die Chips?" Fragte ich Josh und er verdrehte unauffällig die Augen.

„Können wir nicht ein mal, ein einziges mal, einen Film anfangen, bei dem du nicht schon von Anfang an nervst?!"

„Wie bitte? Ich nerve hier niemanden!"

„Wir sind hier nur zu zweit Jen. Und ich bin der Einzige, der hier mit dir in dem Haus ist. Ich glaube schon, dass du jemanden nervst!"

„Also.. Das ist ja wirklich eine Frechheit Joshua!" Brüllte ich schon fast und setzte mich aufrecht hin, damit ich ihn angucken konnte.

„Ach, seit wann sprichst du denn so gebildet?" Fragte er erstaunt.

„Ich bin gebildet und intelligent!" Schrie ich ihn hysterisch an.

„Kann das denn auch jemand in diesem Haus bezeugen?"

„Nein, natürlich nicht! Wie denn auch, wenn wir alleine sind!"
Ich nahm mir ein Kissen, welches ich in meinen festen Griff klammerte.

„Ach was! Gerade eben hast du noch so gesprochen, als wären hier mehrere Personen." Provozierte er mich weiter.

„Josh, ich warne dich!" Sagte ich und erhob einen Finger, mit dem ich wie bei einem kleinen Kind in der Luft, als Zeichen von 'Nein' wedelte.

„Du drohst mir also?" Fragte er, stammte seine Hände, wie eine eingebildete Tusse in die Hüften und zog eine Augenbraue nach oben.

„Ja, du hast richtig verstanden! Ich.Drohe.Dir!" Brüllte ich in dem ich bei 'ich' auf mich und bei 'dir' auf ihn zeigte und bei 'drohe' eine Faust in meine Hand knallte, als Zeichen von gewallt.

„Ich habe aber keine Angst vor dir!" Schrie er wie ein kleines Kind und ich funkelte ihn (soweit es ging) immer böser an.

„Das hättest du lieber nicht sagen dürfen!"

Und schon flog ich mit dem Kissen auf Josh zu, der versuchte noch rechtzeitig im richtigen Moment auszuweichen, doch er versagte, denn weniger, als im Zeitraum von zwei Sekunden versuchte ich seine Hände neben seinem Kopf und das Kissen auf sein Gesicht zu quetschen.
Leider scheiterte ich, da ich leider Gottes keine drei Hände hatte.
Josh setzte sich aufrecht hin und ich flog mit einem Krach von der Couch auf den kalten Boden.

„Du bist so ein gemeiner, hochnäsiger, eingebildeter und ignoran-"
Weiter kam ich nicht, denn plötzlich klingelte ein Handy.
Erst jetzt bemerkte ich, dass der Film ja noch die ganze Zeit lief.

Ich stand mit viel mühe vom Boden auf und rannte durch das Zimmer, um mein Handy zu finden.

„Mach mal den Fernseher leiser." Forderte ich Josh auf und ich wundere mich, als er sich wirklich bückte und die Fernbedienung, die bei unserem harmlosen Krieg wohl runtergefallen war aufhob. Er drückte auf einen Knopf und der Fernseher ging aus.
„Ich habe 'leiser' gesagt und nicht 'aus'." Motzte ich ihn wieder an.

„Geh jetzt einfach an dein Handy und trink danach einen Beruhigungstee. Du bist ja nicht zum aushalten!"

„Wie bi-"
Das klingeln verstummte und ich wurde sofort leise.

„JOSH! Das ist doch alles deine Schuld! Hättest du mich nicht so aufgehalten, wäre ich noch rechtzeitig rangegangen!" Brüllte ich ihn schon wieder an.

„Der jenige ruft bestimmt noch mal an, du Zicke." Sagte er, worauf er das letzte murmelte.

„Ja, ist klar! Nicht jeder ruft jemanden 10.000 mal am Tag an wie-"
Schon wieder wurde ich unterbrochen.
„ARGH! Ich raste gleich aus!" Schrie ich, worauf ich mir gleich noch ein paar Haare rauszog.

„Hier." Sagte Josh und hielt mir mein Handy hin. „Zicke." Murmelte er noch mal, woraufhin ich ihm einen kurzen Todesblick zuwarf.

Ich nahm mein Handy schnell in die Hand und erkannt wieder eine unbekannte Nummer.

„Wieder unbekannt." Sagte ich zu Josh.

„Vielleicht ist es ja die selbe Person von heute Nachmittag." Meinte er und ich ging schließlich dran, damit der jenige nicht wieder auflegte.

„Hallo?" Fragte ich in den Hörer.

„Guten Abend. Spreche ich hier mit Mrs. Lawrence?" Fragte mich eine Männerstimme an de anderen Leitung.

„Ja, die bin ich." Antwortete ich.

„Ich muss Ihnen etwas mitteilen, aber sie müssen die Ruhe bewahren."

„Schießen sie los."

„Ihre Eltern hatten einen Autounfall und liegen jetzt im Londoner- Krankenhaus. Ich schicke Ihnen eine Adresse und es wäre gut, wenn sie erscheinen würden."

Diese zwei Sätze verpassten mir so einen Stich ins Herz, dass ich schwören könnte, dass ich gleich zusammenbrechen würde.

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Danke fürs lesen, ich hoffe es hat euch gefallen und danke für die vielen reads (: ❤️❤️❤️

Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson - Beste Freunde? - JoshiferLies diese Geschichte KOSTENLOS!